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Scythe Mugen und Ninja mini

Einleitung

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Heute untersuchen wir zwei Neuheiten der japanischen Kühlungsspezialisten aus dem Hause Scythe. Während man beim Ninja mini noch über eine wirkliche Neuheit reden kann, ist der Mugen lediglich ein aus rechtlichen Gründen umbenannter Infinity mit einem neuen besonders leistungsstarken Lüfter. Insbesondere der Ninja mini dürfte mit seinen sechs Heatpipes und der geringen Bauhöhe die Lösung für viele leid geplagte HTPC-Nutzer sein, die schon lange auf der Suche nach einem kleinen passiv nutzbaren Towerkühler sind. Ob die beiden Kühler unseren hohen Ansprüchen gerecht werden, klären wir im anschließenden Testbericht.

An diesem Punkt möchten wir uns ganz herzlich bei Scythe für den freundlichen Kontakt und die Bereitstellung der Testmuster bedanken. Der Scythe Mugen und der Scythe Ninja mini CPU-Kühler sind ab sofort bei HPM-Computer erhältlich.

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Die stabile und grafisch aufwändig gestaltete Pappschachtel des Scythe Mugen wurde im Vergleich zum Vorgängermodell des Infinity nur leicht verändert. Der Lieferumfang gleicht sich jedoch bis auf den mitgelieferten Lüfter aufs Haar genau. Zwei Lüfterklammern, eine kleine Tüte Wärmeleitpaste, eine mehrsprachige Montageanleitung und sämtliches Montagematerial findet der Anwender in einem separaten Schächtelchen. Der 120mm Lüfter wurde hingegen zum dritten Mal ausgetauscht und soll nun insbesondere durch einen verhältnismäßig hohen Luftdurchsatz überzeugen.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe- Kühler
  • fünf 6mm Heatpipes
  • Gewicht: 930g (inkl. Lüfter)
  • 120mm Lüfter mit 1200U/min (Förderleistung: 68,54CFM Lautstärke: 25dBA)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 160mm x 125mm x 116mm (mit Lüfter)
  • Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und LGA775 ohne Einschränkungen

Der Kühler im Detail

Vergleicht man den Kühlkörper des Scythe Mugen mit dem eines älteren Infinity, wird man keinen Unterschied feststellen können. Die Qualität befindet sich weiterhin auf allerhöchstem Niveau und wirkt sehr hochwertig. Im Gegensatz zu einigen neueren Kühlern aus dem Hause Scythe, besitzt der Mugen immer noch eine normale Kupferbodenplatte. Wie wir an unserem Infinity feststellen konnten, neigte das Kupfer dazu, anzulaufen. Die Vernickelung der Kupferböden an anderen Kühlern soll diesem Anlaufen nun aber entgegenwirken.

Da Scythe keinerlei Änderungen am Kühlkörper selbst durchgeführt hat, blieben auch der Aufbau und die Arbeitsweise identisch. Die Abwärme des Prozessors wird demnach weiterhin über eine dünne, absolut plane Kupferbodenplatte aufgenommen und mittels fünf 6mm Heatpipes an die Aluminiumlamellen weitergegeben. Der Namen für die spezielle Lamellenstruktur wurde ganz einfach von „Infinity Interleave Fin Structure“ (IIFS) in „Mugen Interleave Fin Structure“ (MIFS) geändert, um den rechtlichen Problemen auch hier aus dem Weg zu gehen. Dabei werden unterschiedlich große Lamellen eingesetzt, die bei den Heatpipes einen niedrigen Lamellenabstand und eine große Kühlfläche bereitstellen. In den anderen Bereichen des Kühlers hingegen ist der Lamellenabstand ausreichend groß, um auch bei Minimalbelüftung erstklassige Ergebnisse zu erzielen.

Montage

Wie am Kühler selbst hat Scythe auch an den Montagevarianten nichts geändert. Beim Sockel 775 wird weiterhin die bei vielen Anwendern unbeliebte und kritisierte Pushpin-Variante verwendet. Eine Alternative dazu bietet Scythe jedoch mit dem Universal Retention Kit an, mit dessen Hilfe der Kühler auch ohne Pushpins an einem Metallretentionmodul montiert werden kann. Wir haben jedoch noch keine schlechten Erfahrungen mit den Pushpins gemacht, weshalb wir die Montage bis auf das schwere Demontieren als durchaus einfach und unkompliziert bezeichnen können.

