Scythe Zipang
Autor: Jörg Sukale
Einleitung
TopFlow-Kühler sind mit der Einführung der ersten Tower-Kühler im Jahre 2003 immer weiter aus dem High-End-Segment verdrängt worden. Scythe, eigentlich für ihre extrem leistungsstarken Tower-Kühler bekannt, möchte mit der Einführung des Zipang wieder einen solchen Kühler im Spitzenfeld positionieren. Dabei sollen der große 140mm-Lüfter, die üppige Heatpipe-Bestückung in der für TopFlow-Kühler eher ungewöhnlichen U-Form sowie die enorme Kühloberfläche für eine hervorragende Kühlleistung sorgen und der etablierten Riege der Tower-Kühler dicht auf den Pelz rücken. Inwieweit können wir den Versprechungen der Marketingabteilung trauen? Im heutigen Testbericht werden wir dies und weitere Fragen ausführlich klären.
An diesem Punkt möchten wir uns ganz herzlich bei Scythe für den freundlichen Kontakt und die Bereitstellung des Testmusters bedanken. Der Scythe Zipang CPU-Kühler ist ab sofort bei Hardware-Rogge erhältlich.
Wie eh und je liefert Scythe den Zipang in einer ansprechend gestalteten Hochglanzverpackung an die Kunden aus. In dieser finden sich neben dem Kühler selbst auch ein bereits vormontierter 140mm Lüfter, drei Montagemodule für AMD- und Intel-Systeme, eine kleine Tüte Silberwärmeleitpaste und eine ausführliche Montageanleitung.
Technische Daten
- Hybrid-Heatpipe-TopFlow-Kühler
- sechs 6mm U-Heatpipes (effektiv zwölf)
- Gewicht: 815g (inkl. Lüfter)
- 140mm Lüfter mit 1000 U/min (Förderleistung: 51,82CFM Lautstärke: 21dBA)
- Gesamtmaße(H/B/T): 145mm x 148mm x 112mm (inkl. Lüfter)
- Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2 und Sockel 478, LGA775 ohne Einschränkungen
Der Kühler im Detail
Bereits mit dem Andy Samurai Master versuchte Scythe mit einem TopFlow-Kühler im High-End-Segment Fuß zu fassen. Was zu seiner Zeit durchaus mit Erfolg gekrönt war, ist mittlerweile jedoch wieder überholt. Aus diesem Grund erblickte Anfang diesen Jahres auch ein neuer auf den Namen Zipang getaufter, neue Kühler den hartumkämpften Markt und besticht bereits auf den ersten Blick durch seine imposante Größe und den riesigen 140mm Lüfter.
Selbstverständlich muss sich der neue Scythe Zipang auch im Bereich der Material- und Verarbeitungsqualität beweisen, weshalb wir uns den Kühler mehr als nur einmal genau angeschaut haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Zipang verfügt über eine außerordentlich hohe Materialgüte und glänzt mit hoher Verarbeitungsqualität, die sich sprichwörtlich im absolut planen und vernickelten Kupferboden wiederspiegelt.
Mittlerweile sind wir es gewohnt immer größere Kühler auf unserer Teststation zu prüfen, weshalb die keinesfalls geringe Größe des Scythe Zipang keine Besonderheit mehr darstellt. Eine nicht zu verachtende Besonderheit, die wir so noch nicht bei anderen vergleichbaren Kühlern gesehen haben, findet sich jedoch beim genauen Betrachten im Aufbau des Kühlers. Die wohl wichtigste und profitabelste Veränderung gegenüber dem Andy Samurai Master und allen anderen TopFlow-Kühlern der verschiedensten Hersteller dürfte der Einsatz von U-förmigen Heatpipes sein. War dies noch ein Schwachpunkt der TopFlow-Kühler, da diese durch die L-förmigen Heatpipes trotz gleicher Anzahl an Heatpipes lediglich auf etwa die Hälfte der Hitzetransferleistung eines Tower-Kühlers mit U-förmigen Heatpipes kamen. An der Umsetzung gibt es jedoch ein paar Kritikpunkte. Zum einen dürfte der Wärmeübergang zwischen den unteren Heatpipes und den Aluminiumlamellen keinesfalls optimal sein, da die Lamellen die Heatpipes nur etwa zur Hälfte abdecken. Zum anderen fehlt es den Lamellen selbst ein wenig an Tiefe, damit die zusätzliche Transferleistung auch effektiv genutzt werden kann.
