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Scythe Orochi

Einleitung

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Nachdem Scythe bereits kurz vor Weihnachten mit der komplett aus Kupfer gefertigten Jubiläumsedition des Scythe Ninja die magische 1000g Marke für Prozessorkühler durchbrochen hatte, schickt Scythe nun das nächste Schwergewicht in den Ring. Der auf den Namen Orochi getaufte Kühler setzt dabei auf gigantische Ausmaße und vereint erstmals einen Top-Flow- mit einem Tower-Kühler. Dabei zielt das Marketing des Riesen allerdings weniger auf Übertakterkreise sondern auf die Riege der Silent-Fans, was der Werbespruch „Ultimate Fanless Cooler, Designed for Total Silence“ auf der Verpackung und der beigelegte lediglich mit 500 U/min drehende 140mm Lüfter deutlich unterstreichen. Können wir diesem vollmundigen Versprechen trauen? Der nachfolgende Testbericht wird die Antwort bringen!

An diesem Punkt möchten wir uns ganz herzlich bei Scythe für den freundlichen Kontakt und die Bereitstellung des Testmusters bedanken. Der Scythe Orochi CPU-Kühler ist ab sofort bei PC-Cooling erhältlich.

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Bereits die sehr große Hochglanzverpackung lassen die enormen Ausmaße des innenliegenden Kühlers erahnen. Neben dem auf den ersten Blick noch größer wirkenden Scythe Orochi finden auch noch ein 140mm Lüfter, eine kleine Tüte Wärmeleitpaste, zwei Lüfterklammern und verschiedene Montagemodule Platz im Lieferumfang.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe-Flex-Kühler
  • zehn 6mm L-Heatpipes (effektiv zehn)
  • Gewicht: 1285g (inkl. Lüfter)
  • 140mm Lüfter mit 500 U/min (Förderleistung: 29,39CFM Lautstärke: 10,8dBA)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 155mm x 194mm x 120mm (ohne Lüfter)
  • Kompatibilität: AMD (Sockel 754 / 939 / 940 / AM2 / AM2+) Intel (Sockel 478 / 775)

Der Kühler im Detail

Leistungsstarke Passivkühler haben im Hause Scythe bereits lange Tradition und stellten nicht umsonst lange die optimalen Lösungen für Unmengen an Silent-PCs dar. Erst mit dem IFX-14 konnte Thermalright die Übermacht brechen und insbesondere bei höheren Verlustleistungen die Krone erringen. Nachdem erst Anfang Dezember letzten Jahres Scythe mit dem Ninja Copper (Cu) den IFX-14 im Passivbetrieb wieder gleichziehen bzw. streckenweise leicht überholen konnte, schicken die japanischen Silentexperten den wohl wahren Nachfolger für die legendäre NCU-Serie ins Rennen. Orochi tauften die Japaner ihren Koloss – was übersetzt mächtige Schlange bedeutet – und ernteten bereits vor der Veröffentlichung von ersten Testberichten Lob und Kritik von allen Seiten. Insbesondere das Design, die Größe und ganz speziell das hohe Gewicht lag den meisten potentiellen Anwendern dabei unwohl im Magen.

Um die hochgesetzten Ziele erreichen zu können, geht Scythe beim Orochi einen neuen Weg und kombiniert einen Top-Flow- mit einem Tower-Kühler zu einem – von uns genannten – Flex-Kühler. Dabei sorgen zehn Heatpipes für den Wärmetransport vom Prozessor zu den insgesamt 38 Aluminiumlamellen, welche in einem für den Passivbetrieb optimierten Lamellenabstand von knapp über 4mm zueinander stehen. Da zehn 6mm Heatpipes unmöglich in einer Ebene auf der Kupferbodenplatte Platz finden, sind diese auf zwei Etagen verteilt. Die Effektivität der oberen Heatpipes dürfte allerdings weit geringer ausfallen als die der untersten Reihe. Durch die großflächig verteilten Heatpipes auf dem Lamellenkühlkörper sollte allerdings in diesem Bereich eine sehr gute Wärmeabgabe garantiert sein. Außerdem wollen wir einen nicht minder wichtigen Fakt des besondere Flex-Designs nicht unbeachtet lassen, denn durch die besondere Form kann der Orochi auch bei liegendem Mainboard im passiven Betrieb seine volle Leistung entfalten, da anders als bei Tower-Kühlern die erwärmte Luft nach oben durch die Lamellen steigen kann.

Wie wir es von Scythe bereits gewohnt sind, überzeugt auch der neueste Spross mit einer ausgezeichneten Qualität. Sowohl die Materialien als auch die Verarbeitung müssen den Vergleich zu anderen Premiumprodukten nicht scheuen, auch wenn die unbehandelten Kupferheatpipes, aufgrund der Gefahr anzulaufen, bei manchen Anwendern nicht gern gesehen werden. Die vernickelten Kupferböden, mit denen Scythe ihr komplettes Sortiment innerhalb weniger Monate ausgestattet hat, können jedoch als Vorzeigeobjekte angesehen werden. Neben dem Anlaufschutz durch die Vernickelung kann sich der Anwender auch über eine absolut plane und leicht zu reinigende Bodenfläche freuen.

