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Fantec DB-R35DUS-2

Praxis und Montage

Beim DB-R35DUS-2 kommt ein Material-Mix aus lackierten Aluminiumseitenteilen und weißem mittleren Kunststoffrahmen zum Einsatz. Alternativ kann das Gehäuse auch in schwarz gewählt werden und hört dann auf den Namen DB-R35DUS-1. Somit bietet Fantec zwei interessante Farbgebungen an, um auf möglichst vielen Schreibtischen optisch passend platziert werden können. Diese Kombination wirkt absolut stimmig und sehr edel. An der Verarbeitungsqualität des gesamten Gehäuses können wir absolut nichts bemängeln. Alles ist sauber zusammengesetzt und frei von scharfen Kanten. Der dünne silberne Streifen mit den insgesamt sechs Status- und Fehler-LEDs runden unseren rundum positiven Eindruck zudem glänzend ab.

Geschlossen macht das SATA RAID einen sehr stabilen Eindruck und steht exzellent auf den vier kleinen mit Gummischeiben unterlegten Füßen. Ohne die Seitenteile jedoch, ist die Konstruktion recht labil, sobald der innere Metallfestplattenkäfig nicht mit mehr mit dem Kunststoffrahmen verschraubt ist. Im Praxisbetrieb stellt dies allerdings keinen störenden Faktor dar. Genau wie die meisten anderen externen Festplattengehäuse lässt sich auch das Fantec DB-R35DUS-2 nur über einen am Heck platzierten Netzschalter an- und ausschalten. Aus diesem Grund sollte das Gehäuse möglichst in Reichweite aufgestellt werden. Zur Kühlung der Festplatten hat Fantec einen kleinen 40mm Lüfter montiert, welchen wir sehr genau unter die Lupe nehmen wollen, da in der Vergangenheit solche kleinen Turbinen oftmals reine Krachmacher waren.

Kommen wir nun aber zum Besonderen am DB-R35DUS-2: Es ermöglicht im Zusammenspiel mit zwei SATA Festplatten den Betrieb mittels verschiedener RAID Modi. Ganz egal, ob Sie größtmögliche Sicherheit durch das Spiegeln Ihrer Daten auf der zweiten Festplatte, möglichst schnelle Transferraten erreichen oder einfach nur beide Festplatten als ein großes Laufwerk angezeigt haben möchten, mit dem neuen Festplattengehäuse von Fantec ist dies nun alles möglich. Selbstverständlich ist jedoch auch der non RAID Betrieb möglich, der es ermöglicht auch zwei unterschiedliche Festplatten im DB-R35DUS-2 unterzubringen. Im Anschluss möchten wir nun die einzelnen RAID Modi genauer erklären, wie Sie für den Anwender auch im Handbuch beschrieben sind.

RAID 0 – Spanning

Zwei Festplatten werden als ein großes Laufwerk angezeigt. Dabei ist Spanning eine Funktion (kein RAID), die es ermöglicht sequentiell zwischen zwei Festplatten zu schreiben.

RAID 0 – Stripping

Zwei Festplatten werden als ein großes Laufwerk angezeigt, jedoch erhöht sich beim RAID 0 – Stripping die Schreibgeschwindigkeit der Festplatten, da die Daten in Blöcke aufgeteilt werden und dann von beiden Festplatten parallel gespeichert werden. Das führt dazu, dass die Daten nun auf beiden Festplatten verteilt sind und im Falle eines Defekts einer der beiden alle gespeicherten Daten verloren gehen.

RAID 1 – Mirroring

Um den RAID 1 Modus zu verwenden, muss der Anwender zwei identische Festplatten im DB-R35DUS-2 einbauen. Dieser Modus spiegelt dabei die Daten der einen Festplatte auf die andere (Mirroring – Spiegelung), was zum Verlust von der Hälfte des eigentlichen effektiv verfügbaren Speicherplatzes führt. Dafür führt erst der Ausfall beider Festplatten zum Datenverlust.

Das DB-R35DUS-2 besitzt an der Rückseite neben dem Netzanschluss einen USB2.0 Anschluss, durch den Daten mit bis zu 480MBit/s zwischen dem PC und dem RAID Gehäuse ausgetauscht werden können. Für den eigentlichen Einsatz als sicherer Datenspeicher reicht diese Übertragungsrate auch vollkommen aus. Preislich kann Fantec dagegen für eine kleine Überraschung sorgen, denn für etwa 50 Euro ist es bereits bei Preisvergleichdiensten gelistet und somit das günstigste externe RAID Gehäuse am Markt. Je nach Festplatten Ausstattung lässt sich somit ein sehr günstiges RAID System aufstellen, ohne weitere Festplatten durchgehend mit dem PC intern zu betreiben, und trotzdem nicht auf den Sicherheitsfaktor des RAID1 Modus zu verzichten.

Montage

Bei der Montage fällt sofort auf, dass man sich Gedanken gemacht hat, wie der Einbau möglichst schnell und problemlos vonstatten gehen kann. Nachdem die Seitenteile abgeschraubt wurden, lässt sich nun der innen liegende Festplattenkäfig durch Lösen zweier Schrauben herausnehmen. Direkt am Käfig hat man auch schon den Daten- und Stromanschluss angebracht, weshalb die Festplatten lediglich in diesen gesteckt werden müssen. Anschließend werden die Festplatten noch mit jeweils vier Schrauben fixiert und der Käfig auf die beiden Anschlüsse der kleinen Platine im RAID Gehäuse geschoben. Die Festplatten werden also absolut ohne Kabel angeschlossen, weshalb das Gehäuse im Inneren sehr aufgeräumt wirkt. Nach dem Einbau müssen die verwendeten Festplatten nur noch partitioniert und formatiert werden, bevor das DB-R35DUS-2 endgültig in Betrieb genommen werden kann. War der Mix aus deutsch und englisch in der Montageanleitung noch ein Kritikpunkt im vorangegangen Test des Fantec LD-H35NSU2, finden sich nun nur noch sehr vereinzelt kleinere Fehlerchen in der Montageanleitung.

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