Sparkle & Gigabyte 9600GT
Autor: Reinhard Moser
Einleitung
Mit der 9600GT hat Nvidia einmal mehr einen weiteren Mitstreiter für das Rennen um die beste Midrange-Grafikkarte von der Leine gelassen. Dabei stand neben möglichst niedrigem Stromverbrauch und der daraus resultierenden geringen Verlustleistung natürlich auch die Leistung im Vordergrund. Zumindest die ersten beiden Punkte hat Nvidia anscheinend erfolgreich gemeistert und so haben sowohl Sparkle als auch Gigabyte sich dazu durchgerungen, jeweils eigene passive Kreation der Karte zu entwickeln und in den Handel zu bringen. Welcher Hersteller hier das bessere Produkt geschaffen hat, das möchten wir nun in unserem Vergleichstest klären.
An diesem Punkt möchten wir uns ganz herzlich bei Dollarshops.eu als auch bei Gigabyte für den freundlichen Kontakt und die Bereitstellung der Testmuster bedanken. Beide Karten sind ab sofort im Handel erhältlich.
Lieferumfang
Die Sparkle wird in einem schön puristisch designten, himmelblauen Karton ausgeliefert. Ein kleines Sichtfenster um das dominierende Sparkle Logo erlaubt einen ersten flüchtigen Blick auf die Karte. Unter dieser Überverpackung befindet sich eine weitere Pappschachtel, in deren Mitte die Karte gut geschützt in ihrem Blisterkäfig sitzt, gut gepolstert durch zahlreiche Schaumstoffeinlagen. Auch der Zwischenraum zwischen Karte und Kühlkörper wurde mit Schaumstoff aufgefüllt, ein Verbiegen während des Transportes ist kaum möglich. Das Zubehör findet sich oberhalb, unter einer Papplasche. Enthalten sind ein DVI zu VGA Adapter, ein DVI zu HDMI Adapter, S-Video auf Komponenten Adapter, ein S-Video Kabel und das SPDIF-Kabel. Auf einen Molex zu PCIe Adapter wurde verzichtet. Desweiteren liegt noch ein kleines Handbuch, eine Schnellanleitung für den Gebrauch von HDMI und eine Treiber-CD bei.
Technische Daten
Die 9600GT basiert auf Nvidias aktuellstem Midrange Grafikchip namens G94. Mit 505 Mio. Transistoren fällt der G94 nicht ganz so komplett aus wie sein großer Bruder namens G92. Die Shader wurden dabei von 112 (8800GT) bzw. 128 (8800GTS) auf 64 Stück reduziert. Dabei handelt es sich um so genannte Unified-Shader, welche sowohl als Pixel als auch als Vertex-Shader arbeiten können, je nachdem was gerade gebraucht wird. Produziert wird auch der G94 in 65nm, wodurch die Leistungsaufnahme und die Hitzeentwicklung in vertretbaren Bereichen flaniert. Bei den Taktraten hält man sich an die Referenzvorgaben mit 650Mhz Core- und 900Mhz Speichertakt. Zudem kann die Karte auf insgesamt 512MB GDDR3 RAM zugreifen, was dem aktuellen Standard entspricht. Wie alle neuen Grafikkarten unterstützt sie auch den neuen DX10 Standard. DX10.1 unterstützt sie im Gegensatz zu ATis Pedanten leider noch nicht.
Die Grafikkarte selbst verfügt über zwei Dual-Link-DVI-Ausgänge mit HDCP, einen HDTV-Ausgang sowie einen Video-Eingang. Diese Ausstattung zählt heutzutage zum Standard. Über den beiliegenden Adapter verfügt die Karte sogar über einen HDMI Ausgang. Um über diesen auch Ton übertragen zu können befindet sich ein SPDIF-Anschluss am vorderen Teil der Karte. Über das beiliegende Kabel kann man so die Grafikkarte mit der vorhandenen Soundkarte verbinden. Wer die Karte später zusammen mit einer Zweiten betreiben will, dem steht hierbei nichts im Weg, der nötige SLI-Anschluss ist vorhanden. Wie alle aktuellen Pixelschleudern muss die Karte über den 6-pol PCIe-Stromanschluss mit Strom versorgt werden.