Das Konzept des Scythe Orochi soll nicht nur eine hohe Kühlleistung im Passivbetrieb, sondern auch die Verwendung des Kühlers als Top-Flow- oder Tower-Kühler ermöglichen. Die Top-Flow-Variante erfordert jedoch ein sehr großes Gehäuse, da der Orochi in der Konfiguration bereits stolze 18cm ohne Mainboard und Prozessor misst. Die Lüftermontage erfolgt mit den von anderen Scythe-Kühlern bekannten Lüfterklammern, die einen ziemlich hohen Kraftaufwand und etwas Übung erfordern, damit die Montage schnell und zügig von Statten geht. Preislich ist der Orochi erwartungsgemäß recht hoch angesiedelt und geht aktuell für knapp unter 60 Euro über die Ladentheke.

Montage

Der Scythe Orochi kann auf allen aktuellen und leicht angestaubten AMD- (754 / 939 / 940 / AM2 / AM2+) und Intel- (478 / 775) Plattformen montiert werden. Der Montageaufwand für AMD-Systeme begrenzt sich dabei lediglich auf das Festschrauben des AMD-Montagemoduls und des anschließenden Einhaken in das vorhandene Retentionmodul des Mainboards. Diese Variante dürfte allerdings Einiges an Skepsis hervorrufen, da der über 1000g schwere Orochi lediglich an zwei kleinen Kunststoffnasen hängt. Eigene Tests und die AMD-Spezifikation, dass das Retentionmodul über 30kg halten können muss, lassen diese Skepsis jedoch zumindest bei uns verfliegen.

Auf unserer Sockel 775 Testplattform war dagegen ein vergleichsweise höherer Montageaufwand gefordert. Hier muss zusätzlich noch ein Metallretentionmodul samt Backplate am Mainboard befestigt werden, was im Endeffekt jedoch eine absolut stabile Montagelösung darstellt. Wer den Orochi noch auf dem alten Sockel 478 montieren möchte, kann sich jedoch über einen ähnlich geringen Montageaufwand wie bei AMD-Systemen freuen, da bereits ein standardmäßig vorhandenes Retentionmodul vorhanden ist, in welches der Riese lediglich eingehakt werden muss.

Inkompatibilitäten dürften in Verbindung mit dem Scythe Orochi durchaus öfters auftreten. Insbesondere die enorme Größe kann dabei der entscheidende Faktor sein, der den Einbau des Orochi in kompakten Gehäusen oder auch bei großen RAM-Kühlern verhindert. Aber auch größere Bauteile rund um den Sockel (darunter zählen auch Kondensatoren) und bereits angebrachte Rückseitenkühler bei einigen Mainboards aus dem Hause Asus und Gigabyte sind mögliche Fehlerquellen. Wer also mit dem Kauf des Scythe Orochi liebäugelt, sollte sich vorher genau informieren, ob der Einbau des Kühlers möglich ist.

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Testsystem

  • Intel Core 2 Duo E6700
  • Abit AW9D-MAX (Intel i975X) modifiziert mit Enzotech Chipsatzkühlern
  • 2x 1024MB G.Skill DDR-II 800 CL4
  • Thermaltake Eureka (abgeklebte Seitenwand)
  • Scythe S-FLEX SFF21E variabel gesteuert
  • Enermax Liberty 400W mit Scythe S-Flex SFF21E variabel gesteuert
  • XFX GeForce 8400GS low profil
  • Seagate ST3160812AS @ Bitumenbox by NoNoise

Aufgrund der gemachten Erfahrungen wurde das aktuelle Testsystem Anfang 2008 überarbeitet und verbessert. Dabei wurde das sehr hitzige Mainboard gegen ein leichter zu kühlendes Abit AW9D-MAX getauscht, bei welchem die Heatpipekonstruktion aus Kompatibilitätsgründen entfernt wurde. Während die Kühlkörper auf den Spannungswandlern auf ihren Positionen blieben, sitzen auf der North- und Southbridge nun Vollkupferkühler aus dem Hause Enzotech, die trotz ihrer geringen Größe immer noch ausreichende Kraftreserven bieten. Bis auf einen Grafikkartenwechsel blieb das System ansonsten unangetastet und basiert weiterhin auf dem Thermaltake Eureka und dem Enermax Liberty 400W Netzteil. Als Gehäuselüfter wurden zwei Scythe S-Flex SFF21E verbaut (im Heck und im Netzteil), die je nach Testsituation variabel über das Aquaero gesteuert werden. Dabei sind die Drehzahlen der beiden Lüfter bei jedem Test immer konstant, um ein Höchstmaß an Vergleichbarkeit zu erreichen.

