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Enzotech Ultra-X/Extreme-X

Einleitung

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Immer mehr Hersteller setzen auf das offensichtlich effektivere Tower-Design für CPU-Kühler. Dass solche so genannten Tower-Kühler die Kühlercharts seriöser Kühlertests dominieren, scheint diese These nur zu unterstützen. Trotzdem wagt sich die neue Edelmarke Enzotech mit dem Ultra-X einen Kühler im konventionellen Design herauszubringen, der ausgestattet mit vier starken 8mm Heatpipes den etablierten Tower-Kühlern das Leben schwer machen soll. Inwiefern es Enzotech gelungen ist, einen leistungsstarken und leisen CPU-Kühler auf die Beine zu stellen, klären wir in unserem heutigen Testbericht!

An diesem Punkt möchten wir uns ganz herzlich bei Caseking für den freundlichen Kontakt und die Bereitstellung des Testmusters bedanken. Der Enzotech Ultra-X CPU-Kühler ist ab sofort bei Caseking erhältlich.

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In einer hochwertig gestalteten schwarzen quadratischen Pappschachtel erreicht der Enzotech Ultra-X den Kunden und erlaubt durch ein kleines Sichtfenster einen ersten Blick auf die vier voluminösen 8mm Heatpipes. In der ordentlich gepolsterten Verpackung finden sich dann auch eine Slotblenden-Lüftersteuerung, eine Tube der hochwertigen Wärmeleitpaste Arctic Silver 5 sowie das komplette Montagematerial. Der mitgelieferte Lüfter ist zudem samt Lüftergitter bereits vormontiert.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe-Kühler
  • vier 8mm Heatpipes (effektiv vier)
  • Gewicht: 835g (inkl. Lüfter)
  • 120mm Lüfter mit 2500 U/min (Förderleistung: 98,6CFM Lautstärke: 43,3dBA)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 118mm x 148mm x 148mm (mit Lüfter)
  • Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und Sockel478 sowieLGA775 ohne Einschränkungen

Der Kühler im Detail

Schon auf den ersten Blick verstrahlt der Enzotech Ultra-X einen kleinen Hauch von Luxus, denn sowohl die Material- als auch die Verarbeitungsqualität gehören zum Besten, was die Computerbranche zu bieten hat. Sei es der spiegelglatte geschmiedete Kupferboden, die sauber mit den Heatpipes verbundenen Aluminiumlamellen, das edle Luftleitblech samt integrierter Bohrungen für einen 120mm Lüfter oder der kleine schwarz eloxierte Aluminiumkühlkörper über dem Kupferboden – nirgendwo findet sich der kleinste Anlass zur Kritik. Selbst die bekannt gut verarbeiteten Kühler aus dem Hause Thermalright und Scythe können sich an der Verarbeitung des Enzotech Ultra-X noch ein kleines Stückchen abschauen.

Wie bei nahezu allen aktuellen CPU-Kühlern wird die Abwärme des Prozessors über eine Kupferbodenplatte aufgenommen und an die vorhandenen Heatpipes abgegeben, um von dort aus blitzschnell den Lamellenkühler zu erreichen. Beim Ultra-X setzt Enzotech auf vier mächtige 8mm Heatpipes, welche die Wärme effektiv an die über 65 Aluminiumlamellen übertragen sollen. Aufgrund der konventionellen Bauform profitiert der Ultra-X jedoch nicht doppelt von den vorhandenen Heatpipes, wie es bei Tower-Kühlern mit u-förmig gebogenen Heatpipes der Fall ist. Neben der Zerstörung des Luftstroms innerhalb des Gehäuses aufgrund der entstehenden Verwirbelungen in der Umgebung des Kühlers stellt dies auch einen nicht unbedeutenden Nachteil der konventionellen Kühler gegenüber den mittlerweile fast üblichen Tower-Kühlern dar. Außerdem dürfte der sehr enge Lamellenabstand zu einem recht starken Abfall der Kühlleistung im Silent-Betrieb führen, da dem montierten Lüfter ein sehr großer Strömungswiderstand entgegenwirkt.