Test des Scythe Universal Retention Kit @ SilentHardware.de
Test des Scythe Infinity @ SilentHardware.de

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Der Scythe Ninja mini wird in einer ziemlich großen hellblau gestalteten Verpackung an die Kunden ausgeliefert. In der Kartonage befinden sich neben dem Kühlkörper selbst, ein 80mm Lüfter, vier Lüfterklammern für 80mm und 92mm Lüfter, sowie sämtliches Montagematerial, eine kleine Tüte Wärmeleitpaste und eine mehrsprachige Montageanleitung.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe- Kühler
  • sechs 6mm Heatpipes
  • Gewicht: 580g (mit Lüfter)
  • 80mm Lüfter mit 2300 U/min (Förderleistung: 32,2CFM Lautstärke: 24,4dBA)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 115mm x 110mm x 110mm (ohne Lüfter)
  • Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und LGA775 ohne Einschränkungen

Der Kühler im Detail

Der Scythe Ninja mini kann wie sein großer Bruder qualitativ auf ganzer Linie überzeugen. Scythe setzt durchweg hochwertige Materialien ein, die allesamt auf Hochglanz poliert sind. Eine kleine Veränderung gegenüber dem normalen Ninja stellt die vernickelte Kupferbodenplatte dar. Insbesondere Verfärbungen möchte man damit bei Scythe vermeiden, die es bei vielen anderen Modellen zuvor gegeben hatte.

Auf den ersten Blick sieht der Ninja mini wie ein gekürzter normaler Ninja aus. Im Detail erkennt man jedoch ein paar kleinere sinnvolle Änderungen. Endlich liegen die drei Heatpipes nicht mehr an jeder Seite direkt nebeneinander, sondern sind leicht aufgespreizt, damit die Wärme besser auf die gesamte Fläche der Aluminiumlamellen verteilt werden kann. Positiver Nebeneffekt dieser Optimierung ist außerdem die erweiterte Kompatibilität, da die Heatpipes nun nicht mehr so weit herausragen und somit auch keine Probleme mehr mit nahe liegenden Kühlern auftreten. Der Lammellenabstand des Ninja mini wurde zudem minimal verringert, was sich allerdings im kaum sichtbaren Bereich bewegt. Aufgrund der niedrigen Bauhöhe bleiben somit noch insgesamt 17 Lamellen, die für die effektive Wärmeabgabe sorgen sollen.

Dem Ninja mini legt Scythe einen 80mm Lüfter bei, ermöglicht jedoch durch die Beigabe zweier größerer Lüfterklammern auch den Einsatz von einem 92mm Lüfter. Aufgrund der straffen Klammern ist zudem an eine Entkoppelung nicht zu denken, was sich in Verbindung mit dem mitgelieferten 80mm Lüfter auch durch recht deutliches Brummen negativ bemerkbar macht. In nahezu allen Fällen dürfte der Ninja mini jedoch ohne separaten Lüfter betrieben werden, weshalb die bekannte Lüftermontage weniger schwer ins Auge fällt. Preislich positionierte Scythe den kleinen Kühler nahezu gleich auf mit dem großen Bruder, weshalb man mindestens 30 Euro auf den Tisch legen muss, um den Ninja mini sein Eigen zu nennen.

Montage

Wer bereits einen anderen aktuellen Scythe Kühler montiert hat, wird auch bei der Montage des Ninja mini keine Probleme bekommen. Je nach verwendeter Plattform werden entsprechende Haltemodule mittels vier Schrauben am Kühler befestigt. Anschließend erfolgt die werkzeuglose Montage am jeweiligen Retentionmodul oder bei Intelplattformen (Sockel 775) einfach per Pushpins. Sowohl das Befestigen, als auch das Lösen der Pushpins gestaltete sich bei uns als sehr einfach und unkompliziert.