Um auch auf konstruktionsbedingte Vor- und Nachteile (Verhalten im Luftstrom, Stellung der Heatpipes) der einzelnen Kühler eingehen zu können, testen wir praxisnah im geschlossenen Gehäuse. Zwar sind die erzielten Messwerte nicht mit anderen Systemen vergleichbar, da allein der Prozessor an sich durch Fertigungsschwankungen und unterschiedlich geformte Heatspreader die Ergebnisse verfälschen kann, jedoch können die von uns erarbeiteten Kühlercharts auf viele ähnliche Systeme übertragen werden.

Die Entlüftung erfolgte während der gesamten Testreihen ausschließlich über die Lüfter im Netzteil und im Heck des Gehäuses. Das löchrige Seitenteil wurde außerdem komplett abgedichtet. Je nach Testsituation konnte somit allein durch die Steuerung der beiden ausblasenden Lüfter ein relativ geordneter und unterschiedlich starker Luftstrom erzeugt werden. Den einzigen Lufteinlass stellte dabei eine Öffnung in der Front des Gehäuses dar.

Zwar zeichnet sich seit einiger Zeit ab, dass die Prozessorhersteller verstärkt darauf achten, stromsparende Produkte auf den Markt zu bringen, jedoch erzielen einzelne Topmodelle immer noch enorme Verlustleistungen, weshalb wir unser Testsetup nach oben hin enorm erweitert haben. Mit 115W Abwärme im Performancemodus werden es unsere Testprobanden also in Zukunft zu Tun bekommen. Gleichzeitig werden die Kühler im Silent- und UltraSilent-Betrieb mit 85W konfrontiert, was aufgrund der stark verringerten Luftbewegung im Gehäuse und am Kühlerkörper selbst, nicht minderschwere Ansprüche stellt. Zu guter Letzt haben wir den semipassiven Betrieb (lediglich die Lüfter im Gehäuse und Netzteil drehen noch) erweitert und testen nun sowohl bei 55W als auch bei 65W mit unterschiedlich starker Entlüftung.

Testablauf

Für vergleichbare Ergebnisse ist es erforderlich, einen festgelegten Testablauf strikt einzuhalten. Nach ausführlichen Belastungstest hat sich Prime95 wieder einmal als am stärksten auslastendes Programm herausgestellt. Aufgrund der großen L2-Cache-Größe setzen wir nun den Test “small FFT’s” ein, der nochmal ein wenig mehr Verlustleistung erzeugt. Auch die in allen Tests verwendete Arctic Ceramique Wärmeleitpaste stellt ein wichtiges Kriterium für die Vergleichbarkeit der Tests untereinander dar.

  • zweistündige Aufwärmphase durch 3DMark06 Loop + DualPrime
  • jeweils 30min Aufheizen mittels DualPrime “small FFT’s”
  • Aufzeichnen der CPU-Temperatur durch CPUTempWatch 1.0.4 und Everest Ultimate Edition
  • Aufzeichnen der Systemtemperaturen durch AquaSuite für Aquaero
  • zehnminütige Abkühlphase
  • Wiederholung der letzten vier genannten Punkte

Für eine optimale Messung der Raum- und Gehäusetemperatur haben wir zwei geeichte Temperatursensoren an das verbaute AquaComputer Aquaero angeschlossen. Die Sensoren wurden dabei an möglichst zugfreien Positionen angebracht, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird. Die Gehäusetemperatur wurden deshalb am 5,25″ Schacht und die Raumtemperatur an der Front des Gehäuses gemessen.

        [Testeinstellungen]
 
        [Referenzlüfter]
 
  • “Performance”: 115Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 3333MHz @ 1,58V
    CPU-Lüfter: deutlich hörbar
    Gehäuselüfter: 800U/min
    Netzteillüfter: 800U/min

  • “Silent”: 85Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2667MHz @ 1,48V
    CPU-Lüfter: kaum hörbar
    Gehäuselüfter: 650U/min
    Netzteillüfter: 800U/min

  • “Ultrasilent”: 85Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2667MHz @ 1,48V
    CPU-Lüfter: nahezu unhörbar
    Gehäuselüfter: 500U/min
    Netzteillüfter: 500U/min

  • “Fanless 1″: 55Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2667MHz @ 1,2V
    kein CPU-Lüfter vorhanden
    Gehäuselüfter: 500U/min
    Netzteillüfter: 500U/min

  • “Fanless 2″: 55Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2667MHz @ 1,2V
    kein CPU-Lüfter vorhanden
    Gehäuselüfter: 650U/min
    Netzteillüfter: 650U/min

  • “Fanless 3″: 65Watt Verlustleistung
  • Prozessor: 2667MHz @ 1,3V
    kein CPU-Lüfter vorhanden
    Gehäuselüfter: 500U/min
    Netzteillüfter: 500U/min

