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Kleines herbstliches CPU-Kühler-Roundup

Silentmaxx FrostBite Pro im Detail

Silentmaxx liefert das aktuelle Vorzeigeobjekt der Marke in einem ansprechend gestalteten blauen Pappkarton mit Sichtfenster aus. In der Verpackung finden sich neben dem Kühler samt vorinstalliertem Lüfter eine kleine Tube Wärmeleitpaste, eine ausführliche und gut bebilderte Montageanleitung sowie sämtliches Montagematerial. Aufgrund des PWM-Lüfters, der sich einfach und unkompliziert vom Mainboard steuern lässt, verzichtet man ganz bewusst auf eine separate Lüftersteuerung, die den Kaufpreis weiter nach oben getrieben hätte.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe-Kühler
  • sechs 6mm Heatpipes (effektiv acht)
  • Gewicht: 761g (mit Lüfter)
  • 120mm Lüfter mit 1600 U/min (Förderleistung: 58m³/h Lautstärke: 19dBA)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 144,5mm x 140mm x 133mm (ohne Lüfter)
  • Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und LGA775 ohne Einschränkungen

Der Kühler im Detail

Die Material- und Verarbeitungsqualität kann beim Silentmaxx FrostBite Pro leider nicht vollends überzeugen. Die unbearbeiteten Kupfer- und Aluminiumelemente verstreuen leider den gleichen billigen Schimmer, wie wir es von deutlich günstigeren Kühlern gewohnt sind. Die Heatpipes sind zwar ordentlich gebogen und auch sauber im Kupferboden eingelassen, jedoch enttäuschen die Aluminiumlamellen durch ihre fehlende Stabilität, was zu unterschiedlichen Abständen zwischen diesen führt. Die Bodenplatte ist jedoch ordentlich plan geschliffen und frei von Unebenheiten.

Das Sandwichprinzip wird bereits bei einigen Towerkühlern eingesetzt, jedoch zeigt Silentmaxx mit dem FrostBite Pro, dass man dieses Prinzip auch bei einem konventionellen Kühler umsetzen kann. Der Vorteil der geringeren Bauhöhe im Vergleich zu Towerkühlern geht dadurch jedoch gänzlich verloren. Der untere Kühlkörper wird dabei durch zwei Heatpipes mit Wärme versorgt, die jedoch aufgrund der U-Biegung effektiv wie vier L-förmige Heatpipes arbeiten. Aufgrund der besonderen Heatpipeanordnung klafft in der Mitte des Kühlkörpers jedoch eine nicht unbedeutend große Lücke, durch die für den Kühler ungenutzte Luft strömen kann. Der Kühlung der umliegenden Bauteile dürfte dies aber zuträglich sein. Dem Kühlkörper über dem Lüfter wird dabei die Abwärme durch vier einzelne Heatpipes zugeführt, welche zusätzlich für die Stabilität des Lamellenkühlkörpers verantwortlich sind. Insgesamt setzt Silentmaxx also sechs Heatpipes ein, die jedoch effektiv wie acht arbeiten, weshalb der FrostBite Pro auch mit acht Heatpipes beworben wird. Der Lamellenabstand wurde dabei recht eng gewählt, jedoch sollte ein Einbrechen der Kühlleistung durch die Sandwichbauweise etwas gedämpft werden, wie wir es beim Sonic Tower von Thermaltake auch feststellen konnten.

Der beigelegte Silentmaxx Silent Fan SF-120/16 ist schon lange im Sortiment der Rheinbacher Silentschmiede zu finden und wird unentkoppelt durch zwei Klammern am unteren Kühlkörper befestigt. Aufgrund des recht vibrationsarmen Laufs treten dabei keine störenden Dröhnfrequenzen auf, die den Lauf negativ beeinflussen würden. Preislich ist der Silentmaxx FrostBite Pro recht hoch angesiedelt und geht aktuell nicht für weniger als 45 Euro über die Ladentheke. Der hohe Materialaufwand, die sechs Heatpipes und der hochwertige Lüfter lassen den Preis aber zumindest teilweise verstehen. Trotzdem hätten wir uns in dem Preissegment eine etwas bessere Qualität gewünscht.

Montage

Für die Montage des Silentmaxx FrostBite Pro ist es erforderlich, das Mainboard auszubauen. Dafür wird der Anwender jedoch mit einer sehr stabilen Montagevariante samt Backplate belohnt, die auch den ängstlichsten und vorsichtigsten Naturen ein Gefühl von Sicherheit beim Transport geben sollte. Nachdem die Backplate mit dem Mainboard verbunden wurde, muss der Kühler lediglich mittels Thumbscrews festgeschraubt werden.

Rund um den Sockel dürften dem FrostBite Pro lediglich sehr hohe Bauteile oder Kühler im Weg sein. Gängige Heatpipekonstruktionen der Hersteller auf verschiedensten Mainboards dürften da jedoch keine Probleme bei der Montage machen. Durch die immense Bauhöhe gilt für den Kühler jedoch das gleiche wie für nahezu alle Tower-Kühler: Der Einbau in sehr engen oder niedrigen Gehäusen wird demnach nicht möglich sein.

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