Inkompatibilitäten dürfte es mit dem Ninja mini nahezu keine mehr geben. Die niedrige Bauhöhe erlaubt es, den Kühler sogar in die meisten HTPC Gehäuse zu montieren, während die geänderten Heatpipes für eine erhöhte Kompatibilität mit Bauteilen rund um den Prozessorsockel sorgen. Lediglich in Gehäusen, in denen das Netzteil direkt über dem Prozessor liegt, kann auch der Ninja mini nicht montiert werden, da hier meist nur ein sehr geringer Abstand zum Netzteil vorhanden ist.

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Testsystem

  • Intel Core 2 Duo E6700
  • Asus Striker (Nvidia nForce 680i SLI)
  • 2x 1024MB G.Skill DDR-II 800 CL4
  • Thermaltake Eureka (abgeklebte Seitenwand)
  • Scythe S-FLEX SFF21E variabel gesteuert
  • Enermax Liberty 400W mit Scythe S-Flex SFF21E variabel gesteuert
  • Gigabyte GV-NX76T256D-RH GeForce 7600GT (im mittleren PCIe Slot)
  • Seagate ST3160812AS @ Bitumenbox by NoNoise

Dies ist mittlerweile unser zweites auf dem Core 2 Duo basierendes Testsystem, welches im Vergleich zum alten ein paar kleinere Änderungen erfuhr. Das Herz bildet nun ein Intel Core 2 Duo 6700 mit 4MB L2-Cache und einer von Intel angegebenen TDP von 65 Watt mitsamt dem Asus Striker, welches den Nvidia 680i SLI Chipsatz besitzt. Das Mainboard wird dabei von der hauseigenen Heatpipe-Konstruktion gekühlt und durch drei Temperatursensoren an der North- und Southbridge sowie den oberen Spannungswandlern überwacht. Das Grundgerüst unserer Testplattform stellen weiterhin das Thermaltake Eureka mit abgeklebtem Seitenteil sowie ein modifiziertes Enermax Liberty 400W Netzteil dar. Bei den beiden einzig verbauten Lüftern handelt es sich jeweils um einen Scythe S-Flex SFF21E, welche sich im Netzteil und am Heck des Gehäuses befinden. Dabei drehen diese Lüfter grundsätzlich mit einer konstanten Drehzahl, damit Testergebnisse nicht verfälscht werden können.

Testablauf

Für vergleichbare Ergebnisse ist es erforderlich, einen festgelegten Testablauf strikt einzuhalten. Ab sofort führen wir auch einen noch stärker belastenden Praxistest durch, der auf Basis des UltraSilent-Setups mit zwei Instanzen Prime95 sowie ATITool für 30min durchgeführt wird. Die neuen Werte aus dem Praxistest sind somit nicht mehr mit den alten vergleichbar. (der neue Praxistest wird seit dem 29.12.2007 durchgeführt)

  • zweistündige Aufwärmphase durch 3DMark06 Loop + DualPrime
  • jeweils 30min Aufheizen mittels DualPrime “large FFT’s”
  • Aufzeichnen der CPU-Temperatur durch CoreTemp und Everest Ultimate Edition
  • Aufzeichnen der Systemtemperaturen durch AquaSuite für Aquaero
  • zehnminütige Abkühlphase
  • Wiederholung der letzten vier genannten Punkte
  • zum Abschluss: 30min Praxistest mit Prime95 + ATI Tool unter UltraSilent-Settings
  • Aufzeichnen sämtlicher Systemtemperaturen während dieses Durchlaufes

Neben den integrierten Temperatursensoren des Prozessors und der Grafikkarte haben wir insgesamt sechs weitere externe geeichte Temperaturfühler am Aqua Computer Aquaero und dem Asus Striker angeschlossen und überwachen diese während des gesamten Testablaufes. Die Raumtemperatur ermitteln wir durch einen Sensor an der Front des Thermaltake Eureka nahe des einzigen Lufteinlasses. Die Gehäusetemperatur ermitteln wir dagegen an zwei unterschiedlichen Punkten. Zum einen sitzt ein Sensor im untersten 5,25“ Schacht und zum anderen sitzt der andere Sensor mittig genau unter dem Deckel des Gehäuses. Die anderen drei Temperatursensoren haben wir an North- und Southbridge sowie die oberen Spannungswandler verteilt.

