Kleines herbstliches CPU-Kühler-Roundup
Autor: Jörg Sukale
Einleitung
Diesmal haben uns gleich drei neue CPU-Kühler zeitgleich erreicht, welche wir diesmal in einem kleinen Roundup vorstellen. Da wäre zum einen der Silentmaxx FrostBite Pro, der das Sandwichprinzip zusammen mit acht Heatpipes bei einem Non-Tower-Kühler vereint, der Thermalright Ultima-90, der nun mit sechs Heatpipes den Aktualisierungsprozess bei Thermalright auch beim kleinen 92mm-Layout Tower-Kühler fortsetzt und zum anderen der Thermaltake V1, welcher komplett aus Kupfer gefertigt ist und mit seinem innen liegenden rahmenlosen 110mm Lüfter das Erbe des Sonic Towers antreten soll. Wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Kühler jedoch genau liegen, klären wir in unserem kleinen herbstlichen CPU-Kühler-Roundup!
An diesem Punkt möchten wir uns ganz herzlich bei Silentmaxx, Thermalright und Thermaltake für den freundlichen Kontakt und die Bereitstellung der Testmuster bedanken. Alle getesteten Kühler sind beispielsweise ab sofort bei Caseking erhältlich.
Silentmaxx liefert das aktuelle Vorzeigeobjekt der Marke in einem ansprechend gestalteten blauen Pappkarton mit Sichtfenster aus. In der Verpackung finden sich neben dem Kühler samt vorinstalliertem Lüfter eine kleine Tube Wärmeleitpaste, eine ausführliche und gut bebilderte Montageanleitung sowie sämtliches Montagematerial. Aufgrund des PWM-Lüfters, der sich einfach und unkompliziert vom Mainboard steuern lässt, verzichtet man ganz bewusst auf eine separate Lüftersteuerung, die den Kaufpreis weiter nach oben getrieben hätte.
Technische Daten
- Hybrid-Heatpipe-Kühler
- sechs 6mm Heatpipes (effektiv acht)
- Gewicht: 761g (mit Lüfter)
- 120mm Lüfter mit 1600 U/min (Förderleistung: 58m³/h Lautstärke: 19dBA)
- Gesamtmaße(H/B/T): 144,5mm x 140mm x 133mm (ohne Lüfter)
- Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und LGA775 ohne Einschränkungen
Der Kühler im Detail
Die Material- und Verarbeitungsqualität kann beim Silentmaxx FrostBite Pro leider nicht vollends überzeugen. Die unbearbeiteten Kupfer- und Aluminiumelemente verstreuen leider den gleichen billigen Schimmer, wie wir es von deutlich günstigeren Kühlern gewohnt sind. Die Heatpipes sind zwar ordentlich gebogen und auch sauber im Kupferboden eingelassen, jedoch enttäuschen die Aluminiumlamellen durch ihre fehlende Stabilität, was zu unterschiedlichen Abständen zwischen diesen führt. Die Bodenplatte ist jedoch ordentlich plan geschliffen und frei von Unebenheiten.
Das Sandwichprinzip wird bereits bei einigen Towerkühlern eingesetzt, jedoch zeigt Silentmaxx mit dem FrostBite Pro, dass man dieses Prinzip auch bei einem konventionellen Kühler umsetzen kann. Der Vorteil der geringeren Bauhöhe im Vergleich zu Towerkühlern geht dadurch jedoch gänzlich verloren. Der untere Kühlkörper wird dabei durch zwei Heatpipes mit Wärme versorgt, die jedoch aufgrund der U-Biegung effektiv wie vier L-förmige Heatpipes arbeiten. Aufgrund der besonderen Heatpipeanordnung klafft in der Mitte des Kühlkörpers jedoch eine nicht unbedeutend große Lücke, durch die für den Kühler ungenutzte Luft strömen kann. Der Kühlung der umliegenden Bauteile dürfte dies aber zuträglich sein. Dem Kühlkörper über dem Lüfter wird dabei die Abwärme durch vier einzelne Heatpipes zugeführt, welche zusätzlich für die Stabilität des Lamellenkühlkörpers verantwortlich sind. Insgesamt setzt Silentmaxx also sechs Heatpipes ein, die jedoch effektiv wie acht arbeiten, weshalb der FrostBite Pro auch mit acht Heatpipes beworben wird. Der Lamellenabstand wurde dabei recht eng gewählt, jedoch sollte ein Einbrechen der Kühlleistung durch die Sandwichbauweise etwas gedämpft werden, wie wir es beim Sonic Tower von Thermaltake auch feststellen konnten.
Der beigelegte Silentmaxx Silent Fan SF-120/16 ist schon lange im Sortiment der Rheinbacher Silentschmiede zu finden und wird unentkoppelt durch zwei Klammern am unteren Kühlkörper befestigt. Aufgrund des recht vibrationsarmen Laufs treten dabei keine störenden Dröhnfrequenzen auf, die den Lauf negativ beeinflussen würden. Preislich ist der Silentmaxx FrostBite Pro recht hoch angesiedelt und geht aktuell nicht für weniger als 45 Euro über die Ladentheke. Der hohe Materialaufwand, die sechs Heatpipes und der hochwertige Lüfter lassen den Preis aber zumindest teilweise verstehen. Trotzdem hätten wir uns in dem Preissegment eine etwas bessere Qualität gewünscht.
