Großes Grafikkartenkühler-Roundup
Autor: Lars Hanschke
Cooler Master CoolViva Z1 im Detail
Einleitung und Lieferumfang
Mit dem Z1 schickt Coolermaster einen Kühler für die aktuellen Midrange-Karten ins Rennen, welcher die „CoolViva“-Reihe des Gehäuse-Spezialisten um eine lautlose Kühlvariante erweitert. Zu erst wollen wir uns die genauen Spezifikationen des Blau-Silbernen Kühlers ansehen:
• Abmessung: 171×122x58mm (L x B x H)
• Gewicht: ca. 285g
• Material: Kupfer (Bodenplatte), Aluminium (Kühlkörper, Lamellen)
• Lieferumfang: Kühler, Montagematerial, Wärmeleitpaste, Anleitung
• Kompatibilitäten:
• NVIDIA (PCI-E):
- 6600, 6600 GT
- 6800, 6800 LE, 6800 GS, 6800 GT, 6800 XT, 6800 Ultra, 6800 Ultra Extreme
- 7300 GS, 7300 GT
- 7600 GS, 7600 GT, 7800 GS, 7900 GT, 7950 GT
- 8500 GT, 8600 GT, 8600 GTS
• NVIDIA (AGP):
- 6200,7800 GS
• ATI (PCI-E):
- X1300, X1300 Pro
- 1600 Pro, X1600 XT
- 1800 XL AIW
• ATI (AGP):
- X1300, X1300 Pro
- X1600 Pro
In einer leicht zu öffnenden Blisterverpackung mit fragwürdiger Farbgebung kommt der in Blau und Silber gehaltene Kühler daher – gut zu erkennen sind außerdem die acht blauen selbstklebenden Ramkühler.
Der Kühler im Detail
Nach dem Öffnen entnimmt man den in zwei Teile unterteilten Kühlkörper. Beide Kühlkörper sind aus Aluminium gefertigt und lassen keine groben Qualitätsmängel erkennen. Der blaue Kühlkörper, der später auf der Grafikkartenvorderseite zu finden sein wird, verfügt über zahlreiche, üppig gespreizte Kühlfinnen, die zudem etwas geschwungen sind.
Der rückwärtige Kühlkörper hat eine leichte L-Form und besteht aus insgesamt 46 Lamellen. Diese sind zwar am Rand teils etwas ungerade und haben ein wenig Spielraum, machen aber immer noch einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Die Lamellen werden zusätzlich von zwei, ebenfalls aus Aluminium gefertigten Stangen durchzogen, die als Befestigung für den Lüfterrahmen dienen. An ihnen kann bei Bedarf ein 80mm-Lüfter montiert werden um die Kühlleistung zu steigern.
Auf der Innenseite des silbernen Kühlkörpers ist zu dem eine nicht leitende Plastikfolie angeklebt, um den Kontakt zu Grafikkarte zu verhindern und somit einem Kurzschluss vorzubeugen. Dass die Folie etwas schief angeklebt ist wird wohl nur Hobby-Neurotiker stören, soll aber nicht unerwähnt bleiben.
Verbunden sind beide Kühlkörper durch zwei Aluminium-Heatpipes, welche die Wärme von der Bodenplatte zuerst an den blauen Kühlkörper und später an den Lamellen-Kühlkörper abgeben. Letzteres hätte etwas effektiver gestaltet werden können, da die Heatpies sehr nah beieinander liegen und so keine optimale und großflächige Wärmeabgabe möglich ist.
Die große runde Kupferbodenplatte ist ordentlich und sauber verarbeitet. Allerdings verzichtet CoolerMaster auf eine Hochglanzpolitur, weshalb noch kleinere Riefen erkennbar sind und die Bodenplatte nicht als Ersatzspiegel herhalten kann.
Montage
Mit nur vier Federschrauben lässt sich der CoolViva Z1 wirklich kinderleicht montieren. Zwar können nur sieben der acht mitgelieferten Ram-Kühler angebracht werden, was aber aufgrund des umstrittenen Nutzens nicht von großer Bedeutung ist.
Auch die Montage des Lüfters gestaltet sich sehr einfach. Die Lüfterhalterung wird von den Aluminiumstangen geklipst und der Lüfter mit vier Schrauben (oder wie in unserem Falle mit vier Gummientkopplern) befestigt. Zu beachten ist dabei, dass nur Entkoppler benutzt werden können, die auf einer Seite den „Gumminippel“ haben – beidseitige passen nicht.
Leider ragt die Kühlkonstruktion mit unserem 80mm-Referenzlüfter in Standard-Breite knappe 5,3 cm über das PCB der Karte herüber – eine Verwendung im ersten PCI-E-Slot ist somit auf Grund des riesigen Scythe Ninjas ausgeschlossen. So musste die Karte in den zweiten Slot ausweichen, was zu Folge hatte, dass der blaue Kühlkörper auf der Vorderseite kaum Luft zum atmen hatte, da er sehr nah an der Soundkarte lag. Einzig und allein die gelochte PCI-Blende des Zwei-Slot-Kühlers verschaffte dem Kühlkörper etwas Frischluft.
Auch die Position des Lüfters war nicht optimal. Wie auf den Fotos zu sehen, kühlt er zwar hervorragend den Chipsatz des Mainboards, erreicht dort aber sicher nicht die beste Kühlleistung.
Trotz der Inkompatibilitäten, weiß der CoolerMaster-Kühler durch eine denkbar einfache Montage zu überzeugen.
Info zum Beitrag
geschrieben am Freitag, den 28. Dezember 2007 um 13:10 Uhr
Kategorie(n): Grafikkarten-Kühler
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