        [Testeinstellungen]
 
        [Referenzlüfter]
 
  • “Performance”: 85Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 3000MHz @ 1,4V
    CPU-Lüfter: deutlich hörbar
    Gehäuselüfter: 800U/min
    Netzteillüfter: 800U/min

  • “Silent 1″: 85Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 3000MHz @ 1,4V
    CPU-Lüfter: kaum hörbar
    Gehäuselüfter: 650U/min
    Netzteillüfter: 800U/min

  • “Silent 2″: 65Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2667MHz @ 1,3V
    CPU-Lüfter: nahezu unhörbar
    Gehäuselüfter: 500U/min
    Netzteillüfter: 500U/min

  • “Ultrasilenrt”: 65Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2667MHz @ 1,3V
    kein CPU-Lüfter vorhanden
    Gehäuselüfter: 500U/min
    Netzteillüfter: 500U/min

  • “Fanless”: 35Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2133MHz @ 1,05V
    kein CPU-Lüfter vorhanden
    Gehäuselüfter: 500U/min
    Netzteillüfter: 500U/min

  • 140mm – Sharkoon 140mm System-Fan M
  • “Performance”: 1000U/min
    “Silent”: 666U/min
    “Ultrasilent”:400U/min
     

  • 120mm – Scythe S-Flex SFF21E
  • “Performance”: 1200U/min
    “Silent”: 800U/min
    “Ultrasilent”:480U/min
     

  • 100mm – Scythe Kaze Jyu Silent
  • “Performance”: 1400U/min
    “Silent”: 925U/min
    “Ultrasilent”:560U/min
     

  • 92mm – Nanoxia FX09 2200
  • “Performance”: 1600U/min
    “Silent”: 1075U/min
    “Ultrasilent”:640U/min
     

  • 80mm – Nanoxia FX08 2200
  • “Performance”: 2000U/min
    “Silent”: 1333U/min
    “Ultrasilent”:800U/min
     


In der linken Spalte sind unsere neuen Testeinstellungen aufgelistet. Dabei haben wir verschiedene Lüfterkonfigurationen bei drei verschiedenen Prozessoreinstellungen getestet und können durch die erhöhte Wärmeverlustleistung bei den neuen Testbedingungen die getesteten Produkte besser voneinander abgrenzen.

Die rechte Spalte zeigt dagegen unsere verwendeten Referenzlüfter in den jeweiligen Größen inklusive der entsprechenden Drehzahlen für die einzelnen Testsituationen. Wir haben dabei besonders großen Wert auf eine annährend gleiche Lautstärke der Lüfter in den jeweiligen Einstellungen gelegt.

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Nun wollen wir einen Blick auf alle erzielten Testergebnisse werfen. Die grau unterlegten Messwerte entsprechen aufgrund der abweichenden Drehzahlen des CPU-Lüfters dabei nicht unseren standardisierten Testbedingungen und werden nicht in die Kühlercharts eingehen.