Die Lüfterwahl fiel bei Enzotech auf ein sehr starkes Modell aus dem Hause ADDA, welches wir unter dem Punkt Lautstärke genauer unter die Lupe nehmen wollen. Der bei Lieferung bereits montierte Lüfter wird außerdem von einem schützenden Lüftergitter bedeckt, welches aufgrund der erhöhten Lärmbelästigung jedoch entfernt werden sollte. Für eine Entkoppelung mittels gängiger Vibrationsaufnehmer sind die Schraublöcher zudem zu klein, weshalb eine entkoppelte Montage ohne erhöhten Bastelaufwand nicht realisierbar ist. Dem umfangreichen und hochwertigen Zubehör sowie der erstklassigen Qualität entsprechend liegt der Enzotech Ultra-X im absoluten Premiumbereich und geht bei rund 65 Euro über die Ladentheke. Um einen solchen Preis zu rechtfertigen, müssen aber noch mehr als nur die Qualität und der Lieferumfang vollends überzeugen.

Montage

Während der Ultra-X in AMD Systemen auch ohne Mainboardausbau den richtigen Platz findet, bleibt dem Intelnutzer dieser leider nicht erspart. Dies ist jedoch keineswegs ein Grund Trübsal zu blasen, denn Enzotech hat eine absolut einfache, werkzeuglose und gleichzeitig stabile Konstruktion geschaffen, die man gern auch bei anderen Herstellern sehen würde. Dabei verbannte Enzotech die Schrauben in die Backplate, wodurch nicht nur die Fixierung eben dieser ein Kinderspiel wird. Anschließend kann der Kühler nämlich durch festdrehen von vier Thumbscrews problemlos befestigt werden.

Den wohl größten Inkompatibilitätsfaktor stellen eindeutig die vier voluminösen 8mm Heatpipes dar, die sehr viel Platz benötigen und schon mit sehr kleinen Bauteilen rund um den Sockel in Konflikt geraten können. In Kombination mit unserem Asus Striker Testboard war einzig und allein die Ausrichtung der Heatpipes in Richtung Speichersteckplätze möglich, da die Heatpipes andernfalls mit der Heatpipe-Konstruktion auf dem Mainboard kollidierten. Zumindest in eine Richtung sollte demnach für ausreichend Platz gesorgt werden, damit der Einbau des Enzotech Ultra-X gelingen kann.

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Testsystem

  • Intel Core 2 Duo E6700
  • Asus Striker (Nvidia nForce 680i SLI)
  • 2x 1024MB G.Skill DDR-II 800 CL4
  • Thermaltake Eureka (abgeklebte Seitenwand)
  • Scythe S-FLEX SFF21E variabel gesteuert
  • Enermax Liberty 400W mit Scythe S-Flex SFF21E variabel gesteuert
  • Gigabyte GV-NX76T256D-RH GeForce 7600GT (im mittleren PCIe Slot)
  • Seagate ST3160812AS @ Bitumenbox by NoNoise

Dies ist mittlerweile unser zweites auf dem Core 2 Duo basierendes Testsystem, welches im Vergleich zum alten ein paar kleinere Änderungen erfuhr. Das Herz bildet nun ein Intel Core 2 Duo 6700 mit 4MB L2-Cache und einer von Intel angegebenen TDP von 65 Watt mitsamt dem Asus Striker, welches den Nvidia 680i SLI Chipsatz besitzt. Das Mainboard wird dabei von der hauseigenen Heatpipe-Konstruktion gekühlt und durch drei Temperatursensoren an der North- und Southbridge sowie den oberen Spannungswandlern überwacht. Das Grundgerüst unserer Testplattform stellen weiterhin das Thermaltake Eureka mit abgeklebtem Seitenteil sowie ein modifiziertes Enermax Liberty 400W Netzteil dar. Bei den beiden einzig verbauten Lüftern handelt es sich jeweils um einen Scythe S-Flex SFF21E, welche sich im Netzteil und am Heck des Gehäuses befinden. Dabei drehen diese Lüfter grundsätzlich mit einer konstanten Drehzahl, damit Testergebnisse nicht verfälscht werden können.