  • 140mm – Sharkoon 140mm System-Fan M
  • “Performance”: 1000U/min
    “Silent”: 666U/min
    “Ultrasilent”:400U/min
     

  • 120mm – Scythe S-Flex SFF21E
  • “Performance”: 1200U/min
    “Silent”: 800U/min
    “Ultrasilent”:480U/min
     

  • 100mm – Scythe Kaze Jyu Silent
  • “Performance”: 1400U/min
    “Silent”: 925U/min
    “Ultrasilent”:560U/min
     

  • 92mm – Nanoxia FX09 2200
  • “Performance”: 1600U/min
    “Silent”: 1075U/min
    “Ultrasilent”:640U/min
     

  • 80mm – Nanoxia FX08 2200
  • “Performance”: 2000U/min
    “Silent”: 1333U/min
    “Ultrasilent”:800U/min
     


In der linken Spalte sind unsere neuen Testeinstellungen aufgelistet. Dabei haben wir verschiedene Lüfterkonfigurationen bei vier verschiedenen Prozessoreinstellungen getestet und können durch die erhöhte Wärmeverlustleistung bei den neuen Testbedingungen die getesteten Produkte besser voneinander abgrenzen.

Die rechte Spalte zeigt dagegen unsere verwendeten Referenzlüfter in den jeweiligen Größen inklusive der entsprechenden Drehzahlen für die einzelnen Testsituationen. Wir haben dabei besonders großen Wert auf eine annährend gleiche Lautstärke der Lüfter in den jeweiligen Einstellungen gelegt.

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Nun wollen wir einen Blick auf alle erzielten Testergebnisse werfen. Die Messwerte sind dabei in Aktiv- und Passivbetrieb unterteilt. In den jeweiligen Tabellen findet außerdem noch eine weitere Unterteilung in die einzelnen Testsettings statt.

  • Kühlleistung Aktivbetrieb (85W und 115W Verlustleistung)
ModusKühler
Lüfter, Drehzahl
delta T
CPU / Raum
Temperatur
CPU (Raum / Case)
115W
Performance
Scythe Orochi (vertikal/PC liegend)
Scythe S-Flex SFF21E - 1200 U/min (12V)
52,8K
75°C (22,2°C/24,1°C)
115W
Performance
Scythe Orochi (horizontal)
Scythe S-Flex SFF21E - 1200 U/min (12V)
54,2K
76°C (21,8°C/27,9°C)
85W
Silent
Scythe Orochi (vertikal/PC liegend)
Scythe S-Flex SFF21E - 800 U/min (7,8V)
41,8K
64°C (22,2°C/23,9°C)
85W
Silent
Scythe Orochi (horizontal)
Scythe S-Flex SFF21E - 800 U/min (7,8V)
42,2K
64°C (21,8°C/27,7°C)
85W
Silent
Scythe Orochi (vertikal)
Scythe S-Flex SFF21E - 800 U/min (7,8V)
46,2K
68°C (21,8°C/26,2°C)
85W
Silent
Scythe Orochi (horizontal)
140mm Standardlüfter - 450 U/min (12V)
46,2K
68°C (21,8°C/29,6°C)
85W
Silent
Scythe Orochi (horizontal)
140mm Standardlüfter – 300 U/min (7,8V)
49,9K
72°C (22,1°C/28,1°C)
85W
UltraSilent
Scythe Orochi (horizontal)
Scythe S-Flex SFF21E - 480 U/min (5,2V)
49,2K
71°C (21,8°C/29,2°C)
85W
UltraSilent
Scythe Orochi (horizontal)
140mm Standardlüfter - 400 U/min (10,2V)
50,1K
72°C (21,9°C/28,5°C)
85W
UltraSilent
Scythe Orochi (vertikal/PC liegend)
Scythe S-Flex SFF21E - 480 U/min (5,2V)
51,8K
74°C (22,2°C/26,2°C)
85W
UltraSilent
Scythe Orochi (vertikal)
Scythe S-Flex SFF21E - 480 U/min (5,2V)
53,2K
75°C (21,8°C/27,7°C)
  • Kühlleistung Passivbetrieb (55W und 65W Verlustleistung)
ModusKühler
Lüfter, Drehzahl
delta T
CPU / Raum
Temperatur
CPU (Raum / Case)
55W
Fanless 1
Scythe Orochi
Case/NT: je S-Flex SFF21E - 500 U/min
34,2K
56°C (21,8°C/25,8°C)
55W
Fanless 1
Scythe Orochi
Case/NT: je S-Flex SFF21E - 500 U/min
36,9K
59°C (22,1°C/26,6°C)
55W
Fanless 2
Scythe Orochi
Case/NT: je S-Flex SFF21E - 650 U/min
28,2K
50°C (21,8°C/24,2°C)
55W
Fanless 2
Scythe Orochi
Case/NT: je S-Flex SFF21E - 650 U/min
34,2K
56°C (21,8°C/24,2°C)
65W
Fanless 3
Scythe Orochi
Case/NT: je S-Flex SFF21E - 500 U/min
44,2K
66°C (21,8°C/26,4°C)
65W
Fanless 3
Scythe Orochi
Case/NT: je S-Flex SFF21E - 500 U/min
46,9K
69°C (22,1°C/27,3°C)
  • Kühlleistung Sockelumgebung (85W Verlustleistung – Silentsetup)
Kühlerdelta T
CPU / Raum
delta T
PWM(oben)/Raum
delta T
PWM(links)/Raum
Scythe Orochi
46,2K
43,2K
28,2K
Scythe Orochi
42,2K
40,4K
32,7K