  • Kühlleistung Aktiv (65Watt und 85Watt WVL)
ModusKühler
Lüfter, Drehzahl
delta T
CPU / Raum
Temperatur
CPU (Raum / Case)
85W
OC
Scythe Ninja mini
Nanoxia FX-09 2200 – 1600 U/min (7,2V)
36,4K
60°C (23,6°C/25,7°C)
85W
OC
Scythe Ninja mini
Nanoxia FX-09 2200 – 1075 U/min (4,2V)
41,5K
65°C (23,5°C/26,0°C)
65W
Standard
Scythe Ninja mini
80mm Standardlüfter – 2330 U/min (12V)
31,1K
55°C (23,9°C/26,2°C)
65W
Standard
Scythe Ninja mini
Nanoxia FX-09 2200 – 1075 U/min (4,2V)
33,8K
57°C (23,2°C/26,2°C)
65W
Standard
Scythe Ninja mini
80mm Standardlüfter – 1530 U/min (7V)
34,2K
58°C (23,8°C/26,2°C)
65W
Standard
Scythe Ninja mini
80mm Standardlüfter – 1120 U/min (5V)
39,1K
63°C (23,9°C/26,5°C)
65W
Standard
Scythe Ninja mini
Nanoxia FX-09 2200 – 640 U/min (2,4V)
41,8K
65°C (23,2°C/26,9°C)
65W
Standard
Scythe Ninja mini
80mm Standardlüfter – 660 U/min (3V)
47,1K
71°C (23,9°C/26,9°C)
  • Kühlleistung Fanless (2133MHz, 1,05V – 35Watt WVL)
Kühler
Lüfter, Drehzahl
delta T
CPU / Raum
Temperatur
CPU (Raum / Case)
Scythe Ninja mini
Case/NT: je S-Flex SFF21E - 500 U/min
40,1K
64°C (23,9°C/27,3°C)
  • Praxistest 3DMark06 (2667MHz, 1,3V – 65Watt WVL)
KühlerTemperaturen
CPU / NB / PWM / VGA (Raum / Case)
Scythe Ninja mini
53°C / 85°C / 74°C / 63°C (23,6°C / 25,8°C)

Die Testergebnisse bescheinigen dem Scythe Ninja mini gute und ausreichende Leistungen. Denn in allen Bereichen liegen die ermittelten Testwerte im grünen Bereich, ohne größere Einbrüche zu erleiden. Während die grau unterlegten Werte nicht konform mit unseren einheitlichen Testbedingungen bezüglich der Lautstärke sind, kann man trotzdem deutlich erkennen, dass der kleine Ninja mit einem 92mm Lüfter deutlich zulegen kann. Wenn der Ninja mini also aktiv belüftet werden soll, dann sollte man nach Möglichkeit zu einem leisen 92mm Lüfter greifen. Durch die ansprechende Leistung im passiven Betrieb dürfte der Kühler jedoch in den meisten Fällen ohne separaten Lüfter betrieben werden. Einen interessanten Usertest hat der User Fluxon geschrieben, wo die Leistung durch ein simuliertes niedriges Gehäuse noch einmal recht stark anstieg. Dieser Testbericht ist in unserem Forum nachzulesen.

Im anderen Teil unseres Testberichtes haben wir alle von Scythe mitgelieferten Lüfter des Infinity / Mugen auf diesem bei gleichen Drehzahlen getestet. Auch wenn die Differenzen der Lüfter untereinander nur sehr gering sind, konnte sich der neue beim Mugen beigelegte Lüfter etwas von den anderen beiden Exemplaren distanzieren und minimal niedrigere Prozessortemperaturen erzielen, wobei diese allerdings auch unter das Kapitel Messungenauigkeit fallen könnten.

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Werfen wir nun einen Blick auf den ersten Teil unserer Kühlercharts.

Kühlercharts Standard Silent

Thermalright IFX-14 mit HR-10 27.1 
ZEROtherm Nirvana NV120* 28.2 
Thermaltake V1* 28.3 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 29.5 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 29.5 
Thermalright HR-01 Plus 30.1 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 30.3 
Scythe Ninja Copper 30.5 
Xigmatek HDT-S1283 30.6 
Scythe Infinity / Mugen 30.6 
Cooler Master Hyper 212 31.2 
Thermalright Ultima-90 31.9 
silentmaxx FrostBite (blasend) 31.9 
Enzotech Ultra-X (blasend) 31.9 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 33.8 
Scythe Ninja mini 33.8 
OCZ Vendetta 34.1 
Cooler Master GeminII (blasend)** 35.1 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,3V - ca. 65W WVL - Casefan @ 500U/min)

Kühlercharts Standard UltraSilent

Thermaltake V1* 31.4 
Thermalright HR-01 Plus 33.2 
Scythe Ninja Copper 33.5 
Scythe Infinity / Mugen 33.6 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 34.1 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 34.3 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 35.5 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 35.8 
Cooler Master Hyper 212 36.2 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 36.5 
Xigmatek HDT-S1283 36.7 
Enzotech Ultra-X (blasend) 37.1 
Thermalright Ultima-90 38.9 
silentmaxx FrostBite (blasend) 39.9 
Scythe Ninja mini 41.8 
Cooler Master GeminII (blasend)** 42.2 
OCZ Vendetta 42.9 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,3V - ca. 65W WVL - Casefan @ 500U/min)

