Enzotech Ultra-X/Extreme-X
Autor: Jörg Sukale
Enzotech Ultra-X im Detail
In einer hochwertig gestalteten schwarzen quadratischen Pappschachtel erreicht der Enzotech Ultra-X den Kunden und erlaubt durch ein kleines Sichtfenster einen ersten Blick auf die vier voluminösen 8mm Heatpipes. In der ordentlich gepolsterten Verpackung finden sich dann auch eine Slotblenden-Lüftersteuerung, eine Tube der hochwertigen Wärmeleitpaste Arctic Silver 5 sowie das komplette Montagematerial. Der mitgelieferte Lüfter ist zudem samt Lüftergitter bereits vormontiert.
Technische Daten
- Hybrid-Heatpipe-Kühler
- vier 8mm Heatpipes (effektiv vier)
- Gewicht: 835g (inkl. Lüfter)
- 120mm Lüfter mit 2500 U/min (Förderleistung: 98,6CFM Lautstärke: 43,3dBA)
- Gesamtmaße(H/B/T): 118mm x 148mm x 148mm (mit Lüfter)
- Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und Sockel478 sowieLGA775 ohne Einschränkungen
Der Kühler im Detail
Schon auf den ersten Blick verstrahlt der Enzotech Ultra-X einen kleinen Hauch von Luxus, denn sowohl die Material- als auch die Verarbeitungsqualität gehören zum Besten, was die Computerbranche zu bieten hat. Sei es der spiegelglatte geschmiedete Kupferboden, die sauber mit den Heatpipes verbundenen Aluminiumlamellen, das edle Luftleitblech samt integrierter Bohrungen für einen 120mm Lüfter oder der kleine schwarz eloxierte Aluminiumkühlkörper über dem Kupferboden – nirgendwo findet sich der kleinste Anlass zur Kritik. Selbst die bekannt gut verarbeiteten Kühler aus dem Hause Thermalright und Scythe können sich an der Verarbeitung des Enzotech Ultra-X noch ein kleines Stückchen abschauen.
Wie bei nahezu allen aktuellen CPU-Kühlern wird die Abwärme des Prozessors über eine Kupferbodenplatte aufgenommen und an die vorhandenen Heatpipes abgegeben, um von dort aus blitzschnell den Lamellenkühler zu erreichen. Beim Ultra-X setzt Enzotech auf vier mächtige 8mm Heatpipes, welche die Wärme effektiv an die über 65 Aluminiumlamellen übertragen sollen. Aufgrund der konventionellen Bauform profitiert der Ultra-X jedoch nicht doppelt von den vorhandenen Heatpipes, wie es bei Tower-Kühlern mit u-förmig gebogenen Heatpipes der Fall ist. Neben der Zerstörung des Luftstroms innerhalb des Gehäuses aufgrund der entstehenden Verwirbelungen in der Umgebung des Kühlers stellt dies auch einen nicht unbedeutenden Nachteil der konventionellen Kühler gegenüber den mittlerweile fast üblichen Tower-Kühlern dar. Außerdem dürfte der sehr enge Lamellenabstand zu einem recht starken Abfall der Kühlleistung im Silent-Betrieb führen, da dem montierten Lüfter ein sehr großer Strömungswiderstand entgegenwirkt.
Die Lüfterwahl fiel bei Enzotech auf ein sehr starkes Modell aus dem Hause ADDA, welches wir unter dem Punkt Lautstärke genauer unter die Lupe nehmen wollen. Der bei Lieferung bereits montierte Lüfter wird außerdem von einem schützenden Lüftergitter bedeckt, welches aufgrund der erhöhten Lärmbelästigung jedoch entfernt werden sollte. Für eine Entkoppelung mittels gängiger Vibrationsaufnehmer sind die Schraublöcher zudem zu klein, weshalb eine entkoppelte Montage ohne erhöhten Bastelaufwand nicht realisierbar ist. Dem umfangreichen und hochwertigen Zubehör sowie der erstklassigen Qualität entsprechend liegt der Enzotech Ultra-X im absoluten Premiumbereich und geht bei rund 65 Euro über die Ladentheke. Um einen solchen Preis zu rechtfertigen, müssen aber noch mehr als nur die Qualität und der Lieferumfang vollends überzeugen.
Montage
Während der Ultra-X in AMD Systemen auch ohne Mainboardausbau den richtigen Platz findet, bleibt dem Intelnutzer dieser leider nicht erspart. Dies ist jedoch keineswegs ein Grund Trübsal zu blasen, denn Enzotech hat eine absolut einfache, werkzeuglose und gleichzeitig stabile Konstruktion geschaffen, die man gern auch bei anderen Herstellern sehen würde. Dabei verbannte Enzotech die Schrauben in die Backplate, wodurch nicht nur die Fixierung eben dieser ein Kinderspiel wird. Anschließend kann der Kühler nämlich durch festdrehen von vier Thumbscrews problemlos befestigt werden.
Den wohl größten Inkompatibilitätsfaktor stellen eindeutig die vier voluminösen 8mm Heatpipes dar, die sehr viel Platz benötigen und schon mit sehr kleinen Bauteilen rund um den Sockel in Konflikt geraten können. In Kombination mit unserem Asus Striker Testboard war einzig und allein die Ausrichtung der Heatpipes in Richtung Speichersteckplätze möglich, da die Heatpipes andernfalls mit der Heatpipe-Konstruktion auf dem Mainboard kollidierten. Zumindest in eine Richtung sollte demnach für ausreichend Platz gesorgt werden, damit der Einbau des Enzotech Ultra-X gelingen kann.
Info zum Beitrag
geschrieben am Mittwoch, den 19. Dezember 2007 um 20:20 Uhr
Kategorie(n): CPU-Kühler
Tags: 120mm Lüfter, Enzotech, Extreme-X, Top-Flow-Kühler, Ultra-X




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