7 CPU-Kühler im Vergleich (Roundup)
Autor: Jörg Sukale
Scythe Ninja 2 im Detail
In einer mittlerweile für Scythe üblich gestalteten Hochglanzverpackung liefert Scythe die neueste Version des beliebten Ninja aus. Ebenso unverändert sieht auch der Lieferumfang aus und so sind ein spezieller Slipstream 120mm Lüfter, die bekannten Montagemodule, eine kurze mehrsprachige Anleitung, zwei Lüfterklammern sowie eine kleine Tüte Wärmeleitpaste wenig überraschend.
Technische Daten
- Hybrid-Heatpipe-Tower-Kühler
- sechs 6mm U-Heatpipes (effektiv zwölf)
- Gewicht: 705g (ohne Lüfter)
- 120mm Lüfter mit 1000 U/min (Lautstärke: 20,5dBA)
- Gesamtmaße(H/B/T): 152mm x 116mm x 116mm (ohne Lüfter)
- Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2(+) und Sockel 478/LGA775 ohne Einschränkungen
Der Kühler im Detail
Mit der Einführung des Scythe Ninja hat sich Scythe vor einigen Jahren in der gesamten Computerwelt einen Namen gemacht und zählt mittlerweile zu den wohl wichtigsten Herstellern von Kühlungsprodukten weltweit. Nach kleineren Veränderungen in der Revision B des Ur-Ninjas sowie einer Jubiläumsversion in Vollkupfer namens Ninja Copper folgt nach nunmehr über drei Jahren der Ninja 2. Da Erfolg bekanntlich verpflichtet, wurden auch die Erwartungen in den Nachfolger entsprechend hoch angesetzt.
Über die Qualität des Japaners muss man gar nicht viele Worte verlieren. Eine hervorragende Verarbeitung gepaart mit erstklassiger Materialqualität und einem nahezu perfekten Finish, das sich insbesondere im perfekt bearbeiteten Kühlerboden widerspiegelt, lassen auch den kleinsten Hauch von Kritik bereits im Keim ersticken.
Große Veränderungen hat Scythe dem neuen Ninja 2 nicht verpasst, so bleibt der Charme der Ninja-Serie auch beim Ninja 2 schadlos erhalten. Sechs 6mm Heatpipes, die in einem quadratischen Lamellenkühlkörper enden, stellen weiterhin die Basis des mittlerweile kompakt anmutenden Tower-Kühlers dar. Auch das Loch in der Mitte der Lamellen blieb erhalten und hat ähnlich wie die Lamellen an sich lediglich eine leichte Formänderung erfahren. Wie seit geraumer Zeit üblich besitzt auch der Ninja 2 wieder einen vernickelten Kupferboden zur Vermeidung von unschönen Verfärbungen auf purem Kupfer.
Während die bereits genannten Änderungen eher kosmetischer Natur sind, gab es auch die ein oder andere Optimierung, um noch mehr Leistung aus dem Kühlerdesign zu holen. Dazu zählen in erster Linie die aufgefächerten Heatpipes, die nun wie beim Ninja mini und Ninja Copper die Abwärme des Prozessors großflächiger auf den Lamellen verteilen. Aber auch die erhöhte Lamellenanzahl mit dem daraus resultierenden geringeren Lamellenabstand trägt ihren Anteil zur Verbesserung der Leistung bei. Scythe selbst spricht von einer Steigerung von bis zu fünf Prozent im Passiv-Betrieb bzw. von bis zu 15 Prozent im Aktiv-Betrieb.
Der mitgelieferte Slipstream Lüfter wurde extra für den Einsatz am Ninja 2 modifiziert und dreht bei 12V nunmehr nur noch mit rund 1000U/min. Entgegen vieler anderer Hersteller zielt man somit eindeutig auf die Silencer und weniger auf die Übertakter ab, wohlwissend dass sich der Ninja 2 aufgrund des großen Lamellenabstandes in diesem Bereich auch deutlich wohler fühlt. Die bekannten Lüfterklammern sind weiterhin für Anfänger etwas schwer zu handhaben, bereiten jedoch mit etwas Erfahrung keine Schwierigkeiten mehr.
Ist es in vielen Branchen üblich, dass ein Nachfolger oftmals etwas mehr als das alte Modell kostet, so sieht es beim Ninja 2 erfreulicherweise etwas anders aus. Mit Preisen von knapp unter 30 Euro ist der Kühler bereits in gängigen Preisvergleichen gelistet und unterbietet somit den Vorgänger sogar geringfügig. Sollte der Ninja 2 wirklich messbare Verbesserungen erzielen, so gehört er aktuell zu den wohl besten Angeboten.
Montage
Scythe setzt auch beim Ninja 2 auf spezielle Montagemodule für die verschiedensten AMD- und Intel-Plattformen, die mit dem Kühler verschraubt werden. Anschließend kann der Kühler ohne Werkzeug in ein vorhandenes Retentionmodul (AMD und Intel Sockel 478) eingehakt oder mittels Push-Pins (Intel LGA775) befestigt werden. Für den normalen Gebrauch sind diese Varianten auch völlig ausreichend, jedoch sollte man beim Transport je nach Handhabung über einen Ausbau des Kühlers nachdenken, um der Gefahr von Schäden entgegenzuwirken.
Zur Montage selbst ist noch zu sagen, dass ein Mainboardausbau insbesondere auf aktuellen Intel-Plattformen (LGA775) wahrscheinlich von Nöten sein wird, da die Push-Pins nur schwer erreichbar sind und bei unserem Testmuster unerwartet schwergängig waren.
Inkompatibilitäten sollten durch die weniger herausstehenden Heatpipes im Vergleich zum Vorgänger signifikant gesunken sein, da dies oftmals den Hauptgrund für Probleme beim Einbau darstellte. Besonders große Kühler oder Bauteile in unmittelbarer Nähe des Prozessorsockels können aber auch heute noch zu Komplikationen führen. Die erfreulich niedrige Höhe von etwa 15cm beschert dem Ninja 2 dagegen einen Bonus gegenüber den meisten anderen erhältlichen Tower-Kühlern im 120mm Format, da einige Gehäuse wie zum Beispiel das kompakte GMC R2-Toast von diesem kleinen Unterschied profitieren.
Info zum Beitrag
geschrieben am Sonntag, den 2. November 2008 um 19:14 Uhr
Kategorie(n): CPU-Kühler
Tags: 120mm Lüfter, Achilles S1284, Cooler Master, FZ-120, G-Power II Pro, Gigabyte, NH-C12P, Ninja 2, Noctua, Roundup, Scythe, Thermalright, Top-Flow-Kühler, Tower-Kühler, TRUE BLACK 120, V8, Xigmatek, ZEROtherm




Loading... 