Kühlercharts Fanless

Scythe Ninja Copper 25.4 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 28.1 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 28.9 
Thermaltake V1* 29.5 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 30.5 
Thermalright HR-01 Plus 32.4 
ZEROtherm Nirvana NV120 34.1 
Scythe Infinity / Mugen 36.1 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 36.5 
Scythe Ninja mini 40.1 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 40.2 
Xigmatek HDT-S1283 40.8 
Cooler Master Hyper 212 41.1 
Thermalright Ultima-90 42.3 
OCZ Vendetta 49.1 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,05V - ca. 35W WVL - Casefan @ 500U/min)

Wie zu erwarten war, muss sich der Ninja mini im hinteren Feld platzieren. Jedoch blieb ihm ein letzter Platz in allen hier aufgeführten Kategorien erspart. Während der kleine Ninja dem größeren Bruder im Silent-Betrieb noch ebenbürtig war, klaffte im Ultrasilent-Betrieb schon eine beträchtliche Lücke zwischen den beiden Kühlern. Im Passiv-Betrieb hingegen müssen sich sogar die deutlich größeren Kühler Thermalright Ultra-120 eXtreme und Xigmatek HDT S-1283 dem Ninja mini geschlagen geben.

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Im zweiten Teil unserer Kühlercharts vergleichen wir die bisher getesteten Kühler bei stärkerer Belüftung und höherer Wärmeverlustleistung. Inwiefern sich dies auf die Reihenfolge auswirkt, zeigen die anschließenden Tabellen.

Kühlercharts OC Performance

Thermalright IFX-14 mit HR-10 29.4 
ZEROtherm Nirvana NV120* 31.2 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 31.4 
Thermaltake V1* 31.9 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 32.5 
Scythe Ninja Copper 32.5 
Scythe Infinity / Mugen 32.6 
Thermalright HR-01 Plus 33.1 
Cooler Master Hyper 212 33.1 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 34.1 
Enzotech Ultra-X (blasend) 34.2 
Xigmatek HDT-S1283 34.6 
Thermalright Ultima-90 34.7 
OCZ Vendetta 35.5 
silentmaxx FrostBite (blasend) 35.9 
Scythe Ninja mini 36.4 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 36.8 
Cooler Master GeminII (blasend)** 38.2 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 3000MHz 1,4V - ca. 85W WVL - Casefan @ 800U/min)

Kühlercharts OC Silent

Thermalright IFX-14 mit HR-10 31.8 
ZEROtherm Nirvana NV120* 33.2 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 33.9 
Thermaltake V1* 33.9 
Scythe Ninja Copper 34.5 
Thermalright HR-01 Plus 35.4 
Scythe Infinity / Mugen 35.6 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 35.6 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 36.1 
Cooler Master Hyper 212 36.1 
Enzotech Ultra-X (blasend) 36.2 
Xigmatek HDT-S1283 36.6 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 38.8 
Thermalright Ultima-90 38.9 
silentmaxx FrostBite (blasend) 39.9 
Cooler Master GeminII (blasend)** 40.2 
OCZ Vendetta 40.5 
Scythe Ninja mini 41.5 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 3000MHz 1,4V - ca. 85W WVL - Casefan @ 800U/min)

Auch im übertakteten Zustand bei erhöhter Wärmeverlustleistung muss sich der Ninja mini nicht verstecken. Zwar fehlt bis zur Spitze einiges, jedoch liegt er im Performance-Modus sogar minimal vor dem größeren Bruder. Im Silent-Betrieb hingegen kann der Ninja den kleinen Bruder jedoch wieder in die Schranken weisen, weshalb der Ninja mini mit dem letzten Platz zufrieden sein muss. Reviews anderer vergleichbarer wenn auch höherer Towerkühler im 92mm-Format werden dann eine bessere Einordnung des Ninja mini ermöglichen.