Montage
Für die Montage des Silentmaxx FrostBite Pro ist es erforderlich, das Mainboard auszubauen. Dafür wird der Anwender jedoch mit einer sehr stabilen Montagevariante samt Backplate belohnt, die auch den ängstlichsten und vorsichtigsten Naturen ein Gefühl von Sicherheit beim Transport geben sollte. Nachdem die Backplate mit dem Mainboard verbunden wurde, muss der Kühler lediglich mittels Thumbscrews festgeschraubt werden.
Rund um den Sockel dürften dem FrostBite Pro lediglich sehr hohe Bauteile oder Kühler im Weg sein. Gängige Heatpipekonstruktionen der Hersteller auf verschiedensten Mainboards dürften da jedoch keine Probleme bei der Montage machen. Durch die immense Bauhöhe gilt für den Kühler jedoch das gleiche wie für nahezu alle Tower-Kühler: Der Einbau in sehr engen oder niedrigen Gehäusen wird demnach nicht möglich sein.
Wie üblich wird der Ultima-90 von Thermalright in einer schlichten braunen Pappschachtel ausgeliefert, die vorbildlich ausgepolstert ist. Neben dem nochmals verpackten Kühler befinden sich eine große Tube Wärmeleitpaste, zwei Silikonstreifen zur Lüfterentkoppelung, vier Lüfterklammern zur Montage von einem 92mm oder einem 120mm Lüfter, ein Thermalrightsticker, eine Montageanleitung und eine ganze Menge Montagematerial im Lieferumfang.
Technische Daten
- Hybrid-Heatpipe-Tower-Kühler
- sechs 6mm Heatpipes (effektiv zwölf)
- Gewicht: 460g (ohne Lüfter)
- Gesamtmaße(H/B/T): 139mm x 115mm x 55mm (ohne Lüfter)
- Kompatibilität: Sockel AM2 und LGA775 ohne Einschränkungen / Sockel 754/939/940 mit optionalen „939 Bolt thru kit“
Der Kühler im Detail
Wieder einmal haben wir von Thermalright ein Produkt erhalten, das durch seine erstklassige Qualität überzeugen kann. Sowohl die vernickelten und auf Hochglanz polierten Materialien als auch die erstklassige Verarbeitung machen den Kühler zu einem echten Blickfang. Durch das schlichte und funktionell gestaltete Lamellendesign wirkt der Ultima-90 trotz seiner eher geringen Abmaße erwachsener als der große Bruder IFX-14 mit seinen Lamellen im Flammendesign. Neben der gelungeneren Optik sind die Lamellen aber auch sehr stabil und widerstandsfähig und lassen sich deshalb nur schwer verbiegen. Einen kleinen Kritikpunkt besitzt der Ultima-90 allerdings wie alle anderen Kühler der Edelmarke, denn auch hier ist die Bodenplatte leicht konvex, um angebliche Unebenheiten in vielen Heatspreadern auszugleichen.
Nachdem wir den Scythe Ninja mini bereits vor wenigen Wochen getestet haben, ist der Thermalright Ultima-90 erst der zweite Kühler unterhalb der 120mm-Klasse, der mit sechs Heatpipes bestückt wird. Allerdings setzt dieser auf eine unterschiedliche Anordnung dieser und unterscheidet sich auch in anderen Teilen recht deutlich vom noch kleineren japanischen Konkurrenten. Die sechs U-förmigen Heatpipes liegen dabei allesamt nebeneinander und wurden jeweils leicht versetzt in die Lamellen eingelassen, um eine bessere Verteilung der Abwärme auf die Lamellen zu erzielen. Die Aufgabe der Wärmeabgabe an die Luft übernehmen dann insgesamt 48 Aluminiumlamellen, die sehr eng beieinander stehen und somit entsprechend stark belüftet werden müssen, um effektiv arbeiten zu können.
Bei der Lüftermontage setzt Thermalright wieder auf die bewährten Lüfterklammern, die wir schon vom Ultra-120 eXtreme oder auch HR-01 Plus kennen. Interessanterweise lässt sich sowohl ein 92mm Lüfter als auch ein 120mm Lüfter auf den Kühler montieren, wobei beide Maße nicht optimal platziert wirken, da das 92mm Modell zu klein ist und das 120mm Modell sehr viel Luft ungenutzt über den Kühler hinweg bläst. Aufgrund der nur spärlich vorhandenen Alternativen im 100mm Format und der höchstwahrscheinlich für diese Größe trotzdem passenden 92mm-Lüfterklammern ist es aber verständlich, dass man nicht extra hierfür eine Klammer mitgeliefert hat. Wie wir es von Thermalrightprodukten gewohnt sind, liegt auch der Preis des Ultima-90 für einen Kühler seiner Größe im oberen Bereich. Aktuell sind etwa 45 Euro für den kleinen Six-Heatpipe-Tower-Kühler fällig, was zunächst etwas überteuert wirkt, wenn man bedenkt, dass die größeren und wahrscheinlich leistungsfähigeren HR-01 Plus und Ultra-120 eXtreme aus dem selben Hause dem Käufer keine fünf Euro mehr aus der Tasche ziehen.