Der Scythe Orochi durchläuft bis auf eine Ausnahme unseren kompletten Testlauf ohne Ausfall und kühlt unseren Prozessor auf ausreichend niedrige Temperaturen. Dabei wird schon hier klar, dass die Passivleistung wohl die Vorzeigeseite des Orochi darstellen wird. Da wir auch die Möglichkeit hatten, den Kühler neben der horizontalen Einbaurichtung auch vertikal zu verbauen, haben wir diesen selbstverständlich auch unter diesen Bedingungen getestet. Dabei wurde allerdings klar, dass die Transferleistung der Heatpipes gegen die Schwerkraft bei hoher Verlustleistung im vertikalen Betrieb stark einbricht und trotz schlechterer direkter Entlüftung durch den Lüfter im Netzteil die besseren Ergebnisse im horizontalen Aufbau erzielt wurden. Erst bei liegendem PC zahlt sich die etwas bessere Entlüftung durch den Lüfter im Heck des Gehäuses im vertikalen Betrieb aus. Bei bis zu 65W Verlustleistung in unseren Passivtests scheinen die Heatpipes des Orochi im vertikalen Betrieb jedoch noch ausreichend gut zu funktionieren, weshalb hier im vertikalen Betrieb bessere Werte erzielt werden konnten.

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Anschließend folgen nun unsere Kühlercharts für den semipassiven Betrieb unter drei verschiedenen Testbedingungen.

CPU-Kühler Charts 55W (Fanless 1)

Scythe Orochi (vertikal) 34.2 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 36.2 
Scythe Orochi (horizontal) 36.9 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 37.2 
Scythe Ninja Cu 37.5 
Scythe Ninja 2 38.8 
Cooler Master Hyper Z600 38.9 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 40.5 
Xigmatek Thor's Hammer S126384 43.1 
Scythe Mugen 2 43.5 
Noctua NH-U12P 43.8 
Prolimatech Megahalems 45.0 
Scythe Mugen 45.2 
Cooler Master V8 46.3 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 55.5 
Zalman CNPS10X Extreme 55.7 
EKL Alpenföhn Groß Clockner nicht bestanden
Gigabyte G-Power Pro II nicht bestanden
Sunbeam Core-Contact Freezer nicht bestanden
Thermalright TRUE BLACK 120 nicht bestanden
Xigmatek Achilles S1284 nicht bestanden
Xigmatek RED SCORPION-S1283 nicht bestanden
ZEROtherm FZ120 nicht bestanden
Zalman CNPS9900 LED nicht bestanden
Δ-T zwischen gemessener Raum- und Kerntemperatur in Kelvin - weniger ist besser
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,2V - ca. 55W WVL - Casefan @ 500U/min)

Bereits in den ersten Kühlercharts zeigt sich die Stärke des Scythe Orochi im semipassiven Betrieb. Dabei kann er im vertikalen Betrieb eine neue Bestmarke setzen, was darauf schließen lässt, dass die Heatpipes bei moderater Verlustleistung auch noch in der ungünstigen Ausrichtung gut funktionieren und der Luftstrom des hinteren Gehäuselüfter perfekt genutzt wird.

CPU-Kühler Charts 55W (Fanless 2)

Scythe Orochi (vertikal) 28.2 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 31.2 
Scythe Ninja Cu 31.5 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 32.5 
Scythe Ninja 2 32.8 
Cooler Master Hyper Z600 32.9 
Scythe Mugen 2 33.5 
Scythe Orochi (horizontal) 34.2 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 34.9 
Xigmatek Thor's Hammer S126384 35.1 
Noctua NH-U12P 35.6 
Prolimatech Megahalems 35.9 
Scythe Mugen 36.1 
Cooler Master V8 40.5 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 42.5 
EKL Alpenföhn Groß Clockner 45.2 
Zalman CNPS10X Extreme 45.7 
Sunbeam Core-Contact Freezer 45.7 
Xigmatek Achilles S1284 45.8 
Thermalright TRUE BLACK 120 46.8 
Xigmatek RED SCORPION-S1283 49.2 
Gigabyte G-Power Pro II 49.8 
ZEROtherm FZ120 50.5 
Zalman CNPS9900 LED 55.9 
Xigmatek Nepartak S983 60.8 
Δ-T zwischen gemessener Raum- und Kerntemperatur in Kelvin - weniger ist besser
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,2V - ca. 55W WVL - Casefan @ 650U/min)

