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Cooler Master Hyper 212

Cooler Master Hyper 212 im Detail

In den typischen Cooler Master-Farben erreicht der Hyper 212 die zahlende Käuferschaft. Der weiß-violette Pappkarton samt Sichtfenster beinhaltet zusätzlich zum Kühler eine mehrsprachige Montageanleitung, eine Tube Wärmeleitpaste, sämtliches Montagematerial sowie eine zusätzliche Lüfterbefestigungsplatte für den optionalen Zwei-Lüfter-Betrieb.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe-Tower-Kühler
  • vier 6mm U-Heatpipes (effektiv acht)
  • Gewicht: 710g (inkl. Lüfter)
  • 120mm PWM-Lüfter mit 2000 U/min (Förderleistung: 69,69CFM Lautstärke: 19dBA)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 160mm x 122mm x 92mm (ohne Lüfter)
  • Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und Sockel478 sowie LGA775 ohne Einschränkungen

Der Kühler im Detail

Wie eh und je kann die Qualität bei Cooler Master durchaus überzeugen. Sowohl die verwendeten Materialien als auch die Verarbeitung liegen auf hohem Niveau, müssen jedoch im Vergleich zu anderen Premiummarken zurückstecken. Die Materialien erstrahlen in einem matten Glanz und versprühen eher einen soliden als edlen Eindruck. Dagegen gibt es verarbeitungstechnisch keinerlei Kritikpunkte, die wohlmöglich sogar zu Einbußen in der Kühlleistung führen könnten. Insbesondere den absolut planen Kupferboden möchten wir deshalb lobend hervorheben.

Im Aufbau findet sich vermutlich die einzige Spur von Extravaganz, die Cooler Master dem Hyper 212 mit dem Doppel-Tower-Design gegeben hat. Im Gegensatz zu Kühlern wie dem Thermaltake Sonic Tower oder auch dem Thermalright IFX-14 dient dieses Design allerdings nicht dazu, die Kühlleistung durch einen zwischen den beiden Türmen platzierten Lüfter zu optimieren. Denn im Falle des Hyper 212 klafft ein etwa 2cm großes Loch zwischen den beiden Kühltürmen, wodurch die Luft wie durch einen Tunnel gepresst werden soll und somit eine vergleichsweise schnelle Wärmeabgabe an die Luft erfolgen soll. Ob dies allerdings die fehlende Kühlfläche ersetzen wird, werden wohl unsere Testergebnisse zeigen müssen. Die fehlenden Lamellen sollen sich zudem auch positiv auf das Gewicht des Kühlers auswirken, der mit 710g allerdings trotz dieser Optimierung ein echtes Schwergewicht ist. Ein Grund dafür ist sicherlich die hohe Lamellendichte, denn mit jeweils 55 Aluminiumlamellen pro Kühlturm besitzt der Cooler Master Hyper 212 eine extrem hohe Lamellenanzahl und einen dementsprechend geringen Lamellenabstand. Neue Rekorde mit langsam drehenden Lüftern dürfte man demnach nicht erwarten können.

Einen weiteren Grund für das recht hohe Gewicht des Hyper 212 dürften die massiven Metallkonstruktionen für die Lüfterbefestigung darstellen. An diesen können dann sogar bis zu zwei Lüfter im Push-Pull-Prinzip angebracht werden und auf Wunsch mit handelsüblichen Vibrationsdämpfern entkoppelt werden. Leider liegt dem Hyper 212 aber wieder ein recht starker PWM-Lüfter bei, der im Normalbetrieb zu laut zur Sache geht. Preislich liegt der Kühler dagegen eher im gemäßigten Bereich für einen 120mm Towerkühler. Bei ansprechenden Leistungen könnte sich der bereits für unter 35 Euro erhältliche Kühler zudem als Preis-Leistungs-Tipp mausern und eine breite Käuferschaft für sich gewinnen.

Montage

Um Kosten zu sparen, verwendet Cooler Master bei fast allen Kühlern ein einheitliches Montageprinzip. Wie bei den bereits ebenfalls getesteten Hyper UC und GeminII geht sowohl bei AMD als auch bei Intelplattformen ein Mainboardausbau mit der Montage einher. Dafür werden am Kühler selbst entsprechende Montagestreben befestigt und anschließend auf den Prozessor gesetzt. Abschließend muss dieser dann etwas umständlich mit Muttern von der Rückseite des Mainboards befestigt werden. Dies stellt keineswegs eine optimale Lösung dar, überzeugt jedoch durch eine gewisse Stabilität, die insbesondere durch die mitgelieferte Backplate für AMD Systeme hergestellt wird.

Inkompatibilität erwarten wir lediglich durch die Bauhöhe von 16cm in engen oder niedrigen Gehäusen. Mit umliegenden Bauteilen dürfte es dafür weitaus weniger Probleme als mit anderen Kühler geben, da der Cooler Master Hyper 212 im unteren Bereich sehr kompakt gebaut und wenig ausladend konstruiert ist. Sehr große Kühler auf Northbridge oder Spannungswandlern können aber auch hier im Weg sein und die Montage letztendlich verhindern.

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