Testablauf

Für vergleichbare Ergebnisse ist es erforderlich, einen festgelegten Testablauf strikt einzuhalten. Ab sofort führen wir auch einen noch stärker belastenden Praxistest durch, der auf Basis des UltraSilent-Setups mit zwei Instanzen Prime95 sowie ATITool für 30min durchgeführt wird. Die neuen Werte aus dem Praxistest sind somit nicht mehr mit den alten vergleichbar. (der neue Praxistest wird seit dem 29.12.2007 durchgeführt)

  • zweistündige Aufwärmphase durch 3DMark06 Loop + DualPrime
  • jeweils 30min Aufheizen mittels DualPrime “large FFT’s”
  • Aufzeichnen der CPU-Temperatur durch CoreTemp und Everest Ultimate Edition
  • Aufzeichnen der Systemtemperaturen durch AquaSuite für Aquaero
  • zehnminütige Abkühlphase
  • Wiederholung der letzten vier genannten Punkte
  • zum Abschluss: 30min Praxistest mit Prime95 + ATI Tool unter UltraSilent-Settings
  • Aufzeichnen sämtlicher Systemtemperaturen während dieses Durchlaufes

Neben den integrierten Temperatursensoren des Prozessors und der Grafikkarte haben wir insgesamt sechs weitere externe geeichte Temperaturfühler am Aqua Computer Aquaero und dem Asus Striker angeschlossen und überwachen diese während des gesamten Testablaufes. Die Raumtemperatur ermitteln wir durch einen Sensor an der Front des Thermaltake Eureka nahe des einzigen Lufteinlasses. Die Gehäusetemperatur ermitteln wir dagegen an zwei unterschiedlichen Punkten. Zum einen sitzt ein Sensor im untersten 5,25“ Schacht und zum anderen sitzt der andere Sensor mittig genau unter dem Deckel des Gehäuses. Die anderen drei Temperatursensoren haben wir an North- und Southbridge sowie die oberen Spannungswandler verteilt.

        [Testeinstellungen]
 
        [Referenzlüfter]
 
  • “Performance”: 85Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 3000MHz @ 1,4V
    CPU-Lüfter: deutlich hörbar
    Gehäuselüfter: 800U/min
    Netzteillüfter: 800U/min

  • “Silent 1″: 85Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 3000MHz @ 1,4V
    CPU-Lüfter: kaum hörbar
    Gehäuselüfter: 650U/min
    Netzteillüfter: 800U/min

  • “Silent 2″: 65Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2667MHz @ 1,3V
    CPU-Lüfter: nahezu unhörbar
    Gehäuselüfter: 500U/min
    Netzteillüfter: 500U/min

  • “Ultrasilenrt”: 65Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2667MHz @ 1,3V
    kein CPU-Lüfter vorhanden
    Gehäuselüfter: 500U/min
    Netzteillüfter: 500U/min

  • “Fanless”: 35Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2133MHz @ 1,05V
    kein CPU-Lüfter vorhanden
    Gehäuselüfter: 500U/min
    Netzteillüfter: 500U/min

  • 140mm – Sharkoon 140mm System-Fan M
  • “Performance”: 1000U/min
    “Silent”: 666U/min
    “Ultrasilent”:400U/min
     

  • 120mm – Scythe S-Flex SFF21E
  • “Performance”: 1200U/min
    “Silent”: 800U/min
    “Ultrasilent”:480U/min
     

  • 100mm – Scythe Kaze Jyu Silent
  • “Performance”: 1400U/min
    “Silent”: 925U/min
    “Ultrasilent”:560U/min
     

  • 92mm – Nanoxia FX09 2200
  • “Performance”: 1600U/min
    “Silent”: 1075U/min
    “Ultrasilent”:640U/min
     

  • 80mm – Nanoxia FX08 2200
  • “Performance”: 2000U/min
    “Silent”: 1333U/min
    “Ultrasilent”:800U/min
     


In der linken Spalte sind unsere neuen Testeinstellungen aufgelistet. Dabei haben wir verschiedene Lüfterkonfigurationen bei drei verschiedenen Prozessoreinstellungen getestet und können durch die erhöhte Wärmeverlustleistung bei den neuen Testbedingungen die getesteten Produkte besser voneinander abgrenzen.