Bei schneller drehenden Gehäuse- und Netzteillüfter kann sich der Orochi im vertikalen Betrieb immer noch an der Spitze halten. Im horizontalen Betrieb fällt die Kühlleistung allerdings ein wenig ab, da der Scythe Ninja Cu und im Besonderen der Thermalright IFX-14 von der stärkeren Entlüftung profitieren können.

CPU-Kühler Charts 65W (Fanless 3)

Scythe Orochi (vertikal) 44.2 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 46.5 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 47.5 
Scythe Ninja Cu 47.5 
Cooler Master Hyper Z600 48.9 
Scythe Orochi (horizontal) 49.2 
Scythe Ninja 2 49.5 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 51.5 
Prolimatech Megahalems 53.9 
Scythe Mugen 2 54.5 
Xigmatek Thor's Hammer S126384 55.1 
Cooler Master V8 58.5 
EKL Alpenföhn Groß Clockner nicht bestanden
Gigabyte G-Power Pro II nicht bestanden
Noctua NH-U12P nicht bestanden
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 nicht bestanden
Scythe Mugen nicht bestanden
Sunbeam Core-Contact Freezer nicht bestanden
Thermalright TRUE BLACK 120 nicht bestanden
Xigmatek Achilles S1284 nicht bestanden
Xigmatek RED SCORPION-S1283 nicht bestanden
ZEROtherm FZ120 nicht bestanden
Zalman CNPS9900 LED nicht bestanden
Zalman CNPS10X Extreme nicht bestanden
Δ-T zwischen gemessener Raum- und Kerntemperatur in Kelvin - weniger ist besser
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,3V - ca. 65W WVL - Casefan @ 500U/min)

Nahezu unverändert sieht auch das Bild bei 65W Verlustleistung aus. Im vertikalen Betrieb liegt der Orochi vorn, während er im horizontalen Betrieb knapp hinter den bisherigen Spitzenreitern aus dem eigenen Hause und der Edelschmiede Thermalright liegt. Im hinteren Feld gab es jedoch zwei Ausfälle zu beklagen. Denn sowohl mit dem Scythe Mugen als auch mit dem Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 konnte kein stabiler Betrieb gewährleistet werden.

Im Falle einer Entlüftung lediglich durch einen Gehäuse- oder Netzteillüfter dürfte sich das Bild jedoch etwas zu Gunsten des Orochi verschieben, da die herkömmlichen Tower-Kühler optimal von der Minimalentlüftung der einzigen beiden installierten Lüfter in unserem System profitieren können. Im Gegensatz hierzu nutzt der Orochi effektiv immer nur den Luftstrom eines Lüfters. Wir werden noch einen Vergleich im komplett passiven Betrieb nachreichen, um zu sehen, ob sich unsere Vermutung bewahrheitet, dass der Orochi in diesem Szenario seinen Vorsprung noch weiter ausbauen kann.

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Werfen wir nun einen Blick auf den ersten Teil unserer Kühlercharts für den aktivbelüfteten Betrieb.

CPU-Kühler Charts 85W (Silent)

Prolimatech Megahalems 34.1 
Scythe Mugen 2 35.5 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 35.6 
Zalman CNPS9900 LED * 36.9 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 37.1 
Xigmatek Thor's Hammer S126384 37.5 
Noctua NH-U12P 37.5 
Thermalright TRUE BLACK 120 38.8 
Xigmatek Achilles S1284 38.8 
Zalman CNPS10X Extreme 38.8 
Gigabyte G-Power Pro II * 39.2 
ZEROtherm FZ120 39.7 
Scythe Ninja 2 39.9 
Xigmatek HDT-D1284 (horizontal) 40.5 
Noctua NH-C12P (vertikal) 41.1 
Scythe Mugen 41.2 
Scythe Ninja Cu 41.5 
Xigmatek HDT-D1284 (vertikal) 41.5 
Cooler Master Hyper Z600 41.8 
Xigmatek Nepartak S983 (92mm) 41.8 
Scythe Orochi (horizontal) 42.2 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 42.5 
Sunbeam Core-Contact Freezer 42.6 
Xigmatek RED SCORPION-S1283 42.9 
Cooler Master V8 43.1 
EKL Alpenföhn Groß Clockner 43.3 
Xigmatek HDT-SD964 (92mm) 43.5 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 43.8 
Scythe Zipang (vertikal - 140mm) 43.8 
Scythe Katana 3 (92mm) 44.8 
Reeven RCCT-0901SP (92mm) 45.2 
Zalman CNPS9300 AT (92mm) 45.2 
Noctua NH-U9B (92mm) 45.2 
Cooler Master Hyper TX3 (92mm) 45.3 
Arctic Cooling Freezer 7 Pro (92mm) 45.9 
Asus Triton 81 (92mm) 46.1 
Scythe Orochi (vertikal) 46.2 
Gelid Silent Spirit (92mm) 46.5 
Xigmatek Cobra D984 (92mm) 47.5 
Δ-T zwischen gemessener Raum- und Kerntemperatur in Kelvin - weniger ist besser
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,48V - ca. 85W WVL - Casefan @ 650U/min)

