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Kleines herbstliches CPU-Kühler-Roundup

Thermalright Ultima-90 im Detail

Wie üblich wird der Ultima-90 von Thermalright in einer schlichten braunen Pappschachtel ausgeliefert, die vorbildlich ausgepolstert ist. Neben dem nochmals verpackten Kühler befinden sich eine große Tube Wärmeleitpaste, zwei Silikonstreifen zur Lüfterentkoppelung, vier Lüfterklammern zur Montage von einem 92mm oder einem 120mm Lüfter, ein Thermalrightsticker, eine Montageanleitung und eine ganze Menge Montagematerial im Lieferumfang.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe-Tower-Kühler
  • sechs 6mm Heatpipes (effektiv zwölf)
  • Gewicht: 460g (ohne Lüfter)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 139mm x 115mm x 55mm (ohne Lüfter)
  • Kompatibilität: Sockel AM2 und LGA775 ohne Einschränkungen / Sockel 754/939/940 mit optionalen „939 Bolt thru kit“

Der Kühler im Detail

Wieder einmal haben wir von Thermalright ein Produkt erhalten, das durch seine erstklassige Qualität überzeugen kann. Sowohl die vernickelten und auf Hochglanz polierten Materialien als auch die erstklassige Verarbeitung machen den Kühler zu einem echten Blickfang. Durch das schlichte und funktionell gestaltete Lamellendesign wirkt der Ultima-90 trotz seiner eher geringen Abmaße erwachsener als der große Bruder IFX-14 mit seinen Lamellen im Flammendesign. Neben der gelungeneren Optik sind die Lamellen aber auch sehr stabil und widerstandsfähig und lassen sich deshalb nur schwer verbiegen. Einen kleinen Kritikpunkt besitzt der Ultima-90 allerdings wie alle anderen Kühler der Edelmarke, denn auch hier ist die Bodenplatte leicht konvex, um angebliche Unebenheiten in vielen Heatspreadern auszugleichen.

Nachdem wir den Scythe Ninja mini bereits vor wenigen Wochen getestet haben, ist der Thermalright Ultima-90 erst der zweite Kühler unterhalb der 120mm-Klasse, der mit sechs Heatpipes bestückt wird. Allerdings setzt dieser auf eine unterschiedliche Anordnung dieser und unterscheidet sich auch in anderen Teilen recht deutlich vom noch kleineren japanischen Konkurrenten. Die sechs U-förmigen Heatpipes liegen dabei allesamt nebeneinander und wurden jeweils leicht versetzt in die Lamellen eingelassen, um eine bessere Verteilung der Abwärme auf die Lamellen zu erzielen. Die Aufgabe der Wärmeabgabe an die Luft übernehmen dann insgesamt 48 Aluminiumlamellen, die sehr eng beieinander stehen und somit entsprechend stark belüftet werden müssen, um effektiv arbeiten zu können.

Bei der Lüftermontage setzt Thermalright wieder auf die bewährten Lüfterklammern, die wir schon vom Ultra-120 eXtreme oder auch HR-01 Plus kennen. Interessanterweise lässt sich sowohl ein 92mm Lüfter als auch ein 120mm Lüfter auf den Kühler montieren, wobei beide Maße nicht optimal platziert wirken, da das 92mm Modell zu klein ist und das 120mm Modell sehr viel Luft ungenutzt über den Kühler hinweg bläst. Aufgrund der nur spärlich vorhandenen Alternativen im 100mm Format und der höchstwahrscheinlich für diese Größe trotzdem passenden 92mm-Lüfterklammern ist es aber verständlich, dass man nicht extra hierfür eine Klammer mitgeliefert hat. Wie wir es von Thermalrightprodukten gewohnt sind, liegt auch der Preis des Ultima-90 für einen Kühler seiner Größe im oberen Bereich. Aktuell sind etwa 45 Euro für den kleinen Six-Heatpipe-Tower-Kühler fällig, was zunächst etwas überteuert wirkt, wenn man bedenkt, dass die größeren und wahrscheinlich leistungsfähigeren HR-01 Plus und Ultra-120 eXtreme aus dem selben Hause dem Käufer keine fünf Euro mehr aus der Tasche ziehen.

Montage

Thermalright bedient sich bei der Montage wieder einmal am aktuellen Baukasten und stattet den Ultima-90 mit dem variablen Baukastensystem für eine Schraubmontage auf AMD- und Intel-Plattformen samt Backplate aus. Sobald der speziell entwickelte HR-10 Rückseitenkühler den Markt erblickt, wird sich dieser auch zusammen mit dem kompakten Kühler betreiben lassen. Zwar verschont Thermalright den Anwender nicht vor einem Mainboardausbau, überzeugt jedoch anschließend durch ein gelungenes Konzept für einen zügigen Einbau und bombenfesten Halt. Ein kleiner Tipp für die Enthusiasten unter uns: Durch Drehen der Kühlerhalterung lässt sich der Anpressdruck noch verstärken, woduch noch bessere Ergebnisse erzielt werden können. Dies gilt im Übrigen auch für alle anderen Thermalrightmodelle mit dieser Montagevariante.

Zumindest ohne oder nur mit einem 92mm Lüfter ausgestattet, dürfte der Ultima-90 zumindest in ein paar mehr Gehäusen als die großen Tower im 120mm Format unterzubringen sein. Die immer noch immense Bauhöhe von fast 14cm prädestiniert den Kühler aber ebenfalls nur für gängige Desktopsysteme in normalen Midi- oder Bigtowern. Im Gegensatz zum Scythe Ninja mini ist an eine Verwendung in schmalen oder niedrigen Multimediasystemen leider nicht zu denken. Dafür sollte es jedoch nahezu keinerlei Probleme mit umliegenden Bauteilen oder Heatpipekonstruktionen geben, wie sie bei manch anderen Kühlern des Öfteren durchaus vorkommen können.

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