Beim PCB hält man sich bei Sparkle streng an das Nvidia Referenzdesign. So unterscheidet sich die Platine in keinster Weise von anderen Karten derselben Gattung. Die Platine wirkt sehr schön aufgeräumt und ist sauber und gut verarbeitet. Zudem erstrahlt sie ein einem wunderschönen, kräftigen Blau. Der Lack ist dabei so einwandfrei, dass sich die verbauten Teile sogar darin spiegeln. Der VRAM ist in Bogenform um die GPU angeordnet, die PWMs befinden sich schnurgerade aufgereiht am Ende der Platine. Auf der Rückseite finden sich keine wichtigen Bauteile.
Der hier verwendete Kühler fand auch schon seinen Einsatz auf der hauseigenen 8800GT und ist eine Eigenkreation von Sparkle, welche rein für den passiven Betrieb entwickelt wurde. Der Kühlkörper ist hierbei sogar recht kompakt gehalten. Vor allem hat man darauf geachtet nicht denselben Fehler zu machen wie Sapphire, welche den Kühlkörper relativ tief gesetzt haben. So ist bei dieser Karte nur drauf zu achten, dass genug Platz nach oben hin verfügbar ist. Genau 4cm nimmt der Kühler für sich in Anspruch.
Auf der Vorderseite der Grafikkarte wurde die Kühlung sehr rudimentär gehalten. Eine Aluminiumplatte deckt hierbei den Großteil der vorderseitig verbauten Bauteile ab und dient dazu die gesamte Wärme aufzunehmen und an die Heatpipes weiter zu leiten. Der Optik wegen wurde zudem noch eine Abdeckung für die Heatpipes angebracht, welche von einem großen, geprägten Sparkle Logo geziert wird. Da der Kühler fast komplett aus Aluminium gefertigt wurde ist auch das Gewicht in einer vertretbaren Klasse. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass die Grafikkarte keine unterhalb liegenden Slot für sich beansprucht.
Das Kühlprinzip des hier verwendeten Kühlers unterscheidet sich nicht viel von Modellen einiger Fremdhersteller. So wird auch hier die Hitze erstmal von einer großen Bodenplatte aufgenommen, welche gänzlich aus Aluminium gefertigt wurde, um die Hitze von GPU und VRAM an die Heatpipes, hier sind es drei an der Zahl, zu leiten. Letztere bestehen aus Kupfer, allerdings vernickelt, um ein einheitliches Gesamtbild zu erhalten. Diese transportieren nun die gesamte Wärme auf die Rückseite, wo sie an die 30 Aluminiumlamellen abgegeben wird. Hierbei hat man bei Sparkle darauf geachtet die Heatpipes möglichst weit von einander zu platzieren, damit sich die abgegebene Wärme schnell auf die ganze vorhandene Fläche verteilt. Die recht große Oberfläche wurde hierbei allerdings durch einen, für passive Verhältnisse, sehr geringen Lamellenabstand erkauft. Ob sich das im Betrieb negativ auswirkt, werden wir in diesem Bericht noch klären.
Kommen wir zuvor noch schnell zu den qualitativen Aspekten. Die Verarbeitungsqualität bewegt sich bei der Sparkle 9600GT durchwegs auf sehr hohem Niveau. Die Vorderseite wirkt durch die schwarze Verblendung sehr edel. Sie ihren seidenmatten Look und dem geprägten Sparkle Logo macht sie doch einiges her. Auch die glänzenden Heatpipes wurden sehr sauber mit der Bodenplatte verlötet und gebogen. Einen kleinen Aussetzer leistet man sich allerdings bei den Lamellen. Zwar sind diese schön stabil und weisen durch die, zum Einsatz kommenden, seitlichen Haken immer einen gleichen Abstand auf, doch sind diese nur auf die Heatpipes gesteckt und dies teilweise nicht sehr fest. Bedingt dadurch lassen sich die äußeren Finnen ohne großen Kraftaufwand etwas verschieben. Ob das sich negativ bei der Kühlleistung bemerkbar macht, klären wir auf den nächsten Seiten.