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Kommen wir nun zur Geräuschentwicklung, die für Viele immer wichtiger wird und gar nicht gering genug sein kann. Die Geräuschentwicklung der Lüfter ist auf jedem der Kühlkörper in etwa gleich und deshalb bewerten wir direkt die Lüfter in Sachen Laufruhe und Geräuschentwicklung. Zur Optimierung der Lautstärke sollten Lüfter allerdings generell noch entkoppelt werden.

Mugenlüfter, Infinitylüfter Rev.2, Infinitylüfter Rev.1 (von links nach rechts)

Der Lüfter des Scythe Mugen stellt eine Neuheit im Programm der Japaner dar. Dem nunmehr neun Flügel umfassenden Lüfter wird durch Scythe eine höhere Förderleistung bei einer erhöhten Geräuschentwicklung im Vergleich zu den beim Infinity verwendeten Lüftern bescheinigt. Tatsächlich scheint der Lüfter ein kleines bisschen mehr Luft zu fördern, was die minimal bessere Kühlleistung erklären dürfte. In Sachen Lautstärke wird der Anwender zwar nicht durch nervende Nebengeräusche belästigt, jedoch zeigen sowohl der subjektive Geräuscheindruck als auch die durchgeführten Schalldruckmessungen, dass der Infinitylüfter der zweiten Generation, der auch im Ninja Rev. B und Andy Samurai Master zum Einsatz kam und immer noch kommt, deutlich leiser seine Runden dreht.

Ermittelte Daten: (Lüfter vom Scythe Mugen)

Drehzahl bei 12V: 1202U/min
Drehzahl bei 7V: 970U/min
Drehzahl bei 5V: 830U/min
Nebengeräusche bei 5V: minimales Brummen

Die Schalldruckangaben ergeben sich aus der Differenz der gemessenen Lautstärke und der Grundlautstärke. Dabei wurden die Messungen mittels Voltcraft SL-100 aus minimaler Entfernung von 10cm bei freiem entkoppelten Aufbau durchgeführt.

// Tabelle Schalldruckmessungen

Etwas enttäuscht waren wir vom kleinen 80mm Quirl des Ninja mini. Ausgeprägte Klacker- und Schleifgeräusche trüben den Lauf über das komplette Drehzahlband und dürften somit in Silentrechnern nur für kurze Zeit ihr Dasein befristen. Nach Rücksprache mit Scythe und einigen Erfahrungsberichten im Internet scheint es sich bei diesen Lüftern jedoch nur um eine bestimmte (defekte?) Charge zu handeln, welche allerdings problemlos über den Scythe Support auszutauschen sind.

Ermittelte Daten: (Lüfter vom Scythe Ninja mini)

Drehzahl bei 12V: 1210U/min
Drehzahl bei 7V: 770U/min
Drehzahl bei 5V: 550U/min
Nebengeräusche bei 5V: merkliches Klackern und leichtes Schleifen

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Während der Scythe Mugen weiterhin die Vorzüge des Infinity vereint und der neue mitgelieferte Lüfter einen Tick leistungsstärker zu Werke geht, erschließt Scythe mit dem Ninja mini eindrucksvoll den Markt der kleinen Computer. Zwar fehlt es dem Winzling teilweise ein wenig an Leistung, jedoch ist diese sowohl aktiv als auch passiv absolut ausreichend, um die nahezu alle verfügbaren Prozessoren im grünen Bereich zu halten. Erfreulicherweise lässt sich der Ninja mini wie sein größerer Verwandter leicht montieren und verfügt über eine ausgezeichnete Material- und Verarbeitungsqualität. Die zusätzlich durchgeführten Optimierungen haben die Kompatibilität zudem deutlich erhöht und nur der mitgelieferte Lüfter hat den ansonsten positiven Eindruck stark getrübt. Auch wenn es für den Scythe Ninja mini hier keinen Award gibt, ist er doch für leise Büro- und Multimediarechner, in denen größere Kühler keinen Platz finden, eine absolute Kaufempfehlung wert!

Links:
Diskussion in unserem Forum
Hersteller (Scythe Mugen)
Hersteller (Scythe Ninja mini)

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