Ansonsten birgt der Zipang keine erwähnenswerten Neuerungen. Typischerweise wird auch hier die Abwärme des Prozessors mittels einer Kupferbodenplatte aufgenommen und (in diesem Fall) über sechs U-förmige 6mm Heatpipes an eine Vielzahl von extrem engstehenden Aluminium-Lamellen abgegeben. Aufgrund des geringen Lamellenabstandes erwarten wir zudem ein starkes Einbrechen der Kühlleistung beim Einsatz eines sehr langsam drehenden Lüfters. Erstaunlicherweise gibt Scythe jedoch an, den Lamellenabstand sowohl für niedrige als auch für hohe Lüfterdrehzahlen hin optimiert zu haben.
Sowohl 140mm als auch 120mm Lüfter lassen sich auf dem Scythe Zipang installieren, allerdings liegen lediglich Lüfterklammern für das größere 140mm Modell dem Lieferumfang bei. Über eine Entkoppelung der Lüfter ist bei derart straffen Drahtbügeln natürlich nicht zu denken, jedoch kann bereits der serienmäßige Lüfter mit einem relativ vibrationsarmen Lauf auftrumpfen, wodurch der Wunsch einer Entkoppelung weniger stark ausgeprägt ist. Interessenten finden den Zipang bereits für etwa 40 Euro im gehobenen Preissegment wieder, weshalb die großteils hohe Erwartungen auch gedeckt werden wollen.
Montage
Anders als bei den Schwergewichten Orochi und Ninja Copper setzt Scythe beim Zipang trotz nur geringfügigem Mindergewicht auf die mancherorts ungeliebten Pushpins zur Montage auf aktuellen Intel-Plattformen. Probleme bereiten dabei nicht nur die enorme Größe des Zipang und die damit nur schwer erreichbaren Pushpins, sondern auch deren ungewöhnliche Schwergängigkeit. Ungeübte Naturen könnten dadurch recht schnell in den Wahnsinn getrieben werden. Zumindest das Ergebnis nach getaner Arbeit kann sich aber durch den satten Sitz sehen lassen. Alternativ kann der Zipang auch mit dem Scythe Universal Retention Kit montiert werden, wodurch jedoch weitere Kosten entstehen. Die Montage auf den anderen unterstützten Sockeln geht dagegen relativ einfach und schnell von der Hand.
Der Scythe Zipang dürfte in die Riege der Kühler einzuordnen sein, die keineswegs problemlos auf alle Hauptplatinen befestigt werden können. Insbesondere der extreme Platzbedarf bedingt durch das 14cm-TopFlow-Designs und der benötigte Handlungsspielraum rund um den Sockel, um den Kühler zu montieren, dürfte auf einigen Mainboards dazu führen, dass die Installation nur mittels großer Fingerfertigkeit oder gar nicht möglich ist. Durch die freie 90° Drehbarkeit des Kühlers auf allen unterstützten Plattformen dürften die auf einer Seite recht ausladenden Heatpipes allerdings weniger ins Gewicht fallen und bei Komplikationen mit Bauteilen auf dem Mainboard entsprechend „weggedreht“ werden. Interessanterweise führt Scythe im eigenen Forum eine weiterführende Kompatibilitätsliste, die sicherlich die ein oder andere Frage im Vorfeld beantworten kann.
