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Großes Grafikkartenkühler-Roundup

Zalman VNF100 im Detail

Einleitung und Lieferumfang

Die erfolgreichen Jahre des VF900 sind vorbei. Schon lange gibt es keinen Spitzen-Grafikkartenkühler vom Edelhersteller Zalman mehr. Nachdem die betagten passiven Modelle nur noch auf Low- oder Midrange-Grafikkarten zum Einsatz kommen, will Zalman mit dem VNF100 einen passiven Kühler auf dem Markt positionieren, der auch mit hitzigeren Modellen problemlos zurechtkommen soll. Werden wir einen Blick auf die Spezifikationen:

• Maße: 166 x 95x 38.5mm (LxBxH)
• Gewicht: 180g
• Material: Aluminium (Lamellen, Bodenplatte, Vorderer Kühlkörper, Ram-Kühler)
Kupfer (Heatpipes, allerdings vernickelt)

In einem schick designten Pappkarton mit großem Sichtfenster kommt der größtenteils blaue Kühler zu uns. Der Kühler wird quasi als Bausatz geliefert, nur die Lamellen sind mit den Heatpipes verbunden – der Rest wird manuell zusammengesetzt. Sonst liefert Zalman nichts Erwähnenswertes mit: Ram-Kühler, Wärmeleitpaste, Montagematerial und Anleitung sind Standard.

Der Kühler im Detail

Die Funktionsweise weicht etwas von der, anderer Kühler ab. Zwar wird die Wärme von einer (Aluminium!-) Bodenplatte aufgenommen und dann an die Lamellen weitergegeben, trotzdem gibt es beim VNF100 noch einen weiteren Wärmeübergang. Da die Heatpipes in die Halterung der Bodenplatte eingesteckt werden, muss diese Halterung mit Wärmeleitpaste bestrichen werden – bei falscher Anwendung droht eine deutliche Verschlechterung der Kühlleistung. Danach wird die Wärme von den drei vernickelten Kupfer-Heatpipes auf den rückseitig gelegenen Kühlkörper weitergeleitet, wo sie an die Umgebungsluft abgegeben wird.

An der Unterseite des Kühlkörpers verhindern drei Plastikstäbchen den direkten Kontakt mit der Grafikkarte und sorgen für den nötigen Abstand. Die Qualität der Lamellen bewegt sich im sehr guten Bereich, wozu sich die Bodenplatte und auch die Halterungen leider nicht zählen können. Die Bodenplatte ist zwar plan, doch sieht man an den Rändern unschöne Bearbeitungsspuren. Zudem war sie bei Auslieferungszustand nicht ganz sauber – für einen Kühler in diesem Preissegment nicht annehmbar. Den Halterungen und auch der vorderen „Kühlkörper“ (eine kühlende Wirkung erzielt dieser sicher nicht) sind gesandstrahlt und auch nicht zu 100% sauber verarbeitet. Außerdem hätte Zalman die Sandstrahlung noch einmal überdenken sollen – ein glänzendes Finnish hätte deutlich besser zu den vernickelten Heatpies, welche sauber mit den Lamellen verbunden sind, gepasst.

Montage

Die Montage gestaltet sich wie schon beim Auspacken vermutet, etwas schwieriger. Zu erst wir die Bodenplatte mit der entsprechenden Halterung verbunden und auf die Karte geschraubt. Kurios: Zur Fixierung werden die Schrauben in die falsche Richtung gedreht – Absicht oder Zufall?! Danach werden die drei Fassungen für die Heapipes mit Wärmeleitpaste gefüllt, die Heatpipes eingeschoben und der ebenfalls mit Wärmeleitpaste bestrichene vordere Kühlkörper aufgesetzt. Vier Schrauben fixieren das Ganze. Eine Menge Wärmeleitpaste – die zwei von Zalman mitgelieferten Tuben wurden annähernd aufgebraucht.

Da in der vergangenen Zeit passive Kühler aktiv belüftet exzellente Ergebnisse erzielten wird auch der VNF100 mit einem Lüfter bestückt. Dazu wird der 92mm-Referenzlüfter verwendet, der auf Grund seiner Größe allerdings dafür sorgte, dass die Karte in den unteren Slot wandern musste.

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