Auch bei aktiver Belüftung gibt sich der japanische Riese zwar keine Blöße, jedoch erbringen in diesem Szenario andere Kühler die besten Leistungen. Neben dem auf den passiven Betrieb ausgelegten Lamellenabstand dürfte auch die im Vergleich zu den Tower-Kühlern schlechtere Nutzung des Luftstroms der Gehäuselüfter für den Rückstand auf die Spitze verantwortlich sein. Im vertikalen Betrieb zeigt sich außerdem im Zuge der Erhöhung der Abwärme ein klares Einbrechen des Hitzetransfers durch die Heatpipes, da diese bedingt durch die ungünstige Ausrichtung die Abwärme nicht mehr so schnell an die Lamellen weiterleiten können.

CPU-Kühler Charts 85W (Ultrasilent)

Prolimatech Megahalems 44.2 
Scythe Mugen 2 44.8 
Noctua NH-U12P 45.5 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 46.5 
Zalman CNPS9900 LED * 46.9 
Scythe Mugen 47.1 
Scythe Ninja Cu 47.5 
Xigmatek Thor's Hammer S126384 47.5 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 48.1 
Scythe Ninja 2 48.9 
Scythe Orochi (horizontal) 49.2 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 49.5 
Xigmatek Achilles S1284 49.8 
Scythe Ninja PLUS Rev.B 50.5 
Cooler Master Hyper Z600 50.9 
Xigmatek HDT-D1284 (horizontal) 51.5 
ZEROtherm FZ120 51.7 
Noctua NH-C12P (vertikal) 52.1 
Gigabyte G-Power Pro II * 52.1 
Thermalright TRUE BLACK 120 52.8 
Zalman CNPS10X Extreme 52.8 
Scythe Orochi (vertikal) 53.2 
Xigmatek RED SCORPION-S1283 53.2 
EKL Alpenföhn Groß Clockner 53.3 
Xigmatek HDT-D1284 (vertikal) 53.4 
Sunbeam Core-Contact Freezer 53.6 
Scythe Zipang (vertikal - 140mm) 56.9 
Zalman CNPS9300 AT (92mm) 57.2 
Asus Triton 81 (92mm) 57.9 
Cooler Master V8 58.1 
Cooler Master Hyper TX3 (92mm) 58.3 
Xigmatek Nepartak S983 (92mm) 59.8 
Reeven RCCT-0901SP (92mm) 60.2 
Scythe Katana 3 (92mm) 60.8 
Arctic Cooling Freezer 7 Pro (92mm) 61.8 
Xigmatek HDT-SD964 (92mm) 62.5 
Gelid Silent Spirit (92mm) nicht bestanden
Xigmatek Cobra D984 (92mm) nicht bestanden
Δ-T zwischen gemessener Raum- und Kerntemperatur in Kelvin - weniger ist besser
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,48V - ca. 85W WVL - Casefan @ 500U/min)

Auch bei sehr geringer aktiver Belüftung zeigt sich das gleiche Bild wie unter den vorherigen Bedingungen. Im horizontalen Betrieb liegt der Scythe Orochi auf Höhe des Noiseblocker Cool Scraper Rev.3, während der Kühler im vertikalen Betrieb um ca. drei Kelvin hinter dem Scythe Ninja PLUS Rev.B liegt.

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Zu guter Letzt folgen nun die Kühlercharts bei extrem hoher Verlustleistung im “Performance”-Modus.

CPU-Kühler Charts 115W (Performance)

