Silenthardware-Feed abbonieren

Scythe Zipang

Scythe Zipang im Detail

Wie eh und je liefert Scythe den Zipang in einer ansprechend gestalteten Hochglanzverpackung an die Kunden aus. In dieser finden sich neben dem Kühler selbst auch ein bereits vormontierter 140mm Lüfter, drei Montagemodule für AMD- und Intel-Systeme, eine kleine Tüte Silberwärmeleitpaste und eine ausführliche Montageanleitung.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe-TopFlow-Kühler
  • sechs 6mm U-Heatpipes (effektiv zwölf)
  • Gewicht: 815g (inkl. Lüfter)
  • 140mm Lüfter mit 1000 U/min (Förderleistung: 51,82CFM Lautstärke: 21dBA)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 145mm x 148mm x 112mm (inkl. Lüfter)
  • Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und Sockel 478, LGA775 ohne Einschränkungen

Der Kühler im Detail

Bereits mit dem Andy Samurai Master versuchte Scythe mit einem TopFlow-Kühler im High-End-Segment Fuß zu fassen. Was zu seiner Zeit durchaus mit Erfolg gekrönt war, ist mittlerweile jedoch wieder überholt. Aus diesem Grund erblickte Anfang diesen Jahres auch ein neuer auf den Namen Zipang getaufter, neue Kühler den hartumkämpften Markt und besticht bereits auf den ersten Blick durch seine imposante Größe und den riesigen 140mm Lüfter.

Selbstverständlich muss sich der neue Scythe Zipang auch im Bereich der Material- und Verarbeitungsqualität beweisen, weshalb wir uns den Kühler mehr als nur einmal genau angeschaut haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Zipang verfügt über eine außerordentlich hohe Materialgüte und glänzt mit hoher Verarbeitungsqualität, die sich sprichwörtlich im absolut planen und vernickelten Kupferboden wiederspiegelt.

Mittlerweile sind wir es gewohnt immer größere Kühler auf unserer Teststation zu prüfen, weshalb die keinesfalls geringe Größe des Scythe Zipang keine Besonderheit mehr darstellt. Eine nicht zu verachtende Besonderheit, die wir so noch nicht bei anderen vergleichbaren Kühlern gesehen haben, findet sich jedoch beim genauen Betrachten im Aufbau des Kühlers. Die wohl wichtigste und profitabelste Veränderung gegenüber dem Andy Samurai Master und allen anderen TopFlow-Kühlern der verschiedensten Hersteller dürfte der Einsatz von U-förmigen Heatpipes sein. War dies noch ein Schwachpunkt der TopFlow-Kühler, da diese durch die L-förmigen Heatpipes trotz gleicher Anzahl an Heatpipes lediglich auf etwa die Hälfte der Hitzetransferleistung eines Tower-Kühlers mit U-förmigen Heatpipes kamen. An der Umsetzung gibt es jedoch ein paar Kritikpunkte. Zum einen dürfte der Wärmeübergang zwischen den unteren Heatpipes und den Aluminiumlamellen keinesfalls optimal sein, da die Lamellen die Heatpipes nur etwa zur Hälfte abdecken. Zum anderen fehlt es den Lamellen selbst ein wenig an Tiefe, damit die zusätzliche Transferleistung auch effektiv genutzt werden kann.

Ansonsten birgt der Zipang keine erwähnenswerten Neuerungen. Typischerweise wird auch hier die Abwärme des Prozessors mittels einer Kupferbodenplatte aufgenommen und (in diesem Fall) über sechs U-förmige 6mm Heatpipes an eine Vielzahl von extrem engstehenden Aluminium-Lamellen abgegeben. Aufgrund des geringen Lamellenabstandes erwarten wir zudem ein starkes Einbrechen der Kühlleistung beim Einsatz eines sehr langsam drehenden Lüfters. Erstaunlicherweise gibt Scythe jedoch an, den Lamellenabstand sowohl für niedrige als auch für hohe Lüfterdrehzahlen hin optimiert zu haben.

Sowohl 140mm als auch 120mm Lüfter lassen sich auf dem Scythe Zipang installieren, allerdings liegen lediglich Lüfterklammern für das größere 140mm Modell dem Lieferumfang bei. Über eine Entkoppelung der Lüfter ist bei derart straffen Drahtbügeln natürlich nicht zu denken, jedoch kann bereits der serienmäßige Lüfter mit einem relativ vibrationsarmen Lauf auftrumpfen, wodurch der Wunsch einer Entkoppelung weniger stark ausgeprägt ist. Interessenten finden den Zipang bereits für etwa 40 Euro im gehobenen Preissegment wieder, weshalb die großteils hohe Erwartungen auch gedeckt werden wollen.

Montage

Anders als bei den Schwergewichten Orochi und Ninja Copper setzt Scythe beim Zipang trotz nur geringfügigem Mindergewicht auf die mancherorts ungeliebten Pushpins zur Montage auf aktuellen Intel-Plattformen. Probleme bereiten dabei nicht nur die enorme Größe des Zipang und die damit nur schwer erreichbaren Pushpins, sondern auch deren ungewöhnliche Schwergängigkeit. Ungeübte Naturen könnten dadurch recht schnell in den Wahnsinn getrieben werden. Zumindest das Ergebnis nach getaner Arbeit kann sich aber durch den satten Sitz sehen lassen. Alternativ kann der Zipang auch mit dem Scythe Universal Retention Kit montiert werden, wodurch jedoch weitere Kosten entstehen. Die Montage auf den anderen unterstützten Sockeln geht dagegen relativ einfach und schnell von der Hand.

Der Scythe Zipang dürfte in die Riege der Kühler einzuordnen sein, die keineswegs problemlos auf alle Hauptplatinen befestigt werden können. Insbesondere der extreme Platzbedarf bedingt durch das 14cm-TopFlow-Designs und der benötigte Handlungsspielraum rund um den Sockel, um den Kühler zu montieren, dürfte auf einigen Mainboards dazu führen, dass die Installation nur mittels großer Fingerfertigkeit oder gar nicht möglich ist. Durch die freie 90° Drehbarkeit des Kühlers auf allen unterstützten Plattformen dürften die auf einer Seite recht ausladenden Heatpipes allerdings weniger ins Gewicht fallen und bei Komplikationen mit Bauteilen auf dem Mainboard entsprechend „weggedreht“ werden. Interessanterweise führt Scythe im eigenen Forum eine weiterführende Kompatibilitätsliste, die sicherlich die ein oder andere Frage im Vorfeld beantworten kann.

Social Bookmarking:
  • Print this article!
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Diigo
  • Identi.ca
  • MySpace
  • Twitter
  • Webnews.de
Vorherige Seite Nächste Seite