Scythe Orochi
Autor: Jörg Sukale
Testsystem und Testverfahren
Testsystem
- Intel Core 2 Duo E6700
- Abit AW9D-MAX (Intel i975X) modifiziert mit Enzotech Chipsatzkühlern
- 2x 1024MB G.Skill DDR-II 800 CL4
- Thermaltake Eureka (abgeklebte Seitenwand)
- Scythe S-FLEX SFF21E variabel gesteuert
- Enermax Liberty 400W mit Scythe S-Flex SFF21E variabel gesteuert
- XFX GeForce 8400GS low profil
- Seagate ST3160812AS @ Bitumenbox by NoNoise
Aufgrund der gemachten Erfahrungen wurde das aktuelle Testsystem Anfang 2008 überarbeitet und verbessert. Dabei wurde das sehr hitzige Mainboard gegen ein leichter zu kühlendes Abit AW9D-MAX getauscht, bei welchem die Heatpipekonstruktion aus Kompatibilitätsgründen entfernt wurde. Während die Kühlkörper auf den Spannungswandlern auf ihren Positionen blieben, sitzen auf der North- und Southbridge nun Vollkupferkühler aus dem Hause Enzotech, die trotz ihrer geringen Größe immer noch ausreichende Kraftreserven bieten. Bis auf einen Grafikkartenwechsel blieb das System ansonsten unangetastet und basiert weiterhin auf dem Thermaltake Eureka und dem Enermax Liberty 400W Netzteil. Als Gehäuselüfter wurden zwei Scythe S-Flex SFF21E verbaut (im Heck und im Netzteil), die je nach Testsituation variabel über das Aquaero gesteuert werden. Dabei sind die Drehzahlen der beiden Lüfter bei jedem Test immer konstant, um ein Höchstmaß an Vergleichbarkeit zu erreichen.
Um auch auf konstruktionsbedingte Vor- und Nachteile (Verhalten im Luftstrom, Stellung der Heatpipes) der einzelnen Kühler eingehen zu können, testen wir praxisnah im geschlossenen Gehäuse. Zwar sind die erzielten Messwerte nicht mit anderen Systemen vergleichbar, da allein der Prozessor an sich durch Fertigungsschwankungen und unterschiedlich geformte Heatspreader die Ergebnisse verfälschen kann, jedoch können die von uns erarbeiteten Kühlercharts auf viele ähnliche Systeme übertragen werden.
Die Entlüftung erfolgte während der gesamten Testreihen ausschließlich über die Lüfter im Netzteil und im Heck des Gehäuses. Das löchrige Seitenteil wurde außerdem komplett abgedichtet. Je nach Testsituation konnte somit allein durch die Steuerung der beiden ausblasenden Lüfter ein relativ geordneter und unterschiedlich starker Luftstrom erzeugt werden. Den einzigen Lufteinlass stellte dabei eine Öffnung in der Front des Gehäuses dar.
Zwar zeichnet sich seit einiger Zeit ab, dass die Prozessorhersteller verstärkt darauf achten, stromsparende Produkte auf den Markt zu bringen, jedoch erzielen einzelne Topmodelle immer noch enorme Verlustleistungen, weshalb wir unser Testsetup nach oben hin enorm erweitert haben. Mit 115W Abwärme im Performancemodus werden es unsere Testprobanden also in Zukunft zu Tun bekommen. Gleichzeitig werden die Kühler im Silent- und UltraSilent-Betrieb mit 85W konfrontiert, was aufgrund der stark verringerten Luftbewegung im Gehäuse und am Kühlerkörper selbst, nicht minderschwere Ansprüche stellt. Zu guter Letzt haben wir den semipassiven Betrieb (lediglich die Lüfter im Gehäuse und Netzteil drehen noch) erweitert und testen nun sowohl bei 55W als auch bei 65W mit unterschiedlich starker Entlüftung.
Testablauf
Für vergleichbare Ergebnisse ist es erforderlich, einen festgelegten Testablauf strikt einzuhalten. Nach ausführlichen Belastungstest hat sich Prime95 wieder einmal als am stärksten auslastendes Programm herausgestellt. Aufgrund der großen L2-Cache-Größe setzen wir nun den Test “small FFT’s” ein, der nochmal ein wenig mehr Verlustleistung erzeugt. Auch die in allen Tests verwendete Arctic Ceramique Wärmeleitpaste stellt ein wichtiges Kriterium für die Vergleichbarkeit der Tests untereinander dar.
- zweistündige Aufwärmphase durch 3DMark06 Loop + DualPrime
- jeweils 30min Aufheizen mittels DualPrime “small FFT’s”
- Aufzeichnen der CPU-Temperatur durch CPUTempWatch 1.0.4 und Everest Ultimate Edition
- Aufzeichnen der Systemtemperaturen durch AquaSuite für Aquaero
- zehnminütige Abkühlphase
- Wiederholung der letzten vier genannten Punkte
Für eine optimale Messung der Raum- und Gehäusetemperatur haben wir zwei geeichte Temperatursensoren an das verbaute AquaComputer Aquaero angeschlossen. Die Sensoren wurden dabei an möglichst zugfreien Positionen angebracht, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird. Die Gehäusetemperatur wurden deshalb am 5,25″ Schacht und die Raumtemperatur an der Front des Gehäuses gemessen.
| [Testeinstellungen] |
[Referenzlüfter] |
Prozessor: 3333MHz @ 1,58V Prozessor: 2667MHz @ 1,48V Prozessor: 2667MHz @ 1,48V Prozessor: 2667MHz @ 1,2V Prozessor: 2667MHz @ 1,2V Prozessor: 2667MHz @ 1,3V |
“Performance”: 1000U/min “Performance”: 1200U/min “Performance”: 1400U/min “Performance”: 1600U/min “Performance”: 2000U/min |
In der linken Spalte sind unsere neuen Testeinstellungen aufgelistet. Dabei haben wir verschiedene Lüfterkonfigurationen bei vier verschiedenen Prozessoreinstellungen getestet und können durch die erhöhte Wärmeverlustleistung bei den neuen Testbedingungen die getesteten Produkte besser voneinander abgrenzen.
Die rechte Spalte zeigt dagegen unsere verwendeten Referenzlüfter in den jeweiligen Größen inklusive der entsprechenden Drehzahlen für die einzelnen Testsituationen. Wir haben dabei besonders großen Wert auf eine annährend gleiche Lautstärke der Lüfter in den jeweiligen Einstellungen gelegt.
Info zum Beitrag
geschrieben am Sonntag, den 30. März 2008 um 15:10 Uhr
Kategorie(n): CPU-Kühler
Tags: 140mm Lüfter, Orochi, Scythe, Top-Flow-Kühler, Tower-Kühler




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