Montage
Thermalright bedient sich bei der Montage wieder einmal am aktuellen Baukasten und stattet den Ultima-90 mit dem variablen Baukastensystem für eine Schraubmontage auf AMD- und Intel-Plattformen samt Backplate aus. Sobald der speziell entwickelte HR-10 Rückseitenkühler den Markt erblickt, wird sich dieser auch zusammen mit dem kompakten Kühler betreiben lassen. Zwar verschont Thermalright den Anwender nicht vor einem Mainboardausbau, überzeugt jedoch anschließend durch ein gelungenes Konzept für einen zügigen Einbau und bombenfesten Halt. Ein kleiner Tipp für die Enthusiasten unter uns: Durch Drehen der Kühlerhalterung lässt sich der Anpressdruck noch verstärken, woduch noch bessere Ergebnisse erzielt werden können. Dies gilt im Übrigen auch für alle anderen Thermalrightmodelle mit dieser Montagevariante.
Zumindest ohne oder nur mit einem 92mm Lüfter ausgestattet, dürfte der Ultima-90 zumindest in ein paar mehr Gehäusen als die großen Tower im 120mm Format unterzubringen sein. Die immer noch immense Bauhöhe von fast 14cm prädestiniert den Kühler aber ebenfalls nur für gängige Desktopsysteme in normalen Midi- oder Bigtowern. Im Gegensatz zum Scythe Ninja mini ist an eine Verwendung in schmalen oder niedrigen Multimediasystemen leider nicht zu denken. Dafür sollte es jedoch nahezu keinerlei Probleme mit umliegenden Bauteilen oder Heatpipekonstruktionen geben, wie sie bei manch anderen Kühlern des Öfteren durchaus vorkommen können.
In einer aufwändig schwarz-rot gestalteten Kartonage samt Sichtfenster wird der Thermaltake V1 an die Kunden geliefert. Thermaltake legt dem bereits in der Verpackung strahlenden Vollkupferkühler mit vorinstalliertem 110mm Lüfter eine kleine Tube Wärmeleitpaste, eine Montageanleitung und das benötigte Montagematerial bei. Außerdem befindet sich am Kühler ein kleines Drehpotentiometer, wodurch sich die Lautstärke effektiv senken lässt.
Technische Daten
- Vollkupfer-Heatpipe-Tower-Kühler
- vier 6mm Heatpipes (effektiv vier)
- Gewicht: 637g (mit Lüfter)
- 110mm Lüfter mit 2000 U/min „high“ (Förderleistung: 86,5CFM Lautstärke: 24dBA)
- 110mm Lüfter mit 1300 U/min „low“ (Lautstärke: 16dBA)
- Gesamtmaße(H/B/T): 143mm x 147mm x 92mm (mit Lüfter)
- Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und LGA775 ohne Einschränkungen
Der Kühler im Detail
War die Qualität früher oftmals ein Problemfaktor, bläst Thermaltake mit dem V1 zum Angriff auf etablierte und bekannt gut verarbeitende Firmen wie Scythe oder Thermalright. Der komplett in Kupferglanz gehüllte Kühler ist sowohl was die Materialauswahl als auch die Verarbeitungsqualität betrifft absolute Spitzenklasse. Der ganze Kühlkörper ist dabei auf Hochglanz poliert und sogar der Kühlerboden präsentiert sich ohne Riefen oder Unebenheiten von der besten Seite. Nur die aufgrund der Gewichtsproblematik von Kupfer sehr dünn geratenen Lamellen sollte der Käufer nur mit äußerster Vorsicht berühren, um diese nicht unnötig zu verbiegen.
Wie damals der Sonic Tower unterscheidet sich der V1 sehr stark von allen anderen am Markt erhältlichen Kühlern. Was zunächst sehr verspielt wirkt, erweist sich jedoch im Endeffekt sehr durchdacht und effektiv. Der durch die besondere Form entstandene variable Lamellenabstand sollte es ermöglichen, in einem breiten Einsatzszenario gute bis sehr gute Ergebnisse zu erzielen, da sowohl enge Abstände für starke und weite Abstände für geringe Luftströmungen vorhanden sind. Außerdem sollten die Kupferlamellen für ein geringes Leistungsplus im Vergleich zu vergleichbaren Aluminiumlamellen sorgen. Ganz zu vernachlässigen sind sicherlich auch die minimale Dicke der Lamellen sowie der rahmenlose Lüfter nicht, welcher es ermöglicht, die Luft großflächig vom vorderen Kühlkörper abzusaugen.
Wie wir es oftmals bei Thermaltake schon feststellen mussten, sitzt auch im V1 ein sehr schnell drehender und demnach lauter Lüfter zwischen den beiden kupfernen Kühltürmen. Ebenso wirken die herstellerseitig angegebenen Lautstärkeangaben wieder einmal sehr utopisch und lassen den Glauben an eine verwertbare Lautstärkeangabe der Hersteller selbst abermals verschwinden. Erfreulicherweise hat Thermaltake den Kühler jedoch mit einer kleinen Lüftersteuerung ausgestattet, die es ermöglicht, den Lüfter auf ein einigermaßen erträgliches Niveau zu regulieren. Ein Lüfteraustausch erscheint außerdem zunächst sehr kompliziert, jedoch lässt sich die Lüfterhalterung durch Lösen von vier Schrauben abnehmen, um anschließend den Serienlüfter durch ein eigens gewähltes vom Lüfterrahmen befreites Modell zu ersetzen. Für den Extrembedarf sollte sich auch ein entrahmtes 140mm Modell in den V1 setzen lassen.