Einbau und Kompatibilität
Beim Einbau der Karte sollte man vorher sicher gehen, dass genügend Freiraum über der Karte herrscht. Wie bereits erwähnt nimmt der Kühler 4cm über der Karte für sich ein, die Höhe der RAMs und des Northbridgekühlers sollte die 4,3cm nicht überschreiten. Sind diese Bedingungen erfüllt steht der Inbetriebnahme nichts mehr im Wege. Karte in den PCIe-Slot stecken, PCIe-Stromkabel an die Karte und fertig. Möchte man über HDMI auch noch Ton ausgeben können, so wird über das mitgelieferte Kabel noch schnell die Soundkarte mit der 9600GT verbunden, das war es dann aber auch schon.
Lieferumfang
Auch der Pedant von Gigabyte wird in einem schönen, hochglänzenden Karton ausgeliefert. Nicht zu übersehen sind die zahlreichen Aufdrucke, die auf die besonderen Features der Karte hinweisen. Unter Anderem findet hier auch die Kühlung erste Erwähnung. Unter dem schicken Überkarton findet sich wieder einmal ein weiterer Karton. Gut geschützt finden wir darin unser Objekt der Begierde unter etwaigen Anleitungen. Das restliche Zubehör wartet unter einer kleinen Pappklappe auf uns. Letzeres setzt sich aus zwei DVI zu VGA Adaptern, ein S-Video zu Komponenten Adapter, ein Molex zu PCIe Adapter und die standardmäßigen Handbücher sowie eine Treiber CD. Ein DVI zu HDMI Adapter fehlt. Um HDMI zu nutzen muss also noch extra ein Adapter gekauft werden.
Technische Daten
Die 9600GT basiert auf Nvidias aktuellstem Midrange Grafikchip namens G94. Mit 505 Mio. Transistoren fällt der G94 nicht ganz so komplett aus wie sein großer Bruder namens G92. Die Shader wurden dabei von 112 (8800GT) bzw. 128 (8800GTS) auf 64 Stück reduziert. Dabei handelt es sich um so genannte Unified-Shader, welche sowohl als Pixel als auch als Vertex-Shader arbeiten können, je nachdem was gerade gebraucht wird. Produziert wird auch der G94 in 65nm, wodurch die Leistungsaufnahme und die Hitzeentwicklung in vertretbaren Bereichen flaniert. Die Taktraten wurden recht stark erhöht und so taktet Gigabytes Model mit 720Mhz beim Core, beim VRAM mit ganzen 1000Mhz. Zudem kann die Karte auf insgesamt 512MB GDDR3 RAM zugreifen, was dem aktuellen Standard entspricht. Wie alle neuen Grafikkarten unterstützt sie auch den neuen DX10 Standard. DX10.1 unterstützt sie im Gegensatz zu ATis Pedanten leider noch nicht.
Die Grafikkarte selbst verfügt über zwei Dual-Link-DVI-Ausgänge mit HDCP, einen HDTV-Ausgang sowie einen Video-Eingang. Diese Ausstattung zählt heutzutage zum Standard. Wer die Karte später zusammen mit einer Zweiten betreiben will, dem steht hierbei nichts im Weg, der nötige SLI-Anschluss ist vorhanden. Wie alle aktuellen Pixelschleudern muss die Karte über den 6-pol PCIe-Stromanschluss mit Strom versorgt werden.
Beim PCB der Karte hat sich Gigabyte als einer der ersten Hersteller an ein eigenes Konzept gewagt. So weicht dieses komplett von Nvidias Vorgaben ab. Die Karte konnte dabei um ganze 3cm gegenüber der Referenzplatine verkürzt werden. Sieht man sich die nackte Karte genau an, sieht man auch wie dieser Schritt möglich war. So haben die Ingenieure von Gigabyte die Spannungsversorgung ans andere Ende der Karte gesetzt, beim Referenzmodell herrschte an dieser Stelle gähnende Leere. Zudem wird mit der Tatsache geworden, dass man Bauteile höherer Güte verbaut als die Konkurrenz. Zumindest die Verarbeitungsqualität des PCBs ist schon mal sehr gut. Auf der Rückseite fällt einem vor allem die Backplate ins Auge, welche ein verbiegen des PCBs verhindern soll.