Testsystem
- Intel Core 2 Duo E6700
- Abit AW9D-MAX (Intel i975X) modifiziert mit Enzotech Chipsatzkühlern
- 2x 1024MB G.Skill DDR-II 800 CL4
- Thermaltake Eureka (abgeklebte Seitenwand)
- Scythe S-FLEX SFF21E variabel gesteuert
- Enermax Liberty 400W mit Scythe S-Flex SFF21E variabel gesteuert
- XFX GeForce 8400GS low profil
- Seagate ST3160812AS @ Bitumenbox by NoNoise
Aufgrund der gemachten Erfahrungen wurde das aktuelle Testsystem Anfang 2008 überarbeitet und verbessert. Dabei wurde das sehr hitzige Mainboard gegen ein leichter zu kühlendes Abit AW9D-MAX getauscht, bei welchem die Heatpipekonstruktion aus Kompatibilitätsgründen entfernt wurde. Während die Kühlkörper auf den Spannungswandlern auf ihren Positionen blieben, sitzen auf der North- und Southbridge nun Vollkupferkühler aus dem Hause Enzotech, die trotz ihrer geringen Größe immer noch ausreichende Kraftreserven bieten. Bis auf einen Grafikkartenwechsel blieb das System ansonsten unangetastet und basiert weiterhin auf dem Thermaltake Eureka und dem Enermax Liberty 400W Netzteil. Als Gehäuselüfter wurden zwei Scythe S-Flex SFF21E verbaut (im Heck und im Netzteil), die je nach Testsituation variabel über das Aquaero gesteuert werden. Dabei sind die Drehzahlen der beiden Lüfter bei jedem Test immer konstant, um ein Höchstmaß an Vergleichbarkeit zu erreichen.
Um auch auf konstruktionsbedingte Vor- und Nachteile (Verhalten im Luftstrom, Stellung der Heatpipes) der einzelnen Kühler eingehen zu können, testen wir praxisnah im geschlossenen Gehäuse. Zwar sind die erzielten Messwerte nicht mit anderen Systemen vergleichbar, da allein der Prozessor an sich durch Fertigungsschwankungen und unterschiedlich geformte Heatspreader die Ergebnisse verfälschen kann, jedoch können die von uns erarbeiteten Kühlercharts auf viele ähnliche Systeme übertragen werden.
Die Entlüftung erfolgte während der gesamten Testreihen ausschließlich über die Lüfter im Netzteil und im Heck des Gehäuses. Das löchrige Seitenteil wurde außerdem komplett abgedichtet. Je nach Testsituation konnte somit allein durch die Steuerung der beiden ausblasenden Lüfter ein relativ geordneter und unterschiedlich starker Luftstrom erzeugt werden. Den einzigen Lufteinlass stellte dabei eine Öffnung in der Front des Gehäuses dar.
Zwar zeichnet sich seit einiger Zeit ab, dass die Prozessorhersteller verstärkt darauf achten, stromsparende Produkte auf den Markt zu bringen, jedoch erzielen einzelne Topmodelle immer noch enorme Verlustleistungen, weshalb wir unser Testsetup nach oben hin enorm erweitert haben. Mit 115W Abwärme im Performancemodus werden es unsere Testprobanden also in Zukunft zu Tun bekommen. Gleichzeitig werden die Kühler im Silent- und UltraSilent-Betrieb mit 85W konfrontiert, was aufgrund der stark verringerten Luftbewegung im Gehäuse und am Kühlerkörper selbst, nicht minderschwere Ansprüche stellt. Zu guter Letzt haben wir den semipassiven Betrieb (lediglich die Lüfter im Gehäuse und Netzteil drehen noch) erweitert und testen nun sowohl bei 55W als auch bei 65W mit unterschiedlich starker Entlüftung.
Testablauf
Für vergleichbare Ergebnisse ist es erforderlich, einen festgelegten Testablauf strikt einzuhalten. Nach ausführlichen Belastungstest hat sich Prime95 wieder einmal als am stärksten auslastendes Programm herausgestellt. Aufgrund der großen L2-Cache-Größe setzen wir nun den Test “small FFT’s” ein, der nochmal ein wenig mehr Verlustleistung erzeugt. Auch die in allen Tests verwendete Arctic Ceramique Wärmeleitpaste stellt ein wichtiges Kriterium für die Vergleichbarkeit der Tests untereinander dar.