Montage
Wie die Qualität war auch die Montage meistens ein Kritikpunkt der Thermaltakekühler. Aber ebenso wie es schon bei der Qualität geschah, zeigt sich der V1 von einer gänzlich anderen Seite und belohnt den Käufer mit einer plattformübergreifenden problemlosen Montage. Während der Kühler bei AMD Systemen mittels Klammerarretierung auf den Prozessor gepresst wird, greift Thermaltake für Intel Systeme auf die mehr oder weniger beliebte und bewährte Pushpin-Technik zurück. Da der Kühler jedoch immens viel Platz im Sockelbereich bietet, sollten die Pushpins auch ungeschickte Naturen vor keine Probleme stellen.
Seitlich nimmt der Thermaltake V1 im oberen Bereich sehr viel Platz ein, weshalb sehr hohe Kühler auf der Northbridge oder den Spannungswandlern je nach Ausrichtung zu Problemen führen können. Andere Probleme sollte es jedoch mit Bauteilen rund um den Prozessorsockel nicht geben. Dafür gilt aber auch hier wieder dieselbe Einschränkung wie für nahezu alle anderen Tower-Kühler auch: In niedrigen oder schmalen Gehäusen hat der Thermaltake V1 nichts zu suchen, wobei dieser immer noch rund 15mm niedriger ausfällt als ein Scythe Mugen oder Thermalright Ultra-120 eXtreme.
Testsystem
- Intel Core 2 Duo E6700
- Asus Striker (Nvidia nForce 680i SLI)
- 2x 1024MB G.Skill DDR-II 800 CL4
- Thermaltake Eureka (abgeklebte Seitenwand)
- Scythe S-FLEX SFF21E variabel gesteuert
- Enermax Liberty 400W mit Scythe S-Flex SFF21E variabel gesteuert
- Gigabyte GV-NX76T256D-RH GeForce 7600GT (im mittleren PCIe Slot)
- Seagate ST3160812AS @ Bitumenbox by NoNoise
Dies ist mittlerweile unser zweites auf dem Core 2 Duo basierendes Testsystem, welches im Vergleich zum alten ein paar kleinere Änderungen erfuhr. Das Herz bildet nun ein Intel Core 2 Duo 6700 mit 4MB L2-Cache und einer von Intel angegebenen TDP von 65 Watt mitsamt dem Asus Striker, welches den Nvidia 680i SLI Chipsatz besitzt. Das Mainboard wird dabei von der hauseigenen Heatpipe-Konstruktion gekühlt und durch drei Temperatursensoren an der North- und Southbridge sowie den oberen Spannungswandlern überwacht. Das Grundgerüst unserer Testplattform stellen weiterhin das Thermaltake Eureka mit abgeklebtem Seitenteil sowie ein modifiziertes Enermax Liberty 400W Netzteil dar. Bei den beiden einzig verbauten Lüftern handelt es sich jeweils um einen Scythe S-Flex SFF21E, welche sich im Netzteil und am Heck des Gehäuses befinden. Dabei drehen diese Lüfter grundsätzlich mit einer konstanten Drehzahl, damit Testergebnisse nicht verfälscht werden können.
Testablauf
Für vergleichbare Ergebnisse ist es erforderlich, einen festgelegten Testablauf strikt einzuhalten. Ab sofort führen wir auch einen noch stärker belastenden Praxistest durch, der auf Basis des UltraSilent-Setups mit zwei Instanzen Prime95 sowie ATITool für 30min durchgeführt wird. Die neuen Werte aus dem Praxistest sind somit nicht mehr mit den alten vergleichbar. (der neue Praxistest wird seit dem 29.12.2007 durchgeführt)
- zweistündige Aufwärmphase durch 3DMark06 Loop + DualPrime
- jeweils 30min Aufheizen mittels DualPrime “large FFT’s”
- Aufzeichnen der CPU-Temperatur durch CoreTemp und Everest Ultimate Edition
- Aufzeichnen der Systemtemperaturen durch AquaSuite für Aquaero
- zehnminütige Abkühlphase
- Wiederholung der letzten vier genannten Punkte
- zum Abschluss: 30min Praxistest mit Prime95 + ATI Tool unter UltraSilent-Settings
- Aufzeichnen sämtlicher Systemtemperaturen während dieses Durchlaufes
Neben den integrierten Temperatursensoren des Prozessors und der Grafikkarte haben wir insgesamt sechs weitere externe geeichte Temperaturfühler am Aqua Computer Aquaero und dem Asus Striker angeschlossen und überwachen diese während des gesamten Testablaufes. Die Raumtemperatur ermitteln wir durch einen Sensor an der Front des Thermaltake Eureka nahe des einzigen Lufteinlasses. Die Gehäusetemperatur ermitteln wir dagegen an zwei unterschiedlichen Punkten. Zum einen sitzt ein Sensor im untersten 5,25“ Schacht und zum anderen sitzt der andere Sensor mittig genau unter dem Deckel des Gehäuses. Die anderen drei Temperatursensoren haben wir an North- und Southbridge sowie die oberen Spannungswandler verteilt.
| [Testeinstellungen] |
[Referenzlüfter] |
Prozessor: 3000MHz @ 1,4V Prozessor: 3000MHz @ 1,4V Prozessor: 2667MHz @ 1,3V Prozessor: 2667MHz @ 1,3V Prozessor: 2133MHz @ 1,05V |
“Performance”: 1000U/min “Performance”: 1200U/min “Performance”: 1400U/min “Performance”: 1600U/min “Performance”: 2000U/min |
In der linken Spalte sind unsere neuen Testeinstellungen aufgelistet. Dabei haben wir verschiedene Lüfterkonfigurationen bei drei verschiedenen Prozessoreinstellungen getestet und können durch die erhöhte Wärmeverlustleistung bei den neuen Testbedingungen die getesteten Produkte besser voneinander abgrenzen.