Die rechte Spalte zeigt dagegen unsere verwendeten Referenzlüfter in den jeweiligen Größen inklusive der entsprechenden Drehzahlen für die einzelnen Testsituationen. Wir haben dabei besonders großen Wert auf eine annährend gleiche Lautstärke der Lüfter in den jeweiligen Einstellungen gelegt.

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Nun wollen wir einen Blick auf alle erzielten Testergebnisse werfen. Die grau unterlegten Messwerte entsprechen aufgrund der abweichenden Drehzahlen des CPU-Lüfters dabei nicht unseren standardisierten Testbedingungen und werden nicht in die Kühlercharts eingehen.

  • Kühlleistung Aktiv (65Watt und 85Watt WVL)
ModusKühler
Lüfter, Drehzahl
delta T
CPU / Raum
Temperatur
CPU (Raum / Case)
85W
OC
Enzotech Ultra-X (blasend)
120mm Standardlüfter – 2410 U/min (12V)
32,5K
54°C (21,5°C/23,6°C)
85W
OC
Enzotech Ultra-X (blasend)
120mm Standardlüfter – 1530 U/min (7V)
33,5K
55°C (21,5°C/23,2°C)
85W
OC
Enzotech Ultra-X (blasend)
Scythe S-Flex SFF21E - 1200 U/min (12V)
34,2K
56°C (21,8°C/23,7°C)
85W
OC
Enzotech Ultra-X (blasend)
120mm Standardlüfter – 1140 U/min (5V)
34,5K
56°C (21,5°C/23,5°C)
85W
OC
Enzotech Ultra-X (saugend)
Scythe S-Flex SFF21E - 1200 U/min (12V)
35,9K
58°C (22,1°C/26,0°C)
85W
OC
Enzotech Ultra-X (blasend)
Scythe S-Flex SFF21E - 800 U/min (7,8V)
36,2K
58°C (21,8°C/24,1°C)
85W
OC
Enzotech Ultra-X (saugend)
Scythe S-Flex SFF21E - 800 U/min (7,8V)
39,9K
62°C (22,1°C/24,1°C)
65W
Standard
Enzotech Ultra-X (blasend)
Scythe S-Flex SFF21E - 800 U/min (7,8V)
31,9K
54°C (22,1°C/24,7°C)
65W
Standard
Enzotech Ultra-X (blasend)
Scythe S-Flex SFF21E - 480 U/min (5,2V)
37,1K
59°C (21,9°C/24,7°C)
  • Praxistest 3DMark06 (2667MHz, 1,3V – 65Watt WVL)
KühlerTemperaturen
CPU / NB / PWM / VGA (Raum / Case)
Enzotech Ultra-X (blasend)
48°C / 79°C / 65°C / 64°C (21,9°C / 23,8°C)

Die ermittelten Ergebnisse klingen zunächst einmal sehr ordentlich, wobei schon erste Schwächen der serienmäßigen Kühler-Lüfter-Kombination auszumachen sind. Trotz sehr geringem Lamellenabstand kann der Ultra-X den enormen Luftstrom eines derart starken Lüfters nicht wirklich umsetzen und erzielt so nur minimal bessere Temperaturen als bei deutlich schwächerer Belüftung im herunter geregelten Zustand. Bei extrem geringen Drehzahlen im UltraSilent-Betrieb ist allerdings ein sehr starker Abfall der Kühlleistung zu beobachten und außerdem zu einem blasenden Lüfter zu raten, da im saugenden Betrieb doch deutliche Einbußen bei der CPU-Kühlung hinzunehmen sind.