Um die Karte kühl zu halten setzt Gigabyte auf einen, komplett in eigener Entwicklung entstandenen Kühler. Dieser setzt dabei auf eine besonderen „MultiCore“ Technologie, auf die wir im nächsten Absatz näher eingehen werden. Die Größe des Kühlers ist sehr kompakt gehalten. So sitzt selbiger diesmal auf der Vorderseite der Karte, wobei bei den meisten passiven Karten der Kühlkörper auf der Rückseite der Karte thront. So kann es glücklicherweise zu keinerlei Inkompatibilitäten mit ausladenden Northbridge bzw. RAM-Kühlern kommen.
Wie schon erwähnt, die Kühlung findet sich, anders wie bei der Sparkle 9600GT, ausschließlich auf der Vorderseite. Dabei erinnert der Aufbau ein wenig an Arctic Coolings Accelero Extreme. Wie dieser setzt sich der Kühler aus zwei getrennten Kühlkörpern, bestehend aus Aluminium, verbunden durch Heatpipes, zusammen. Einzig und alleine bei den Heatpipes und dem Kühlerboden sowie einigen anderen Stellen kommt Kupfer zum Einsatz. Dieser Hybridaufbau kommt vor allem dem Gewicht zu Gute. Die VRAMs sowie Spannungswandler werden nicht mitgekühlt.
Gigabytes „MultiCore“-Design ist im Grunde schnell erklärt. Ausgehend von einer Bodenplatte aus Kupfer, welche die Wärme der GPU an die vier Heatpipes weitergibt, wird die Wärme von je einem paar der Heatpipes an die zwei Kühlkörper weitergegeben. Die Heatpipes, welche den Hauptpart des Kühlers durchziehen sind dabei immer wieder mit speziellen „Knotenpunkten“ verbunden. Bestehend aus Kupfer sitzen sie zwischen den Lamellen und sollen dabei helfen mehr Wärme von den Heatpipes an die 36 Finnen zu übertragen. Der sekundäre Kühlkörper wird dagegen nicht von den Pipes durchzogen, nein, er wurde mit einer großen Kupferplatte verbunden, in welcher die Heatpipes eingelassen wurden. Ein Teil der insgesamt 34 Lamellen wurde dabei etwas länger gehalten, so dass sie ca. 1,5cm aus der Slotblende herauslugen.
Bei der Qualität hat man sich bei Gigabyte nicht lumpen lassen und fertigt seinen Kühler mit allerhöchster Sorgfalt und Präzision. Die Aluminiumlamellen sind allesamt miteinander über kleine Harken verbunden, ein verbiegen ist nur sehr schwer möglich. Die Heatpipes strahlen in einem wunderschönen hellen Rot. Der Boden ist selbstverständlich plan und frei von Riefen und auch die „Knotenpunkte“ aus Kupfer wurden sauber eingelassen. Für diese Verarbeitungsqualität müssen wir Gigabyte ein Lob aussprechen.
Einbau und Kompatibilität
Der Einbau der Karte sollte keine Schwierigkeiten mit sich bringen, da keine ausladenden Teile an der Karte befestigt sind. Durch die Dualslot Kühlung nimmt die Karte allerdings einen weiteren Slot ein. Steckt die Karte im PCIe Slot und ist sicher verschraubt steckt man noch schnell den PCIe Stecker ein und es kann los gehen. Sollte es dem Netzteil an einem solchen Stecker mangeln, können ganz einfach zwei Molex-Stecker über den mitgelieferten Adapter zu diesem umfunktioniert werden.
