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Großes Grafikkartenkühler-Roundup

ZEROtherm GX810 im Detail

Einleitung und Lieferumfang

Schon seit einiger Zeit ist die GX-Reihe des Hauses Zerotherm auf dem Markt zu finden. Einige Reviews bestätigten den vier Kühlern der Reihe gute Ergebnisse, welche wir heute zumindest beim GX810 überprüfen werden. Doch sehen wir uns zuerst die Spezifikationen des Vollkupfer-Kühlers an:

• Größe: 116 x 100 x 32mm (LxBxH)
• Gewicht (inkl. Lüfter): ca. 190g
• Material: Kupfer
• Heatpipes: Kupfer-Heatpipes mit 6mm Durchmesser
• Maße des Lüfters: 70 x 16mm
• Drehzahl: 900 – 2500 U/min +/- 10% (Temperaturgesteuert)

In einer schlichten silbern glänzenden Verpackung findet der GX810 seinen Weg zu uns. Den ersten Blick gewährt uns ein kreisförmiges Guckloch, welches schon von Außen eine gewisse Affinität des Kühlers zu dem früheren Topkühler aus dem Hause Zalman VF900 erkennen lässt. In der Verpackung findet sich danach nur das Nötigste: Montagematerial, Anleitung, Wärmeleitpaste, der Kühler natürlich sowie acht giftgrüne Ram-Kühler, die man von der Firma Zerotherm schon gewohnt ist.

Der Kühler im Detail

Vom Aufbau und der Funktionsweise her erinnert der GX810 recht stark an den VF900, mit der Ausnahme, dass Zalman seinem Kühler zwei Heatpipes spendierte – Zerotherm setzt bei der Wärmeabführung nur auf eine Heatpipe, die kreisförmig um den Lüfter gebogen ist und danach wieder in die Bodenplatte eingefasst wurde. Diese Heatpipe ist auf zwei Drittel der Länge mit vielen kleinen Kupferlamellen verlötet, welche die Wärme an die Umgebungsluft abgegeben sollen. Dabei hilft ihnen der 70mm große Radiallüfter, der die Luft nicht, wie sonst üblich vertikal, sondern horizontal verteilt.

Dieser Lüfter ist nicht nur Orange und leuchtet im Betrieb Rot, er wird sogar durch einen Wärmesensor, der direkt unter der Bodenplatte sitzt, temperaturabhängig gesteuert. Trotzdem ist eine manuelle Lautstärkeregelung über eine externe Lüftersteuerung immer noch möglich.
Bei der Qualität leistet sich der Kühler keine großen Schwächen. Die Bodenplatte ist sauber, plan und poliert, die Lamellen sind regelmäßig an der Heatpipe angebracht und auch der Lötzinnüberschuss hält sich erfreulicherweise in Grenzen. Lediglich das Ende der Heatpipe ist komplett verzinnt – die Frage nach dem Sinn bleibt unbeantwortet. Die einzige Schwäche findet sich an der Einfassung der rechten Lamellen: Diese sind nicht zu 100% direkt an der Heatpipe festgelötet, was durchaus einen negativen Effekt bei der Kühlleistung haben kann.

Montage

Bei der Montage zeigt der Kühler wiederum seine Stärken. Vier Doppelschrauben angezogen, den Kühler aufgesetzt und die Rändelschrauben an der Rückseite festgezogen – schon sitzt der Kühler. Der einzige Nachteil dieser Variante ist, dass sich die Schrauben bei der Demontage ziemlich leicht verkannten lassen und sich das Herausschrauben so etwas schwieriger gestalten kann.

Der Platzbedarf hält sich dank der geringen Bauhöhe des Lüfters sehr in Grenzen. Wie bei vielen Kühlern fällt ein PCI-Slot weg, der nächste kann wieder benutzt werden, sollte aber in der Regel frei bleiben, um den Kühler nicht von der Frischluftzufuhr abzuschneiden.
Der GX810 liefert also sehr solide Leistungen bei der genaueren Betrachtung ab – ob diese sich auch in der Kühlleistung durchziehen, wird sich später im Test zeigen.

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