- zweistündige Aufwärmphase durch 3DMark06 Loop + DualPrime
- jeweils 30min Aufheizen mittels DualPrime “small FFT’s”
- Aufzeichnen der CPU-Temperatur durch CPUTempWatch 1.0.4 und Everest Ultimate Edition
- Aufzeichnen der Systemtemperaturen durch AquaSuite für Aquaero
- zehnminütige Abkühlphase
- Wiederholung der letzten vier genannten Punkte
Für eine optimale Messung der Raum- und Gehäusetemperatur haben wir zwei geeichte Temperatursensoren an das verbaute AquaComputer Aquaero angeschlossen. Die Sensoren wurden dabei an möglichst zugfreien Positionen angebracht, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird. Die Gehäusetemperatur wurden deshalb am 5,25″ Schacht und die Raumtemperatur an der Front des Gehäuses gemessen.
| [Testeinstellungen] |
[Referenzlüfter] |
Prozessor: 3333MHz @ 1,58V Prozessor: 2667MHz @ 1,48V Prozessor: 2667MHz @ 1,48V Prozessor: 2667MHz @ 1,2V Prozessor: 2667MHz @ 1,2V Prozessor: 2667MHz @ 1,3V |
“Performance”: 1000U/min “Performance”: 1200U/min “Performance”: 1400U/min “Performance”: 1600U/min “Performance”: 2000U/min |
In der linken Spalte sind unsere neuen Testeinstellungen aufgelistet. Dabei haben wir verschiedene Lüfterkonfigurationen bei vier verschiedenen Prozessoreinstellungen getestet und können durch die erhöhte Wärmeverlustleistung bei den neuen Testbedingungen die getesteten Produkte besser voneinander abgrenzen.
Die rechte Spalte zeigt dagegen unsere verwendeten Referenzlüfter in den jeweiligen Größen inklusive der entsprechenden Drehzahlen für die einzelnen Testsituationen. Wir haben dabei besonders großen Wert auf eine annährend gleiche Lautstärke der Lüfter in den jeweiligen Einstellungen gelegt.
Nun wollen wir einen Blick auf alle erzielten Testergebnisse werfen. Die Messwerte sind dabei in Aktiv- und Passivbetrieb unterteilt. In den jeweiligen Tabellen findet außerdem noch eine weitere Unterteilung in die einzelnen Testsettings statt.
- Kühlleistung Aktivbetrieb (85W und 115W Verlustleistung)
| Modus | Kühler Lüfter, Drehzahl | delta T CPU / Raum | Temperatur CPU (Raum / Case) |
|---|---|---|---|
Performance | Scythe Zipang (vertikal) Sharkoon 140mm SF-M – 1000 U/min (9V) | ||
Performance | Scythe Zipang (horizontal) 140mm Standardlüfter – 1000 U/min (12V) | ||
Performance | Scythe Zipang (horizontal) Sharkoon 140mm SF-M – 1000 U/min (9V) | ||
Silent | Scythe Zipang (vertikal) Sharkoon 140mm SF-M – 666 U/min (4,8V) | ||
Silent | Scythe Zipang (horizontal) 140mm Standardlüfter – 666 U/min (7,7V) | ||
Silent | Scythe Zipang (horizontal) Sharkoon 140mm SF-M – 666 U/min (4,8V) | ||
UltraSilent | Scythe Zipang (vertikal) Sharkoon 140mm SF-M - 400 U/min (2,7V) |
- Kühlleistung Sockelumgebung (85W Verlustleistung – Silentsetup)
| Kühler | delta T CPU / Raum | delta T PWM(oben)/Raum | delta T PWM(links)/Raum |
|---|---|---|---|
| Scythe Zipang (horizontal/blasend) | |||
| Scythe Zipang (horizontal/saugend) | |||
| Scythe Zipang (vertikal/blasend) |
Die ermittelten Testergebnisse hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck in der Redaktion. Während die Ergebnisse im Performance-Modus sehr ordentlich sind, sieht es in den anderen Kategorien weniger rosig aus. Im UltraSilent-Betrieb ist die Kühlleistung des Zipang sogar lediglich in vertikaler Ausrichtung als gerade noch ausreichend zu bewerten. Im horizontalen Betrieb quittierte unser Testsystem den Testlauf mit einem Absturz. Besonders auffällig sind zudem die im Vergleich zu fast allen Tower-Kühlern erhöhten Temperaturen der Spannungswandler. Dies zeigt zum wiederholten Male, dass bei moderater Belüftung TopFlow-Kühler die Sockelumgebung nicht automatisch besser kühlen als Tower-Kühler.