Testsystem
Testsystem
- Intel Core 2 Duo 6750 “Conroe” (3600MHz mit 1,28V; aktiv gekühlt mit Noctua NH-U12P mit S-Flex 1200)
- DFI LANParty UT P35-T2R (Intel P35)
- 4x 1024MB Crucial Ballistix DDR-II 800 CL4 (1080Mhz 5-5-5-15 mit 2V; passiv gekühlt mit Thermalright HR-07 Duo)
- Lian Li PC7 SE III (geschlossene linke Seitenwand)
- 2x Scythe S-FLEX SFF21E (je einmal vorne und hinten)
- Corsair HX520W (mit Scythe S-Flex S-Flex SFF21F, intern geregelt)
- 2x Digital Caviar SE WD5000AAKS in Ichbinleise-Box 20
Verwendete Treiber
- Nvidia: Geforce 175.16
- ATi: Catalyst 8.5
Benchmarks & Einstellungen
Um einen guten Vergleich zwischen den Karten zu erbringen, haben wir jeweils vier DX9 sowie vier DX10 Benchmarks und Spiele ausgewählt. Dabei wurde versucht Benchmarks bzw. Spiele zu verwenden, welche auf verschiedene Engines setzten. Entscheiden haben wir uns für folgende Software:
- Futuremark 3DMark06 Professional Edition (Version 1.1.0)
- Futuremark 3DMark Vantage Professional Edition (Version 1.0.1)
- F.E.A.R. (Version 1.08; integrierter Benchmark)
- Prey (Version 1.3; HardwareOC Benchmark v1.2)
- Company of Heroes (Demo-Version; integrierter Benchmark)
- World in Conflict (Version 1.08; integrierter Benchmark)
- Crysis (Version 1.21; integrierter Benchmark)
- Lost Planet (Version 1.004; integrierter Benchmark)
- Call of Juarez (Benchmark-Demo)
- Konfiguration „High“: Dabei wurden alle Details auf den Maximalwert gestellt (Crysis bildet hier eine kleine Ausnahme, hier wurde eine Stufe niedriger gewählt, da sonst keine Karte wirklich vernünftige Ergebnisse liefern konnte). Zudem wurde 4x Antialaising und 16x Anisotropisches Filtering aktiviert. Als Auflösung wurde 1680×1050 gewählt.
- Konfiguration „Medium“: Wie der Name schon sagt, wurde hier immer die mittlere Stufe bei den Details gewählt. Antialaising und Anisotropisches Filtering wurden auf 2x bzw. 4x gesenkt und die Auflösung auf 1280×1024 (bei Lost Planet auf 1280×960) reduziert.
Futuremarks 3DMark06 benchen hierbei wir zuerst mit den voreingestellten Standardwerten sowie einmal mit der Konfiguration „High“.
Den 3DMark Vantage lassen wir hingegen mit den vorkonfigurierten Profilen „Performance“ und „High“ durchlaufen.
Bei allen Konfigurationen war im Treiber die Qualität auf „Höchste Qualität“ gestellt und Transparent-Antialaising in Form von „Supersampling“ aktiviert.
Temperaturmessung
Die Temperaturmessungen der Grafikkarten wurden nach der benchmarkbedingten Aufwärmphase gemessen. Dazu wurde die Grafikkarte mithilfe von ATITools „Scan for Artifacts“-Funktion ausgelastet, nach 15 Minuten wurde dann die maximale Temperatur notiert.
Beim Test mit aktiven Grafikkartenkühlern wurde die Gehäuselüfter mit 7V betrieben und die Lüfter der Grafikkarte in drei Stufen mit 12V, 7V und 5V Betrieben.
Bei den passiven Tests wurde die Gehäusebelüftung auf 12V (1220U/min), 7V (710U/min) und 5V (440U/min) geregelt.
Die Slotblende unter/über den Grafikkarten wurden entfernt um die Kühler durch den einströmenden Luftstrom etwas zu unterstützen.
Leistungsaufnahme
Neben der Lautstärke und den Temperaturen interessiert uns natürlich auch der Strombedarf der Grafikkarten. Hierbei messen wir sowohl im Leerlaufbetrieb als auch unter Last. Letztere wird dabei durch ATITool erzeugt, welches ca. 10 Minuten lang am Laufen ist. Danach wir der maximale Wert vom Verbrauchsmesser abgelesen. Danach wird der Computer eine halbe Stunde lang nicht benutzt und nach dem Verstreichen dieser Zeit wird der aktuell angezeigte Wert auf dem Verbrauchsmesser notiert. C1E und EIST sind dabei im BIOS aktiviert.
