Silenthardware-Feed abbonieren

Sparkle & Gigabyte 9600GT

Gigabyte 9600GT im Detail

Beim PCB der Karte hat sich Gigabyte als einer der ersten Hersteller an ein eigenes Konzept gewagt. So weicht dieses komplett von Nvidias Vorgaben ab. Die Karte konnte dabei um ganze 3cm gegenüber der Referenzplatine verkürzt werden. Sieht man sich die nackte Karte genau an, sieht man auch wie dieser Schritt möglich war. So haben die Ingenieure von Gigabyte die Spannungsversorgung ans andere Ende der Karte gesetzt, beim Referenzmodell herrschte an dieser Stelle gähnende Leere. Zudem wird mit der Tatsache geworden, dass man Bauteile höherer Güte verbaut als die Konkurrenz. Zumindest die Verarbeitungsqualität des PCBs ist schon mal sehr gut. Auf der Rückseite fällt einem vor allem die Backplate ins Auge, welche ein verbiegen des PCBs verhindern soll.

Um die Karte kühl zu halten setzt Gigabyte auf einen, komplett in eigener Entwicklung entstandenen Kühler. Dieser setzt dabei auf eine besonderen „MultiCore“ Technologie, auf die wir im nächsten Absatz näher eingehen werden. Die Größe des Kühlers ist sehr kompakt gehalten. So sitzt selbiger diesmal auf der Vorderseite der Karte, wobei bei den meisten passiven Karten der Kühlkörper auf der Rückseite der Karte thront. So kann es glücklicherweise zu keinerlei Inkompatibilitäten mit ausladenden Northbridge bzw. RAM-Kühlern kommen.

Wie schon erwähnt, die Kühlung findet sich, anders wie bei der Sparkle 9600GT, ausschließlich auf der Vorderseite. Dabei erinnert der Aufbau ein wenig an Arctic Coolings Accelero Extreme. Wie dieser setzt sich der Kühler aus zwei getrennten Kühlkörpern, bestehend aus Aluminium, verbunden durch Heatpipes, zusammen. Einzig und alleine bei den Heatpipes und dem Kühlerboden sowie einigen anderen Stellen kommt Kupfer zum Einsatz. Dieser Hybridaufbau kommt vor allem dem Gewicht zu Gute. Die VRAMs sowie Spannungswandler werden nicht mitgekühlt.

Gigabytes „MultiCore“-Design ist im Grunde schnell erklärt. Ausgehend von einer Bodenplatte aus Kupfer, welche die Wärme der GPU an die vier Heatpipes weitergibt, wird die Wärme von je einem paar der Heatpipes an die zwei Kühlkörper weitergegeben. Die Heatpipes, welche den Hauptpart des Kühlers durchziehen sind dabei immer wieder mit speziellen „Knotenpunkten“ verbunden. Bestehend aus Kupfer sitzen sie zwischen den Lamellen und sollen dabei helfen mehr Wärme von den Heatpipes an die 36 Finnen zu übertragen. Der sekundäre Kühlkörper wird dagegen nicht von den Pipes durchzogen, nein, er wurde mit einer großen Kupferplatte verbunden, in welcher die Heatpipes eingelassen wurden. Ein Teil der insgesamt 34 Lamellen wurde dabei etwas länger gehalten, so dass sie ca. 1,5cm aus der Slotblende herauslugen.

Bei der Qualität hat man sich bei Gigabyte nicht lumpen lassen und fertigt seinen Kühler mit allerhöchster Sorgfalt und Präzision. Die Aluminiumlamellen sind allesamt miteinander über kleine Harken verbunden, ein verbiegen ist nur sehr schwer möglich. Die Heatpipes strahlen in einem wunderschönen hellen Rot. Der Boden ist selbstverständlich plan und frei von Riefen und auch die „Knotenpunkte“ aus Kupfer wurden sauber eingelassen. Für diese Verarbeitungsqualität müssen wir Gigabyte ein Lob aussprechen.

Einbau und Kompatibilität

Gigabyte 9600GT eingebaut.JPG

Der Einbau der Karte sollte keine Schwierigkeiten mit sich bringen, da keine ausladenden Teile an der Karte befestigt sind. Durch die Dualslot Kühlung nimmt die Karte allerdings einen weiteren Slot ein. Steckt die Karte im PCIe Slot und ist sicher verschraubt steckt man noch schnell den PCIe Stecker ein und es kann los gehen. Sollte es dem Netzteil an einem solchen Stecker mangeln, können ganz einfach zwei Molex-Stecker über den mitgelieferten Adapter zu diesem umfunktioniert werden.

Social Bookmarking:
  • Print this article!
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Diigo
  • Identi.ca
  • MySpace
  • Twitter
  • Webnews.de
Vorherige Seite Nächste Seite