Die rechte Spalte zeigt dagegen unsere verwendeten Referenzlüfter in den jeweiligen Größen inklusive der entsprechenden Drehzahlen für die einzelnen Testsituationen. Wir haben dabei besonders großen Wert auf eine annährend gleiche Lautstärke der Lüfter in den jeweiligen Einstellungen gelegt.
Nun wollen wir einen Blick auf alle erzielten Testergebnisse werfen. Die grau unterlegten Messwerte entsprechen aufgrund der abweichenden Drehzahlen des CPU-Lüfters dabei nicht unseren standardisierten Testbedingungen und werden nicht in die Kühlercharts eingehen.
- Kühlleistung Aktiv (65Watt und 85Watt WVL)
| Modus | Kühler Lüfter, Drehzahl | delta T CPU / Raum | Temperatur CPU (Raum / Case) |
|---|---|---|---|
OC | Thermaltake V1 120mm Standardlüfter – 2078 U/min (12V) | ||
OC | Thermaltake V1 120mm Standardlüfter – 1200 U/min (91% - Low) | ||
OC | silentmaxx FrostBite Pro (blasend) 120mm Standardlüfter – 1520 U/min (12V) | ||
OC | Thermaltake V1 120mm Standardlüfter – 800 U/min (60% - Low) | ||
OC | Thermalright Ultima-90 Scythe S-Flex SFF21E – 1200 U/min (12V) | ||
OC | Thermalright Ultima-90 Nanoxia FX-09 2200 – 1600 U/min (7,2V) | ||
OC | silentmaxx FrostBite Pro (blasend) 120mm Standardlüfter – 1200 U/min (5,3V) | ||
OC | silentmaxx FrostBite Pro (blasend) Scythe S-Flex SFF21E – 1200 U/min (12V) | ||
OC | silentmaxx FrostBite Pro (saugend) Scythe S-Flex SFF21E – 1200 U/min (12V) | ||
OC | Thermalright Ultima-90 Scythe S-Flex SFF21E – 800 U/min (7,8V) | ||
OC | silentmaxx FrostBite Pro (blasend) 120mm Standardlüfter – 1200 U/min (5,3V) | ||
OC | silentmaxx FrostBite Pro (blasend) Scythe S-Flex SFF21E – 800 U/min (7,8V) | ||
OC | silentmaxx FrostBite Pro (saugend) Scythe S-Flex SFF21E – 800 U/min (7,8V) | ||
OC | Thermalright Ultima-90 Nanoxia FX-09 2200 – 1075 U/min (4,2V) | ||
Standard | Thermaltake V1 120mm Standardlüfter – 800 U/min (60% - Low) | ||
Standard | Thermaltake V1 120mm Standardlüfter – 480 U/min (36% - Low) | ||
Standard | Thermalright Ultima-90 Nanoxia FX-09 2200 – 1075 U/min (4,2V) | ||
Standard | Thermalright Ultima-90 Scythe S-Flex SFF21E – 800 U/min (7,8V) | ||
Standard | silentmaxx FrostBite Pro (blasend) Scythe S-Flex SFF21E – 800 U/min (7,8V) | ||
Standard | silentmaxx FrostBite Pro (saugend) Scythe S-Flex SFF21E – 800 U/min (7,8V) | ||
Standard | Thermalright Ultima-90 Scythe S-Flex SFF21E – 480 U/min (5,2V) | ||
Standard | silentmaxx FrostBite Pro (blasend) Scythe S-Flex SFF21E – 480 U/min (5,2V) | ||
Standard | Thermalright Ultima-90 Nanoxia FX-09 2200 – 640 U/min (2,4V) | ||
Standard | silentmaxx FrostBite Pro (saugend) Scythe S-Flex SFF21E – 480 U/min (5,2V) |
- Kühlleistung Fanless (2133MHz, 1,05V – 35Watt WVL)
| Kühler Lüfter, Drehzahl | delta T CPU / Raum | Temperatur CPU (Raum / Case) |
|---|---|---|
| Thermaltake V1 Case/NT: je S-Flex SFF21E - 500 U/min | ||
| Thermalright Ultima-90 Case/NT: je S-Flex SFF21E - 500 U/min |
- Praxistest 3DMark06 (2667MHz, 1,3V – 65Watt WVL)
| Kühler | Temperaturen CPU / NB / PWM / VGA (Raum / Case) |
|---|---|
| silentmaxx FrostBite Pro (blasend) | |
| silentmaxx FrostBite Pro (saugend) | |
| Thermalright Ultima-90 (92mm Lüfter) | |
| Thermalright Ultima-90 (120mm Lüfter) | |
| Thermaltake V1 |
Die Testergebnisse bescheinigen dem Thermaltake V1 ausgezeichnete Leistungen sowohl mit störend lautem als auch mit leisem und kaum hörbarem Lüfter. Dementsprechend weit vorn wird sich der V1 auch in unsere Kühlercharts einreihen und so einige bekannte große Towerkühler düpieren. Mit einem gewissen Respektabstand liefern sich der FrostBite Pro und der Ultima-90 unter allen Bedingungen einen packenden Kampf. Lediglich mit saugend montiertem Lüfter muss der FrostBite Pro im UltraSilent-Betrieb deutlich zurückstecken. Etwas überraschend führt der V1 außerdem seine ausgezeichneten Leistungen auch im Passivbetrieb fort und liegt hier noch deutlicher vor dem mit sehr eng liegenden Lamellen bestückten Thermalright Ultima-90. Und selbst im Praxistest überzeugt der V1 als einzig getesteter Kühler mit niedrigen Temperaturen auf der Northbridge und den Spannungswandlern. Hier zeigt sich ganz klar der Vorteil des mittig platzierten rahmenlosen Lüfters. Während die Northbridge beim Ultima-90 zwar generell recht heiß wird, bleiben zumindest die Spannungswandler beim Einsatz eines 120mm Lüfters erfreulich kühl. Beim FrostBite Pro sieht das Ganze genau anders aus, wobei die umliegenden Komponenten von einem blasend montierten Lüfter nicht unerheblich mehr profitieren als von einem saugenden Exemplar.