Werfen wir nun einen Blick auf den ersten Teil unserer Kühlercharts für den aktivbelüfteten Betrieb.
CPU-Kühler Charts 85W (Silent) |
|
|---|---|
| Prolimatech Megahalems |
34.1
|
| Scythe Mugen 2 |
35.5
|
| Thermalright IFX-14 mit HR-10 |
35.6
|
| Zalman CNPS9900 LED * |
36.9
|
| Thermalright IFX-14 ohne HR-10 |
37.1
|
| Xigmatek Thor's Hammer S126384 |
37.5
|
| Noctua NH-U12P |
37.5
|
| Thermalright TRUE BLACK 120 |
38.8
|
| Xigmatek Achilles S1284 |
38.8
|
| Zalman CNPS10X Extreme |
38.8
|
| Gigabyte G-Power Pro II * |
39.2
|
| ZEROtherm FZ120 |
39.7
|
| Scythe Ninja 2 |
39.9
|
| Xigmatek HDT-D1284 (horizontal) |
40.5
|
| Noctua NH-C12P (vertikal) |
41.1
|
| Scythe Mugen |
41.2
|
| Scythe Ninja Cu |
41.5
|
| Xigmatek HDT-D1284 (vertikal) |
41.5
|
| Cooler Master Hyper Z600 |
41.8
|
| Xigmatek Nepartak S983 (92mm) |
41.8
|
| Scythe Orochi (horizontal) |
42.2
|
| Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 |
42.5
|
| Sunbeam Core-Contact Freezer |
42.6
|
| Xigmatek RED SCORPION-S1283 |
42.9
|
| Cooler Master V8 |
43.1
|
| EKL Alpenföhn Groß Clockner |
43.3
|
| Xigmatek HDT-SD964 (92mm) |
43.5
|
| Scythe Ninja PLUS Rev.B |
43.8
|
| Scythe Zipang (vertikal - 140mm) |
43.8
|
| Scythe Katana 3 (92mm) |
44.8
|
| Reeven RCCT-0901SP (92mm) |
45.2
|
| Zalman CNPS9300 AT (92mm) |
45.2
|
| Noctua NH-U9B (92mm) |
45.2
|
| Cooler Master Hyper TX3 (92mm) |
45.3
|
| Arctic Cooling Freezer 7 Pro (92mm) |
45.9
|
| Asus Triton 81 (92mm) |
46.1
|
| Scythe Orochi (vertikal) |
46.2
|
| Gelid Silent Spirit (92mm) |
46.5
|
| Xigmatek Cobra D984 (92mm) |
47.5
|
| Δ-T zwischen gemessener Raum- und Kerntemperatur in Kelvin - weniger ist besser (Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,48V - ca. 85W WVL - Casefan @ 650U/min) |
|
Für die Größe des Scythe Zipang ist die Platzierung am Ende des Testfeldes sicherlich eine Enttäuschung. Insbesondere der geringe Lamellenabstand dürfte hier den auschlaggebenden Faktor für die vergleichsweise schlechte Kühlleistung darstellen.
