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Lian Li V1010b

Einbau der Hardware

Mainboard / Erweiterungskarten

Der Einbau der Hauptplatine ist durch den herausnehmbaren Mainboardschlitten sehr einfach. Mithilfe des mitgelieferten Werkzeugs einfach die benötigten Abstandhalter einschrauben, Mainboard darauf ausrichten und festschrauben. Dann mĂŒssen nur noch RAM und CPU-KĂŒhler montiert werden und schon kann der Tray wieder zurĂŒck in seine angestammte Position. Zuvor allerdings nicht vergessen das zum Mainboard gehörende I/O-Shield zu montieren. Bei sehr breiten CPU-KĂŒhlern oder bei Platinen mit nahe an der Kante platzierten Sockeln kann es in einigen FĂ€llen dazu kommen, dass der Mainboardtray sich nicht mehr einhĂ€ngen lĂ€sst, da der KĂŒhler an die obere Aluminiumverstrebung stĂ¶ĂŸt. Hierbei muss man dann leider auf das Zugreifen der externen Montage verzichten.
Erweiterungskarten können leider auch erst direkt im GehÀuse montiert werden, da die Erweiterungsslots, wie schon erwÀhnt, weiterhin mit dem GehÀuse fest verbunden sind anstatt mit dem Mainboardtray selbst. An eine werkzeugfreie Montage hat Lian Li allerdings gedacht und stattet alle sieben Slots mit Thumbscrews aus.

Netzteil / Festplatten

Auch die Montage des Netzteils ist sehr benutzerfreundlich. FĂŒr einen sicheren Halt muss vor dem Einbau eine Blende an das Netzteil montiert werden, es anschließen in den Netzteilschacht geschoben und auf dem kleinen Podest plaziert werden. Danach die Blende werkzeuglos mithilfe vierer Thumbscrews mit dem GehĂ€use verbinden. Zuvor sollte man allerdings daran denken die von Lian Li beigelegte, speziell lange Thumbscrew in das Gewinde im Zwischenboden zu schrauben, welche mithilfe des gummierten GegenstĂŒcks das Netzteil zusĂ€tzlich auf das Podest drĂŒckt.
Und sogar die Montage der Festplatten ist komplett ohne Werkzeug durchzufĂŒhren. Dazu legt Lian Li diesmal spezielle Daumenschrauben bei, die Platz fĂŒr einen Gummipuffer bietet. Sind vier StĂŒck davon verschraubt kann die Festplatte von hinten in den ihr zugeteilten Schacht geschoben werden. Der Vorsatz einer Entkopplung ist zwar lobenswert, das erhofte Resultat wird aber nur in mĂ€ĂŸigen Maßen erreicht. Eine weitere EnttĂ€uschung mussten wir bei den FestplattenkĂ€figen selbst feststellen. So sind selbige zwar nicht vernietet und alle fixierenden Schrauben leicht zugĂ€nglich und entfernbar, die KĂ€fige selbst aber so bemessen, dass ohne stĂ€rkeres Verbiegen kein Ausbau möglich ist. Besitzer einer Bitumen- und/oder DĂ€mmbox bleibt hier nur eine gewalttĂ€tige Lösung, will man seine Box in den dafĂŒr vorgesehenen Bereich postieren. Eine Lösung wie beim PC-A10 wĂ€re hier wĂŒnschenswert.

Optische Laufwerke / Sonstiges

Bei den optischen Laufwerken setzt Lian Li weiterhin auf die altbewĂ€hrte Schraubmontage. In Anbetracht dessen, dass solche Laufwerke eher selten umgebaut werden ist diese Tatsache zu verschmerzen. Wer seine Front trotz verbautem Laufwerk einheitlich gestalten will, dem bietet Lian Li eine optionale Blende fĂŒr alle gĂ€ngigen Laufwerke (ausgenommen Slot-in) an. Deren Montage sowie auch die Montage der normalen Schachtblenden ist allerdings etwas fummelig.
Zum Schluss noch zu zwei praktischen Besonderheiten des GehĂ€uses: Besitzer langer Grafikkarten kennen eventuell das Problem herunterhĂ€ngender Platinen. Die Edelschmiede aus Taiwan hat hierfĂŒr eine passende Lösung entworfen. An einer AluminiumsĂ€ule in der NĂ€he der Steckkarten lassen sich Plastikhalterungen verschiedener LĂ€ngen einhaken, welche, justiert und fixiert durch lange RĂ€ndelschrauben, die langen Platinen vor einem DurchhĂ€ngen bewahren. Die zweite Besonderheit betrifft den optionalen LĂŒfter, welcher neben den RAMs gesetzt werden kann. NatĂŒrlich können auch separat gekaufte LĂŒfter an den speziellen Rahmen montiert werden.

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