Werfen wir nun einen Blick auf den ersten Teil unserer Kühlercharts.
Kühlercharts Standard Silent |
|
|---|---|
| Thermalright IFX-14 mit HR-10 |
27.1
|
| ZEROtherm Nirvana NV120* |
28.2
|
| Thermaltake V1* |
28.3
|
| Thermalright Ultra-120 eXtreme |
29.5
|
| Thermalright IFX-14 ohne HR-10 |
29.5
|
| Thermalright HR-01 Plus |
30.1
|
| Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 |
30.3
|
| Scythe Ninja Copper |
30.5
|
| Xigmatek HDT-S1283 |
30.6
|
| Scythe Infinity / Mugen |
30.6
|
| Cooler Master Hyper 212 |
31.2
|
| Thermalright Ultima-90 |
31.9
|
| silentmaxx FrostBite (blasend) |
31.9
|
| Enzotech Ultra-X (blasend) |
31.9
|
| Scythe Ninja PLUS Rev.B |
33.8
|
| Scythe Ninja mini |
33.8
|
| OCZ Vendetta |
34.1
|
| Cooler Master GeminII (blasend)** |
35.1
|
| (Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,3V - ca. 65W WVL - Casefan @ 500U/min) | |
Kühlercharts Standard UltraSilent |
|
|---|---|
| Thermaltake V1* |
31.4
|
| Thermalright HR-01 Plus |
33.2
|
| Scythe Ninja Copper |
33.5
|
| Scythe Infinity / Mugen |
33.6
|
| Thermalright IFX-14 mit HR-10 |
34.1
|
| Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 |
34.3
|
| Thermalright IFX-14 ohne HR-10 |
35.5
|
| Scythe Ninja PLUS Rev.B |
35.8
|
| Cooler Master Hyper 212 |
36.2
|
| Thermalright Ultra-120 eXtreme |
36.5
|
| Xigmatek HDT-S1283 |
36.7
|
| Enzotech Ultra-X (blasend) |
37.1
|
| Thermalright Ultima-90 |
38.9
|
| silentmaxx FrostBite (blasend) |
39.9
|
| Scythe Ninja mini |
41.8
|
| Cooler Master GeminII (blasend)** |
42.2
|
| OCZ Vendetta |
42.9
|
| (Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,3V - ca. 65W WVL - Casefan @ 500U/min) | |
Kühlercharts Fanless |
|
|---|---|
| Scythe Ninja Copper |
25.4
|
| Thermalright IFX-14 mit HR-10 |
28.1
|
| Thermalright IFX-14 ohne HR-10 |
28.9
|
| Thermaltake V1* |
29.5
|
| Scythe Ninja PLUS Rev.B |
30.5
|
| Thermalright HR-01 Plus |
32.4
|
| ZEROtherm Nirvana NV120 |
34.1
|
| Scythe Infinity / Mugen |
36.1
|
| Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 |
36.5
|
| Scythe Ninja mini |
40.1
|
| Thermalright Ultra-120 eXtreme |
40.2
|
| Xigmatek HDT-S1283 |
40.8
|
| Cooler Master Hyper 212 |
41.1
|
| Thermalright Ultima-90 |
42.3
|
| OCZ Vendetta |
49.1
|
| (Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,05V - ca. 35W WVL - Casefan @ 500U/min) | |
Wie es die Testergebnisse schon vermuten ließen, setzt sich der Thermaltake V1 genau in das Rudel aus Scythe und Thermalright Kühlern an der Spitze unserer Kühlercharts. Während im Silent-Betrieb nur der mächtige IFX-14 samt HR-10 dem V1 in die Schranken weißen kann, liefert der V1 im UltraSilent-Betrieb einen neuen absoluten Bestwert ab. Der Ultima-90 und der FrostBite Pro müssen sich dagegen mit einem Platz im hinteren Mittelfeld zufrieden geben, wobei diese Positionen bei genauem Betrachten sehr beachtlich sind. Der Ultima-90 liegt zumindest im Silent-Betrieb nur knapp hinter den großen Towerkühlern im 120mm Format, währenddessen der FrostBite Pro einen neuen Bestwert für Kühler im Standardlayout setzt und sich deutlich vor den mit zwei Lüftern bestückten CoolerMaster GeminII in den Windschatten der großen Towerkühler setzen kann. Im Fanless-Betrieb haben wir mit dem Thermaltake V1 zudem einen weiteren Kühler gefunden, der den Scythe Ninja von seinem langjährigen Thron auf den nunmehr nur noch dritten Platz verweist. Die eng liegenden Lamellen und die geringe Größe im Vergleich zu den anderen im Fanless-Betrieb getesteten Kühlern bescheren dem Thermalright Ultima-90 hingegen nur knapp den letzten Platz.