Taktermittlung
Zu guter Letzt haben wir dann versucht das maximale Übertaktungspotential der Karten zu ermitteln. Dabei haben wir entweder mit RivaTuner oder direkt über den Treiber die Taktraten in 5Mhz Schritten erhöht und 5min mit ATITool auf Artefakte getestet bis erste Bildfehler zu sehen waren. Der letzte fehlerfreie Wert wurde dann nochmals 15min lang getestet um auch wirklich sicher zu gehen, dass der Takt stabil ist. Alle Lüfter ließen wir dabei auf 12V laufen.
Nun wollen wir einen Blick auf alle erzielten Testergebnisse werfen. Starten wir erstmal mit DX9 Benchmarks.
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In Futuremark’s 3DMark05 drängt sich die Sparkle 9600GT ziemlich knapp an die etwas höher gestellte 8800GT heran, die Gigabyte überholt diese sogar dank ihren hohen Taktraten. Der Vorgänger der 8er Serie aka 8600GT sieht hierbei kein Land mehr gegen die 9600GT.
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Auch bei der neuesten Version des 3DMarks zeigt sich größtenteils das gleiche Bild. Auch hier kommt die 9600GT der 8800GT gefährlich nahe. Diesmal schafft Erstere es allerdings nicht ganz ihren großen Bruder zu überholen.
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Bei Anno 1701 zeigt sich noch einmal das gleiche Szenario wie im 3DMark06. Sowohl die Gigabyte als auch die Sparkle 9600GT sind kaum langsamer wie die 8800GT, teils sogar gleich schnell.
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Bei unserem letzten DX9 Benchmark in der Runde schaffen es beide 9600GT ohne Weiteres bei hohen und selbstverständlich mittleren Details ausreichend hohe Framerates zu liefern. Das Modell von Gigabyte kann sich hier durch die erhöhten Taktraten um knapp 9fps vor den Konkurrenten von Sparkle setzten.
Weiter geht es nun mit DX10 Benchmarks.
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Crysis ist grafisch gesehen das wohl anspruchsvollste Spiel auf dem derzeitigen Markt. So verwundert es wenig, dass weder 9600GT noch 8800GT ausreichend viele Bilder auf den Bildschirm zu zaubern um Cryteks aktuellen Prachtshooter mit hohen Details zu genießen. Bei mittleren Details schaffen dies zwar alle Karten, die 9600GT muss sich der 8800GT allerdings selbst mit Übertaktung geschlagen geben.
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Auch World in Conflict bietet einen DX10-Modus und glänz mit enormer Grafikpracht und vielen kleinen Details. Dieses Mal zeigt sich kein wirklicher Vorteil der erhöhten Taktraten bei der Gigabyte 9600GT. So liegen beide Karten auf etwa dem selben Niveau. Vorallem bei mitteren Settings liegen die 9600GT Karten allerdings weit hinter der 8800GT.
Zum Schluss widmen wir uns noch schnell den erreichten Temperaturen und Verbrauchswerten.
Temperaturen
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Wir starteten unseren Test bei 12V Casebelüftung und bereits hier wurde die Sparkle 9600GT überraschend warm. Mit 76° ist sie hierbei schon um 10° wärmer als die bereits getestete Sapphire HD3850, welche über einen ähnlichen Kühler verfügt. Bei 7V Casebelüftung zeigt sich alsbald der Nachteil des geringen Lamellenabstands und die GPU stieg auf exorbitante 100°. Aufgrund dieser Ergebnisse beschlossen wir auf einen Test bei einer Belüftung mit 5V zu verzichten.
//Platzhalter
Auch die Gigabyte 9600GT wurde, gleich wie das Sparkle Konkurrenzmodell, schon recht warm bei voller Leistung der Gehäuselüfter. Regeln wir die Lüfter auf 7V so gibt es auch hier einen starken Einbruch der Kühlleistung und die Temperaturen konnten die der Sparkle sogar noch um 4° übertreffen. Der Kühler von Gigabyte kann sich leider nicht wirklich gut in den vorhandenen Luftstrom eingliedern und so beginnt sich die gesamte Hitze nach kurzer Zeit unter der Karte zu stauen.
Stromverbrauch
Der Stromverbrauch einer Grafikkarte ist heutzutage bei vielen Usern ein Argument beim Kauf. Zum Vergleich haben wir die unter den gleichen Bedingungen ermittelten Ergebnisse aller getesteten Grafikkarten herangezogen. Die ermittelten Werte stellen dabei den Stromverbrauch des gesamten Systems dar!