CPU-Kühler Charts 85W (Ultrasilent) |
|
|---|---|
| Prolimatech Megahalems |
44.2
|
| Scythe Mugen 2 |
44.8
|
| Noctua NH-U12P |
45.5
|
| Thermalright IFX-14 mit HR-10 |
46.5
|
| Zalman CNPS9900 LED * |
46.9
|
| Scythe Mugen |
47.1
|
| Scythe Ninja Cu |
47.5
|
| Xigmatek Thor's Hammer S126384 |
47.5
|
| Thermalright IFX-14 ohne HR-10 |
48.1
|
| Scythe Ninja 2 |
48.9
|
| Scythe Orochi (horizontal) |
49.2
|
| Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 |
49.5
|
| Xigmatek Achilles S1284 |
49.8
|
| Scythe Ninja PLUS Rev.B |
50.5
|
| Cooler Master Hyper Z600 |
50.9
|
| Xigmatek HDT-D1284 (horizontal) |
51.5
|
| ZEROtherm FZ120 |
51.7
|
| Noctua NH-C12P (vertikal) |
52.1
|
| Gigabyte G-Power Pro II * |
52.1
|
| Thermalright TRUE BLACK 120 |
52.8
|
| Zalman CNPS10X Extreme |
52.8
|
| Scythe Orochi (vertikal) |
53.2
|
| Xigmatek RED SCORPION-S1283 |
53.2
|
| EKL Alpenföhn Groß Clockner |
53.3
|
| Xigmatek HDT-D1284 (vertikal) |
53.4
|
| Sunbeam Core-Contact Freezer |
53.6
|
| Scythe Zipang (vertikal - 140mm) |
56.9
|
| Zalman CNPS9300 AT (92mm) |
57.2
|
| Asus Triton 81 (92mm) |
57.9
|
| Cooler Master V8 |
58.1
|
| Cooler Master Hyper TX3 (92mm) |
58.3
|
| Xigmatek Nepartak S983 (92mm) |
59.8
|
| Reeven RCCT-0901SP (92mm) |
60.2
|
| Scythe Katana 3 (92mm) |
60.8
|
| Arctic Cooling Freezer 7 Pro (92mm) |
61.8
|
| Xigmatek HDT-SD964 (92mm) |
62.5
|
| Gelid Silent Spirit (92mm) | nicht bestanden |
| Xigmatek Cobra D984 (92mm) | nicht bestanden |
| Δ-T zwischen gemessener Raum- und Kerntemperatur in Kelvin - weniger ist besser (Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,48V - ca. 85W WVL - Casefan @ 500U/min) |
|
Bei noch weiterer Drehzahlreduzierung ist der Einbruch der Kühlleistung noch extremer, als wir es schon im Silent-Betrieb beobachten konnten. Mit über drei Kelvin Abstand zum vorletzten Platz übernimmt der Zipang im UltraSilent-Modus klar die rote Laterne.
Zu guter Letzt folgen nun die Kühlercharts bei extrem hoher Verlustleistung im “Performance”-Modus.
CPU-Kühler Charts 115W (Performance) |
|
|---|---|
| Prolimatech Megahalems |
43.1
|
| Scythe Mugen 2 |
45.7
|
| Xigmatek Thor's Hammer S126384 |
46.5
|
| Thermalright IFX-14 mit HR-10 |
46.6
|
| Xigmatek Achilles S1284 |
46.8
|
| Zalman CNPS10X Extreme |
46.8
|
| Gigabyte G-Power Pro II * |
47.4
|
| Thermalright TRUE BLACK 120 |
47.7
|
| ZEROtherm FZ120 |
47.8
|
| Zalman CNPS9900 LED * |
47.9
|
| Thermalright IFX-14 ohne HR-10 |
48.2
|
| Noctua NH-U12P |
49.5
|
| Xigmatek Nepartak S983 (92mm) |
49.8
|
| Noctua NH-C12P (vertikal) |
51.1
|
| Scythe Ninja 2 |
51.1
|
| Scythe Ninja Cu |
51.5
|
| Cooler Master Hyper Z600 |
51.5
|
| Xigmatek HDT-D1284 (vertikal) |
51.5
|
| Sunbeam Core-Contact Freezer |
52.1
|
| EKL Alpenföhn Groß Clockner |
53.3
|
| Cooler Master V8 |
53.5
|
| Scythe Zipang (vertikal - 140mm) |
53.8
|
| Arctic Cooling Freezer 7 Pro (92mm) |
53.9
|
| Xigmatek RED SCORPION-S1283 |
54.2
|
| Scythe Mugen |
54.2
|
| Scythe Orochi (horizontal) |
54.2
|
| Reeven RCCT-0901SP (92mm) |
54.2
|
| Xigmatek HDT-SD964 (92mm) |
54.5
|
| Scythe Katana 3 (92mm) |
54.8
|
| Xigmatek HDT-D1284 (horizontal) |
55.5
|
| Noiseblocker Cool Scraper Rev.3 |
55.5
|
| Zalman CNPS9300 AT (92mm) |
56.1
|
| Noctua NH-U9B (92mm) |
56.2
|
| Asus Triton 81 (92mm) |
56.2
|
| Xigmatek Cobra D984 (92mm) |
56.5
|
| Cooler Master Hyper TX3 (92mm) |
56.7
|
| Gelid Silent Spirit (92mm) |
59.8
|
| Scythe Ninja PLUS Rev.B | nicht bestanden |
| Scythe Orochi (vertikal) | nicht bestanden |
| Δ-T zwischen gemessener Raum- und Kerntemperatur in Kelvin - weniger ist besser (Intel Core 2 Duo E6700 @ 2667MHz 1,58V - ca. 115W WVL - Casefan @ 800U/min) |
|
Im Performance-Modus sieht das Ergebnis des Scythe Zipang doch noch versöhnlich aus. Mit starker Belüftung avanciert der flache Riese zum zweitstärksten TopFlow-Kühler in unseren Kühlercharts und lässt sogar die hauseigene Konkurrenz namens Mugen und Orochi hinter sich.