Im zweiten Teil unserer Kühlercharts vergleichen wir die bisher getesteten Kühler bei stärkerer Belüftung und höherer Wärmeverlustleistung. Inwiefern sich dies auf die Reihenfolge auswirkt, zeigen die anschließenden Tabellen.
Kühlercharts OC Performance |
|
|---|---|
| Thermalright IFX-14 mit HR-10 |
29.4
|
| ZEROtherm Nirvana NV120* |
31.2
|
| Thermalright IFX-14 ohne HR-10 |
31.4
|
| Thermaltake V1* |
31.9
|
| Thermalright Ultra-120 eXtreme |
32.5
|
| Scythe Ninja Copper |
32.5
|
| Scythe Infinity / Mugen |
32.6
|
| Thermalright HR-01 Plus |
33.1
|
| Cooler Master Hyper 212 |
33.1
|
| Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 |
34.1
|
| Enzotech Ultra-X (blasend) |
34.2
|
| Xigmatek HDT-S1283 |
34.6
|
| Thermalright Ultima-90 |
34.7
|
| OCZ Vendetta |
35.5
|
| silentmaxx FrostBite (blasend) |
35.9
|
| Scythe Ninja mini |
36.4
|
| Scythe Ninja PLUS Rev.B |
36.8
|
| Cooler Master GeminII (blasend)** |
38.2
|
| (Intel Core 2 Duo E6700 @ 3000MHz 1,4V - ca. 85W WVL - Casefan @ 800U/min) | |
Kühlercharts OC Silent |
|
|---|---|
| Thermalright IFX-14 mit HR-10 |
31.8
|
| ZEROtherm Nirvana NV120* |
33.2
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| Thermalright IFX-14 ohne HR-10 |
33.9
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| Thermaltake V1* |
33.9
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| Scythe Ninja Copper |
34.5
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| Thermalright HR-01 Plus |
35.4
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| Scythe Infinity / Mugen |
35.6
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| Thermalright Ultra-120 eXtreme |
35.6
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| Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 |
36.1
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| Cooler Master Hyper 212 |
36.1
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| Enzotech Ultra-X (blasend) |
36.2
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| Xigmatek HDT-S1283 |
36.6
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| Scythe Ninja PLUS Rev.B |
38.8
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| Thermalright Ultima-90 |
38.9
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| silentmaxx FrostBite (blasend) |
39.9
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| Cooler Master GeminII (blasend)** |
40.2
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| OCZ Vendetta |
40.5
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| Scythe Ninja mini |
41.5
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| (Intel Core 2 Duo E6700 @ 3000MHz 1,4V - ca. 85W WVL - Casefan @ 800U/min) | |
Bei erhöhter Verlustleistung und stärkerer Gehäusebelüftung sieht das Bild ähnlich wie auf der letzten Seite bei veränderten Bedingungen aus. Der Thermaltake V1 liegt in beiden Situationen nur knapp hinter dem IFX-14 ohne HR-10 und kann sich somit auf einen ausgezeichneten zweiten Platz setzen. Für den Thermalright Ultima-90 und den Silentmaxx FrostBite Pro sieht es ebenfalls ähnlich aus, wie schon in den vorherigen Kühlercharts, weshalb wir auf eine nochmalige detaillierte Analyse der Werte verzichten.
Kommen wir nun zur Geräuschentwicklung, die für Viele immer wichtiger wird und gar nicht gering genug sein kann. Die Geräuschentwicklung der Lüfter ist auf jedem der Kühlkörper in etwa gleich und deshalb bewerten wir direkt die Lüfter in Sachen Laufruhe und Geräuschentwicklung. Zur Optimierung der Lautstärke sollten Lüfter allerdings generell noch entkoppelt werden.
Silentmaxx liefert den FrostBite Pro zusammen mit dem schon lange erhältlichen Silent Fan SF-120/16, der jedoch im Vergleich zu den einzeln erhältlichen Lüftern der SF-120 Serie über ein viertes PWM Signalkabel verfügt und darüber vom Mainboard aus gesteuert werden kann. Im 12V Betrieb verrichtet der SF-120/16 seine Arbeit den Drehzahlen entsprechend recht laut und störend. Bereits bei 7V und 1000U/min erreicht der Lüfter jedoch einen angenehmen Status und ist nur noch leicht hörbar. Bei 5V ist der Lüfter bei gerade noch 560U/min hingegen nahezu unhörbar, geht dabei jedoch nicht ganz nebengeräuschfrei zur Sache. Ein minimales Rattern und Schleifen ist bei genauem Hinhören noch zu hören. Insgesamt ist der Silentmaxx SF-120/16 zumindest im unteren Drehzahlbereich ein brauchbarer Silentlüfter.
