Silenthardware-Feed abbonieren

7 CPU-Kühler im Vergleich (Roundup)

Xigmatek Achilles S1284 im Detail

Anders als alle anderen Testprobanden wird der Achilles S1284 in einer Blisterverpackung ausgeliefert, in der dem interessierten Käufer bereits erste Einblicke gewährt werden. Weniger spektakulär ist dagegen der knappe Lieferumfang, der auf das Nötigste begrenzt ist. So wird das benötigte Montagematerial, eine Montageanleitung, eine kleine Tüte Wärmeleitpaste, ein optisch ansprechender 120mm PWM-Lüfter und vier Silikonentkoppler mitgeliefert.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe-Tower-Kühler
  • vier 8mm U-Heatpipes (effektiv acht)
  • Gewicht: 660g (inkl. Lüfter)
  • 120mm Lüfter mit 1500 U/min (Lautstärke: 20,64dBA)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 159mm x 120mm x 60mm (ohne Lüfter)
  • Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2(+) und LGA775 ohne Einschränkungen

Der Kühler im Detail

Xigmatek konnte mit Kühlern der ersten Heat-Pipe-Direct-Touch (kurz HDT) Technologie bereits beachtliche Erfolge erzielen. Insbesondere der direkte Vorgänger unseres aktuellen Kandidaten konnte dabei durch gute Kühlleistung und einen geringen Preis überzeugen. Auch die hervorragende entkoppelte Lüftermontage ist heute noch ungeschlagen. Aufgrund der positiven Ergebnisse, die auch wir bereits mit einigen Kühlern aus dem Hause Xigmatek gemacht haben, sind die Erwartungen an den Nachfolger Achilles S1284 natürlich nicht gering.

Qualitativ hat man wieder einmal einen kleinen Schritt nach vorn machen können, so wirkt der Achilles S1284 durchweg gut verarbeitet und die Materialien erfreulich hochwertig. Auch der Boden, beim Erstlingswerk HDT-S1283 noch teilweise Anlass zur Kritik, weiß zu gefallen und garantiert einen optimalen Wärmeübergang zwischen Prozessor und Kühler. Unser Testexemplar besaß leider noch keine vernickelten Heatpipes, die das käuflich zu erwerbende Modell ähnlich wie der Red Scorpion S1283 jedoch haben wird.

Die Veränderungen am Achilles S1284 sind weitaus umfangreicher ausgefallen, als es der kleine Sprung in der Modellbezeichnung erahnen lässt. Neben der vierten 8mm Heatpipe spendierte Xigmatek dem neuen Topmodell ein komplett neues Lamellendesign und einen leichten Versatz in den Heatpipes. Ziel des Ganzen war dabei ganz klar die Optimierung des Wärmetransports vom Prozessor über die Lamellen an die Umgebungsluft. Freude von semipassiver Kühlung werden mit dem Achilles aber wohl wieder nicht glücklich werden, jedoch versprechen ein zumindest moderater Lamellenabstand und ausreichende Kühlfläche für gute Leistungen bei schwacher aktiver Belüftung – ein Szenario, in dem der Vorgänger noch Schwächen aufwies.

Dem Achilles legt Xigmatek den bekannten LED-Lüfter in schwarz-oranger Optik, den wir bereits beim Red Scorpion S1283 untersuchen konnten, bei. Im Gegensatz zu vielen anderen mitgelieferten Lüftern gibt es diesen sogar einzeln für einen sehr niedrigen Preis zu kaufen. Leichte Serienschwankungen sind jedoch leider nicht auszuschließen, so waren wir mit dem Lüfter weniger zufrieden als noch beim Red Scorpion.

Preislich ist der Achilles in etwas höhere Gefilde gestiegen und liegt nun mit rund 35 Euro im gemäßigten Mittelfeld der Hochleistungs-Kühler. Wir sind gespannt, ob sich der Aufpreis zum Vorgänger auch in unseren Messergebnissen widerspiegelt.

Montage

Xigmatek nutzt die vorhandenen Standardbefestigungen sowohl für AMD- als auch für Intel-Systeme. Bei AMD muss lediglich eine 1-Nasen-Klammer in das serienmäßige Retentionmodul eingehakt werden. Eine Drehung ist hier allerdings nicht möglich, so dass der Kühler auf den meisten erhältlichen Platinen vertikal in Richtung Netzteil ausgerichtet sein würde.

Anwender mit Intel-Untersatz greifen dagegen zu den teilweise sehr unbeliebten Push-Pins, die jedoch im Falle des Achilles leichtgängig betätigt werden konnten. Da zur Befestigung ausreichend Platz zur Verfügung steht, sollte der Einbau also auch ohne Mainboardausbau gelingen.

Auch der Xigmatek Achilles S1284 kann Probleme in kleineren Gehäusen hervorrufen, zeigt sich durch die Verwendung der Standardbefestigungsmethoden sowie einem geringen Platzbedarfs rund um den Prozessorsockels insgesamt aber erfreulich kompatibilitätsfreudig. Lediglich die ziemlich tief sitzende unterste Lamelle könnte mit großen Kühlern zusammenstoßen und somit den Einbau verhindern.

Social Bookmarking:
  • Print this article!
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Diigo
  • Identi.ca
  • MySpace
  • Twitter
  • Webnews.de
Vorherige Seite Nächste Seite