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Werfen wir nun einen Blick auf den ersten Teil unserer Kühlercharts.

Kühlercharts Standard Silent

Thermalright IFX-14 mit HR-10 27.1 
ZEROtherm Nirvana NV120* 28.2 
Thermaltake V1* 28.3 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 29.5 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 29.5 
Thermalright HR-01 Plus 30.1 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 30.3 
Scythe Ninja Copper 30.5 
Xigmatek HDT-S1283 30.6 
Scythe Infinity / Mugen 30.6 
Cooler Master Hyper 212 31.2 
Thermalright Ultima-90 31.9 
silentmaxx FrostBite (blasend) 31.9 
Enzotech Ultra-X (blasend) 31.9 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 33.8 
Scythe Ninja mini 33.8 
OCZ Vendetta 34.1 
Cooler Master GeminII (blasend)** 35.1 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,3V - ca. 65W WVL - Casefan @ 500U/min)

Kühlercharts Standard UltraSilent

Thermaltake V1* 31.4 
Thermalright HR-01 Plus 33.2 
Scythe Ninja Copper 33.5 
Scythe Infinity / Mugen 33.6 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 34.1 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 34.3 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 35.5 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 35.8 
Cooler Master Hyper 212 36.2 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 36.5 
Xigmatek HDT-S1283 36.7 
Enzotech Ultra-X (blasend) 37.1 
Thermalright Ultima-90 38.9 
silentmaxx FrostBite (blasend) 39.9 
Scythe Ninja mini 41.8 
Cooler Master GeminII (blasend)** 42.2 
OCZ Vendetta 42.9 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,3V - ca. 65W WVL - Casefan @ 500U/min)

Kühlercharts Fanless

Scythe Ninja Copper 25.4 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 28.1 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 28.9 
Thermaltake V1* 29.5 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 30.5 
Thermalright HR-01 Plus 32.4 
ZEROtherm Nirvana NV120 34.1 
Scythe Infinity / Mugen 36.1 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 36.5 
Scythe Ninja mini 40.1 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 40.2 
Xigmatek HDT-S1283 40.8 
Cooler Master Hyper 212 41.1 
Thermalright Ultima-90 42.3 
OCZ Vendetta 49.1 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,05V - ca. 35W WVL - Casefan @ 500U/min)

Die Kühlercharts bei geringer Be- und Entlüftung zeigen zunächst das typische Bild. Gegen die etablierten Tower-Kühler hat der Enzotech Ultra-X keine Chance und muss sich mit einem der hinteren Plätze zufrieden geben. Bei genauer Betrachtung fällt jedoch auf, dass der Abstand zum starken Mittelfeld der Tower-Kühler jedoch nur sehr gering ist und der Enzotech Ultra-X als aktuell stärkster Non-Tower-Kühler die vorherige Lücke zumindest etwas schließen konnte.

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Im zweiten Teil unserer Kühlercharts vergleichen wir die bisher getesteten Kühler bei stärkerer Belüftung und höherer Wärmeverlustleistung. Inwiefern sich dies auf die Reihenfolge auswirkt, zeigen die anschließenden Tabellen.

Kühlercharts OC Performance

Thermalright IFX-14 mit HR-10 29.4 
ZEROtherm Nirvana NV120* 31.2 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 31.4 
Thermaltake V1* 31.9 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 32.5 
Scythe Ninja Copper 32.5 
Scythe Infinity / Mugen 32.6 
Thermalright HR-01 Plus 33.1 
Cooler Master Hyper 212 33.1 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 34.1 
Enzotech Ultra-X (blasend) 34.2 
Xigmatek HDT-S1283 34.6 
Thermalright Ultima-90 34.7 
OCZ Vendetta 35.5 
silentmaxx FrostBite (blasend) 35.9 
Scythe Ninja mini 36.4 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 36.8 
Cooler Master GeminII (blasend)** 38.2 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 3000MHz 1,4V - ca. 85W WVL - Casefan @ 800U/min)