Ermittelte Daten:
Drehzahl bei 12V: 1550U/min
Drehzahl bei 7V: 1000U/min
Drehzahl bei 5V: 560U/min
Nebengeräusche bei 5V: minimales Rattern und Schleifen
Der transparente LED Lüfter des Thermaltake V1 verfügt über neun anstatt der oftmals sieben vorhandenen Lüfterblätter und kann über ein am Lüfteranschlusskabel befestigtes Potentiometer von rund 2000U/min auf bis zu 1300U/min gedrosselt werden, was in etwa einer Lüfterspannung von 7V entspricht. Oberhalb von 7V ist der Lüfter den Drehzahlen entsprechend schlichtweg zu laut und störend. Durch weiteres Drosseln der Drehzahl lässt sich zwar das Luftrauschen und das Motorjaulen verringern, jedoch beginnt der Lüfter bei rund 1000U/min an zu zischeln, was bei 800U/min in ein deutliches Schleifen übergeht und fortführend alle anderen Lüftergeräusche übertönt. Leider entspricht der Lüfter so ganz und gar nicht der ansonsten tadellosen Vorstellung des V1.
Ermittelte Daten: (Poti auf high)
Drehzahl bei 12V: 2050U/min
Drehzahl bei 7V: 1330U/min
Drehzahl bei 5V: 950U/min
Nebengeräusche bei 5V: leichtes Zischeln
Ermittelte Daten: (Poti auf low)
Drehzahl bei 12V: 1340U/min
Drehzahl bei 7V: 780U/min
Drehzahl bei 5V: 550U/min
Nebengeräusche bei 5V: deutliches Schleifen
Abschließend können wir sagen, dass wir heute drei völlig verschiedene Kühler verglichen haben, die allesamt in Ihren Klassen überzeugen konnten und somit ihre Daseinberechtigung im breit gefächerten CPU-Kühler Sortiment besitzen. Kommen wir nun aber zur genauen Beurteilung der getesteten Kühler…
Silentmaxx FrostBite Pro
Der Silentmaxx FrostBite Pro verlässt unserer Roundup als bisher bester Non-Tower-Kühler und kann durch seine durchdachte Montage, den ordentlichen Lüfter und die gute Belüftung der umliegenden Bauteile auf dem Mainboard überzeugen. Bei der Qualität sehen wir jedoch noch Verbesserungspotential, insbesondere wenn man den recht hoch angesetzten Preis von knapp 50 Euro in die Betrachtung einbezieht. Aufgrund der aber im Vergleich zu gängigen Towerkühlern mit nur unwesentlich größerer Bauhöhe eher schwachen Performance und dem Wegfall des eigentlichen Vorteils der geringen Höhe der Non-Tower-Kühler fällt es allerdings schwer, einen Einsatzort zu finden, in dem der FrostBite Pro klar zu empfehlen ist.
Thermalright Ultima-90
Der Thermalright Ultima-90 stellt die neue Speerspitze unter den kleinformatigen Tower-Kühlern dar. Zu den Vorteilen des Ultima-90 gehören die erstklassige Qualität, die leichtgängige und stabile Montage sowie die ordentlichen Ergebnisse insbesondere im Zusammenspiel mit einem 120mm Lüfter. Letztendlich lässt sich der Ultima-90 aufgrund seines aktuell noch hohen Preises jedoch nur anhand von Kompatibilitätsgründen empfehlen, da es sogar leistungsstärkere und optisch ähnliche Modelle von Thermalright selbst für den annähernd gleichen Preis gibt.
Thermaltake V1
Der Thermaltake V1 ist die große Überraschung in diesem Roundup. Er glänzt mit einer vorbildlichen Qualität, einer sockelübergreifenden einfachen Montage und einer extrem guten Kühlleistung in allen Bereichen. Dabei liegt der V1 teils merklich vor der Armada von Scythe- und Thermalright-Kühlern in unseren Kühlercharts und muss sich nur vom überdimensionalen IFX-14 geschlagen geben. Der eindeutig zu laute und nicht nebengeräuschfreie Lüfter verhindert jedoch die Vergabe unseres Silenthardware Gold Award, weshalb wir uns wünschen, dass Thermaltake auch hier das Verbesserungspotential entdeckt und die Fehler abstellt.
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Diskussion in unserem Forum
Hersteller (Silentmaxx FrostBite Pro)
Hersteller (Thermalright Ultima-90)
Hersteller (Thermaltake V1)
Info zum Beitrag
geschrieben am Freitag, den 26. Oktober 2007 um 21:02 Uhr
Kategorie(n): CPU-Kühler
Tags: 120mm Lüfter, 92mm Lüfter, FrostBite Pro, Silentmaxx, Thermalright, Thermaltake, Top-Flow-Kühler, Tower-Kühler, Ultima-90, V1




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