//Platzhalter
Nach den doch recht enttäuschenden Werten bei den Temperaturmessungen konnten uns die zwei Pixelschleudern wenigstens beim Energiebedarf überzeugen. Im Leerlauf liegt der Stromverbrauch circa in der Region einer 8800GT, unter Last gönnen sich die Beiden im durchschnitt um rund 25W weniger. Im gegensatz zu allen anderen 9600GT Modellen besitzt die Gigabyte 9600GT TurboForce ein 2D-Profil, welches bei geringer Belastung die Taktraten senkt. Das herabsetzen der Taktraten im 2D-Betrieb beschert der Gigabyte 9600GT allerdings nur einen gering geringeren Leistungsbedarf von 3W, welche durch die erhöhten Taktraten im 3D-Betrieb wieder reingeholt wird. Ein zusätzliches Senken der Spannung im 2D-Betrieb für die GPU wäre hier wünschenswert.
Übertaktbarkeit
Übertakten ist immer wieder gerne ein Mittel um aus seiner Grafikkarte noch das letzte Quäntchen an Leistung herauszuholen. Darum haben wir uns entschlossen die maximalen Taktraten von GPU und VRAM zu ermitteln. Hierbei ist zu beachten, dass Ergebnisse von Karte zu Karte variieren können. Außerdem sei gesagt, dass wir keinerlei Verantwortung für mögliche Schäden durch falsches Übertakten tragen.
//Platzhalter
Gigabyte scheint viel Vertrauen in die passive Kühlung zu haben und liefert die 9600GT schon von Haus aus übertaktet aus. So wurde der GPU-Takt um gute 70Mhz erhöht, der VRAM-Takt um ganze 100Mhz. Eine weitere Besonderheit stellt das hauseigene “Gamer HUD” dar, welches einfaches Übertakten möglich macht. Besonders toll fanden wir, dass sich mit dem genannten Tool sogar die Spannung einstellen lässt, welche an der GPU anliegt. Das Undervolten der Karte um 0,1V quittierte diese jedoch leider mit einem Freeze, womit sich der Traum von einer besonders sparsamen 9600GT erst einmal in Luft auflöst. Und auch das Übertaktungspotential kann sich sehen lassen. Ohne weitere Spannungsmodifikationen war es uns möglich den die GPU auf exorbitante 825Mhz zu bringen, den RAM auf sehr gute 1123Mhz. Der Shadertakt lief hierbei sogar noch mit unglaublich hohen 2050Mhz ohne Fehler. Möglich war dies allerdings nur mit einem extra 92mm Lüfter vor dem Kühler.
//Platzhalter
Sparkle hält sich auch bei den Taktraten an Nvidias Vorgaben. Bei unseren Übertaktungsversuchen lag sie dabei im guten Mittelfeld. So konnte die GPU genau 750Mhz ab, über 1850Mhz Shadertakt waren allerdings nicht möglich. Der VRAM machte zufriedenstellende 1058Mhz. Auch hier liesen wir einen langsamen 92mm Lüfter als Unterstützung auf den Kühlkörper blasen.
Im Großen und Ganz konnten uns die beiden Grafikkarten nicht vollends überzeugen. Vorallem bei der Temperatur lieferten beide Modelle keine befriedigenden Ergebnisse. Dieser Umstand macht die passiven 9600GT für viele Silent-PCs unbrauchbar, sind Selbige doch oftmals recht schwach belüftet. Bei den optischen sowie qualitativen Aspekten überzeugen die beiden Kleinen jedoch vollkommen. Zudem entpuppte sich zumindest unser Modell der Gigabyte 9600GT TurboForce als wahres Übertaktungswunder. Und auch wenn die 9600GT eigentlich eher im Midrange-Bereich angesiedelt ist, bringt sie für kleines Geld sehr gute Leistung, oftmals nahe an der höher angesiedelten 8800GT
Wer sich nun entschieden hat einer der beiden Karten eine Chance zu geben, der sollte darauf achten eine ausreichend dimensionierte Gehäusebelüftung bereitstellen zu können.
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