Kühlercharts OC Silent

Thermalright IFX-14 mit HR-10 31.8 
ZEROtherm Nirvana NV120* 33.2 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 33.9 
Thermaltake V1* 33.9 
Scythe Ninja Copper 34.5 
Thermalright HR-01 Plus 35.4 
Scythe Infinity / Mugen 35.6 
Thermalright Ultra-120 eXtreme 35.6 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 36.1 
Cooler Master Hyper 212 36.1 
Enzotech Ultra-X (blasend) 36.2 
Xigmatek HDT-S1283 36.6 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 38.8 
Thermalright Ultima-90 38.9 
silentmaxx FrostBite (blasend) 39.9 
Cooler Master GeminII (blasend)** 40.2 
OCZ Vendetta 40.5 
Scythe Ninja mini 41.5 
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 3000MHz 1,4V - ca. 85W WVL - Casefan @ 800U/min)

Mit erhöhter Verlustleistung und stärkerer Belüftung kann der Enzotech Ultra-X schon eher sein Potenzial ausschöpfen und sich sogar vor den ein oder anderen Tower-Kühler setzen. Bisher schaffte es nämlich kein anderer Non-Tower-Kühler in die Regionen eines Scythe Mugen oder Xigmatek HDT S-1283 vorzudringen und sich einen Platz im Mittelfeld unserer aktuellen Kühlercharts zu ergattern. Andere ähnliche Kühler wie der Silentmaxx FrostBite Pro müssen unter den hiesigen Bedingungen nämlich deutlich zurückstecken. Teilweise liegen zwischen diesem und dem Ultra-X nämlich bis zu 4K.

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Kommen wir nun zur Geräuschentwicklung, die für Viele immer wichtiger wird und gar nicht gering genug sein kann. Die Geräuschentwicklung der Lüfter ist auf jedem der Kühlkörper in etwa gleich und deshalb bewerten wir direkt die Lüfter in Sachen Laufruhe und Geräuschentwicklung. Zur Optimierung der Lautstärke sollten Lüfter allerdings generell noch entkoppelt werden.

Der mitgelieferte ADDA Lüfter stellt leider den gleichzeitig ersten richtigen sowie großen Kritikpunkt dar, da angenehmes Arbeiten aufgrund der durchweg vorhandenen Nebengeräusche und dem hohen Drehzahlniveau nahezu unmöglich ist. Dabei übertönt der Lüfter bei über 5V alle Geräusche eines üblichen Silent-PCs durch lautes Luftjaulen sowie prägnante Motor- und Lagergeräusche. Aber auch bei weiterer Reduzierung der Spannung enttäuscht der Lüfter weiterhin durch starke Nebengeräusche in Form von einprägsamem Rattern. In der Serienkonfiguration disqualifiziert sich der Enzotech Ultra-X somit gänzlich für einen leisen Rechner und sollte möglichst mit einem anderen Lüfter betrieben werden.

Ermittelte Daten:

Drehzahl bei 12V: 2410U/min
Drehzahl bei 7V: 1530U/min
Drehzahl bei 5V: 1140U/min
Nebengeräusche bei 5V: lautes Rattern

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Das Erstlingswerk aus dem Hause Enzotech kann im Grunde als gelungener Einstand gefeiert werden, wenn da nicht der laute und unangenehme Lüfter wäre. Denn auf unserer Testplattform stellt der Enzotech Ultra-X den aktuell stärksten Non-Tower-Kühler dar. Außerdem wollen wir für die ausgezeichnete Qualität und die gelungene Montage ein großes Lob aussprechen, welche wir so gern auch bei anderen Herstellern sehen würden. Bleibt allerdings noch der immense Preis von über 60 Euro, welcher einer möglichen Anschaffung im Weg stehen könnte, da es dafür bereits unsere aktuellen Referenzen im Aktiv- (Thermalright IFX-14) sowie Passiv-Betrieb (Scythe Ninja Copper) im Handel gibt. Zusammenfassend können wir also von einem hervorragenden Kühlkörper und einem schwachen Lüfter sprechen, was in der Summe leider nicht so recht passen möchte.

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