Prolimatech Megahalems 43.1 
Scythe Mugen 2 45.7 
Xigmatek Thor's Hammer S126384 46.5 
Thermalright IFX-14 mit HR-10 46.6 
Xigmatek Achilles S1284 46.8 
Zalman CNPS10X Extreme 46.8 
Gigabyte G-Power Pro II * 47.4 
Thermalright TRUE BLACK 120 47.7 
ZEROtherm FZ120 47.8 
Zalman CNPS9900 LED * 47.9 
Thermalright IFX-14 ohne HR-10 48.2 
Noctua NH-U12P 49.5 
Xigmatek Nepartak S983 (92mm) 49.8 
Noctua NH-C12P (vertikal) 51.1 
Scythe Ninja 2 51.1 
Scythe Ninja Cu 51.5 
Cooler Master Hyper Z600 51.5 
Xigmatek HDT-D1284 (vertikal) 51.5 
Sunbeam Core-Contact Freezer 52.1 
EKL Alpenföhn Groß Clockner 53.3 
Cooler Master V8 53.5 
Scythe Zipang (vertikal - 140mm) 53.8 
Arctic Cooling Freezer 7 Pro (92mm) 53.9 
Xigmatek RED SCORPION-S1283 54.2 
Scythe Mugen 54.2 
Scythe Orochi (horizontal) 54.2 
Reeven RCCT-0901SP (92mm) 54.2 
Xigmatek HDT-SD964 (92mm) 54.5 
Scythe Katana 3 (92mm) 54.8 
Xigmatek HDT-D1284 (horizontal) 55.5 
Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 55.5 
Zalman CNPS9300 AT (92mm) 56.1 
Noctua NH-U9B (92mm) 56.2 
Asus Triton 81 (92mm) 56.2 
Xigmatek Cobra D984 (92mm) 56.5 
Cooler Master Hyper TX3 (92mm) 56.7 
Gelid Silent Spirit (92mm) 59.8 
Scythe Ninja PLUS Rev.B nicht bestanden
Scythe Orochi (vertikal) nicht bestanden
Δ-T zwischen gemessener Raum- und Kerntemperatur in Kelvin - weniger ist besser
(Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,58V - ca. 115W WVL - Casefan @ 800U/min)

Während dem Orochi im vertikalen Betrieb genauso wie dem Ninja bei 115W Verlustleistung und stärkerer Belüftung die Puste ausgeht, zeigt sich das restliche Testfeld in gewohnter Reihenfolge. Lediglich der Scythe Ninja Cu scheint durch die Kupferlamellen und die recht starke aktive Belüftung nochmal einen Leistungsschub zu erhalten, wodurch er sich recht deutlich vom Dreierpulk rund um den Orochi in horizontaler Ausrichtung absetzen kann.

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Kommen wir nun zur Geräuschentwicklung, die für Viele immer wichtiger wird und gar nicht gering genug sein kann. Die Geräuschentwicklung der Lüfter ist auf jedem der Kühlkörper in etwa gleich und deshalb bewerten wir direkt die Lüfter in Sachen Laufruhe und Geräuschentwicklung. Zur Optimierung der Lautstärke sollten Lüfter allerdings generell noch entkoppelt werden.

Scythe Orochi (140mm)
Scythe SY1425SL12L
Lautstärke aus
30cm Entfernung
Nebengeräusche
12V – 522 U/min
nahezu unhörbar
horizontal: leichtes Rattern
vertikal: keine
9V – 414 U/min
nahezu unhörbar
horizontal: minimales Rattern
vertikal: keine
7V - 325 U/min
unhörbar
horizontal: minimales Rattern
vertikal: keine
5V – 207 U/min
unhörbar
horizontal: minimales Rattern
vertikal: minimales Knistern
3V – 120 U/min
unhörbar
horizontal: minimales Rattern
vertikal: leichtes Schleifen

Der 140mm große beigelegte Lüfter des Scythe Orochi kommt in einer eher ungewöhnlichen Form daher. Der Hauptgrund für diese Gestaltung dürfte die Implementierung der Befestigungslöcher eines 120mm Lüfters gewesen sein, damit auch konventionelle und weit verbreitete 120mm Lüfter auf dem Orochi Platz finden und Scythe gleichzeitig vorhandene Ressourcen nutzen kann.

Viel erwähnenswerter ist dabei aber die ausgesprochene Laufruhe des nur knapp über 500 U/min schnellen Exemplars. Selbst bei 12V Lüfterspannung dürfte man den Lüfter nur bei äußerster Stille aus einem ansonsten praktisch lautlosen System erahnen können. Nebengeräusche sind dem Lüfter dabei nahezu gänzlich fremd. Lediglich im horizontalen Betrieb kann man aus geringster Entfernung ein leichtes Rattern vernehmen.

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Der Scythe Orochi stellt in unseren Augen den gelungenen inoffiziellen Nachfolger der legendären NCU-Serie dar. Neben den herausragenden Leistungen im semipassiven Betrieb konnten auch der extrem leise beigelegte 140mm Lüfter, die einfache Montage und die ausgezeichnete Qualität ausnahmslos überzeugen. Einzig die nur als gut anzusehende Kühlleistung im Aktivbetrieb könnte jedoch von einigen Anwendern als Kritikpunkt angesehen werden, wenn man nur die schiere Größe des Scythe Orochi und weniger die eigentliche Ausrichtung des Kühlers bedingt durch den sehr großen Lamellenabstand und das besondere Design in die Betrachtung einbezogen hatte. Zusammenfassend können wir dem Scythe Orochi jedoch nur unsere uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.

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