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Lian Li V1010b

Das GehÀuse innen

Um ans Innere des GehĂ€uses zu kommen mĂŒssen erstmal die Seitenteile den Weg rĂ€umen. Auch das Entfernen selbiger weicht vom ĂŒblichen Standard ab. So muss zum Lösen der Seitenwand lediglich eine Thumbscrew gelöst werden, welche einen speziellen Mechanismus freigibt, bestehend aus einer Metallstange besetzt mit kleinen Haken, die sich im Innenraum befindet. Durch lösen der Thumbscrew kann man diese Stange ein StĂŒck nach hinten ziehen und die Seitenwand freigeben. Diese Prozedur ist am Anfang etwas schwergĂ€ngig, nach mehrmaligem DurchfĂŒhren allerdings Ă€ußerst komfortabel. Wenn man es fĂŒr Nötig befindet, hat man auch die Möglichkeit die linke Seitenwand abzuschließen bzw. den Mechanismus durch ein VorhĂ€ngeschloss zu sperren.

Innen prĂ€sentiert sich das Lian Li V1010b mindestens genauso schick wie außen. Das silberne Aluminium ist piekfein verarbeitet und glĂ€nzt uns entgegen. Hier fĂ€llt nun auch schon die nĂ€chste große Änderung zur alten Serie auf. Das Mainboard wird auf Wunsch vieler Besitzer diesmal nicht mehr um 180° gedreht verbaut. Schnell fĂ€llt auch die ungewöhnliche Raumaufteilung auf. Das GehĂ€use besteht im Grunde aus zwei getrennten Bereichen. Der obere Bereich beinhaltet das Mainboard und die 5,25″ Laufwerke, der untere das Netzteil und die Festplatten. Insgesamt können sechs 5,25″ Laufwerke verbaut werden, einer davon jedoch nur intern. An 3,5″ SchĂ€chten stehen sechs interne zur VerfĂŒgung. ZusĂ€tzlich finden sich noch einige DurchfĂŒhrungen in den ZwischenwĂ€nden, damit der ambitionierte Computerschrauber vor keine Problemen beim Kabelverlegen steht.

Desweiteren kommt man nun an die HalteĂ€rmchen der Schachtblenden. Einfach von innen zusammendrĂŒcken und schon kann die Blende entfernt werden. Auch sie besteht natĂŒrlich vollstĂ€ndig aus Aluminium. FĂŒr eine bessere Ventilation im oberen Bereich sind die Blenden gelocht und sind zudem erfreulicherweise mit einem auswaschbaren Staubfilter versehen, welcher das Eindringen von Staub durch die zahlreichen Löcher effektiv verhindert.

Nach dem Öffnen des GehĂ€uses zeigt sich nun auch die Funktion von zwei Thumbscrews an der RĂŒckseite. Der Mainboardschlitten befindet sich in einer Art Schienensystem und wird von eben diesen Thumbscrews gehalten. Durch Lösen dieser kann der Tray nach vorne gezogen und entnommen werden. Leider bleiben die Erweiterungsslots und der Platz fĂŒr das I/O-Shield weiterhin mit dem GehĂ€use verbunden. Ein komplettes Zusammenschrauben der Hardware außerhalb des engen GehĂ€uses ist also weiterhin nicht möglich. UnĂŒbersehbar sind auch die großen LĂŒftungsschlitze im Bereich des CPU-Sockels, damit die nach hinten abgegebene Hitze sich nicht unter dem Mainboard stauen kann. Ob diese Theorie auch in der Praxis etwas bewirkt sei allerdings dahingestellt.
An der RĂŒckseite verschraubt, kann man nun auch die interne LĂŒftersteuerung begutachten. Eine kleine grĂŒne Platine, ein Stromkabel und eine Handvoll AnschlĂŒsse fĂŒr LĂŒfter.

Lian Li verbaut werkseitig zwei LĂŒfter, jeweils einen fĂŒr jeden Bereich. FĂŒr die ausreichende KĂŒhlung der Festplatten sorgt ein 140mm großes Modell von Lian Li. Um ihn zu demontieren reicht ein Lösen von zwei Thumbscrews, danach kann man den LĂŒfter mitsamt Halterung des Staubfilters entnehmen. Über kleine Gummistreifen ist der Halterahmen des LĂŒfters zusĂ€tzlich entkoppelt. An der RĂŒckseite werkelt ein normaler 120mm LĂŒfter. Ein LĂŒftergitter schĂŒtzt den Wirbelwind davor, dass sich Kabel in den RotorblĂ€ttern verfangen.

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