Kommen wir nun zur Geräuschentwicklung, die für Viele immer wichtiger wird und gar nicht gering genug sein kann. Die Geräuschentwicklung der Lüfter ist auf jedem der Kühlkörper in etwa gleich und deshalb bewerten wir direkt die Lüfter in Sachen Laufruhe und Geräuschentwicklung. Zur Optimierung der Lautstärke sollten Lüfter allerdings generell noch entkoppelt werden.
| Scythe Zipang (140mm) Scythe DFS132512L | Lautstärke aus 30cm Entfernung | Nebengeräusche |
|---|---|---|
| 12V – 976 U/min | horizontal: deutliches Summen vertikal: deutliches Summen |
|
| 9V – 823 U/min | horizontal: leichtes Rattern vertikal: leichtes Rattern |
|
| 7V – 633 U/min | horizontal: leichtes Rattern vertikal: leichtes Rattern |
|
| 5V – 444 U/min | horizontal: minimales Rattern vertikal: minimales Rattern |
Oftmals liefern die Hersteller ihre Kühler mit viel zu starken und dementsprechend lauten Lüftern aus. Beim Scythe Zipang hätte die Wahl des Lüfters auch etwas anders ausfallen können – aber diesmal etwas stärker! Mit knappen 1000 U/min bei 12V Lüfterspannung fehlt dem Lüfter nämlich ein wenig die Kraft, um die Luft durch die engstehenden Lamellen des Zipang zu drücken. Abgesehen davon präsentiert sich der große 140mm Lüfter aber von seiner besten Seite und trumpft mit einem nahezu nebengeräuschfreien Lauf über das gesamte Drehzahlband auf. Lediglich ein leichtes Rattern ist aus minimalem Abstand zu vernehmen, welches jedoch keineswegs als störend empfunden werden dürfte.
Es fällt uns nicht leicht abschließende Worte für die erbrachten Leistungen zu finden. Das Konzept des Scythe Zipang sah durchaus vielversprechend aus, jedoch haben sich bereits im Vorfeld genannte Zweifel bewahrheitet, weshalb insbesondere die sehr schwache Kühlleistung bei moderaten Lüfterdrehzahlen und die aufgrund der immensen Größe erschwerte Montage negativ ins Gewicht fallen. Auf der Habenseite stehen jedoch eine recht gute Kühlleistung im Performance-Modus, ein gewohnt leiser und laufruhiger Lüfter sowie die hochwertige Material- und Verarbeitungsqualität. Letztendlich zeigen der sehr geringe Lamellenabstand und der langsam drehende und gleichsam leise 140mm Lüfter, dass das Gesamtpaket nur eingeschränkt aufeinander abgestimmt ist.
Für welchen Anwendungsbereich ist der Scythe Zipang demnach zu empfehlen? Anwendern, denen der mitgelieferte Lüfter bei 12V leise genug ist und dementsprechend von der guten Kühlleistung für Prozessor und Umgebung profitieren möchten, sei der Kühler ohne Bedenken ans Herz gelegt. Für die Montage sollte man jedoch keinesfalls zwei linke Hände besitzen!
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Hersteller
Info zum Beitrag
geschrieben am Freitag, den 30. Mai 2008 um 11:44 Uhr
Kategorie(n): CPU-Kühler
Tags: 140mm Lüfter, Scythe, Top-Flow-Kühler, Zipang




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