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Scythe Mugen 2

Scythe Mugen 2 im Detail

Der stabile Hochglanzkarton ziert bereits seit langem alle Scythe Kühler, weshalb auch der Mugen 2 in einem solchen ausgeliefert wird. Im Inneren ist dann jedoch nicht nur der Kühler selbst neu, sondern auch der beigelegte Slipstream PWM-Lüfter und die neuen verschraubbaren Montagemodule. Außerdem liegen dem Mugen 2 noch eine kleine Tüte Wärmeleitpaste, zwei Lüfterklammern und eine bebilderte Montageanleitung bei.

Technische Daten

  • Hybrid-Heatpipe-Tower-Kühler
  • fünf 6mm U-Heatpipes (effektiv zehn)
  • Gewicht: 870g (inkl. Lüfter)
  • 120mm PWM-Lüfter mit 1300 U/min (Lautstärke: 26,5dBA)
  • Gesamtmaße(H/B/T): 158mm x 130mm x 100mm (ohne Lüfter)
  • Kompatibilität: Sockel 754/939/940/AM2(+) und Sockel 478 sowie LGA775/1366 ohne Einschränkungen

Der Kühler im Detail

Lange ist es her, dass Scythe den Kühlermarkt auch im Performance-Sektor zu dominieren wusste. Anders als im passiven bzw. semipassiven Bereich gab es seit dem Erscheinen des Infinity (später umbenannt in Mugen) keine Neuvorstellung für den gerade unter Enthusiasten ausschlaggebenden Performance-Bereich. Mit dem Mugen 2 erblickt nun nach langem Warten endlich der Nachfolger des einstiegen Champions das Licht der Welt und soll die Leistungskrone wieder nach Japan holen.

Scythe spendiert dem Mugen 2 hochwertigste Materialien und lässt ihn unter höchsten Qualitätsstandards produzieren, wodurch die exzellente Verarbeitung zu erklären ist. Besonders der gewohnt spiegelglatte und vernickelte Kupferboden gehört zu den hervorzuhebenden Qualitätsmerkmalen des Japaners.

Anders als bei der Ninja-Reihe wurde dem Nachfolger des erfolgreichen Scythe Mugen ein deutlich abgeändertes Design verpasst, weshalb nur noch die fünf 6mm Heatpipes an den Vorgänger erinnern. Diese sind jedoch wie bei Sandwich-Kühlern üblich breit über den belüfteten Lamellenkühlkörper verstreut, um eine optimale Wärmeabfuhr möglichst aller Heatpipes zu erzielen und Hotspots zu reduzieren. Zusätzlich verfügt der Mugen 2 über eine neuartige Lamellenstruktur namens M.A.P.S. (Multiple Airflow Pass-through Structure), die trotz extrem geringem Lamellenabstand auch bei leichter Belüftung für eine gute Wärmeabfuhr sorgen soll. Für die nötige Stabilität des Mugen 2 sorgen im oberen und unteren Bereich des Kühlers zwei durch kleine Querstreben verbundene Lamellen. Außerdem fehlen weder der für fast alle Scythe-Kühler übliche kleine Alumium-Strangkühler über der Bodenplatte noch die charakteristischen Heatpipe-Kappen beim Mugen 2.

Die Möglichkeit den mitgelieferten 120mm Lüfter an alle vier Seiten des Kühlers zu montieren, hat der Mugen 2 ebenso vom Vorgänger übernommen wie die relativ einfache Klammermontage, die jedoch sämtliche Vibrationen des Lüfters an das gesamte System weitergibt. Wirklich effektiv arbeitet ein 120mm Lüfter jedoch nur an der Längsseite des Kühlers, da an der kürzeren Seite Luft am Kühler vorbeigeblasen wird und die Lamellenstruktur M.A.P.S. nicht zum Tragen kommt.

Die Preisgestaltung orientiert sich bisher stark am Vorgänger zu dessen Markteinführung. Mit knapp 40 Euro gehört der ordentlich ausgestattete Mugen 2 also zu den günstigeren High-End-Kühlern. Die direkten Konkurrenten aus dem Hause Noctua und Thermalright können gut und gerne zehn Euro mehr kosten.

Montage

Da es in der Vergangenheit des Öfteren Kritik an der Montage einiger Kühler aus dem Hause Scythe gab, was sich jedoch hauptsächlich auf die zumeist unbeliebten, weil nicht immer einfach zu montierenden, Pushpins konzentrierte, setzt der Hersteller nun auf ein neuartiges Schraubsystem. Außerdem waren die starke Durchbiegung des Mainboards als auch die schwierige Zugänglichkeit bei größeren Kühlern Kritikpunkte der breiten Käuferschicht für die sonst übliche Pushpin-Montage.

Beim neuen Schraubsystem kommt eine universale Metallbackplate zum Einsatz, die mit einem am Kühler befestigten Montagemodul verschraubt wird. Ein Mainboardausbau ist deshalb für die Montage des Kühlers unumgänglich und ohne Übung ist der komplette Montageablauf keineswegs ein Kinderspiel, da das Verschrauben von der Rückseite des Mainboards hier und da ein wenig Fingerspitzengefühl verlangt. Nach erfolgter Montage kann die Lösung allerdings vollends überzeugen. Absolut stabil und sicher lässt sich damit sicherlich auch jeder zukünftige Kühlergigant sorgenfrei installieren.

In Sachen Kompatibilität sollte der Mugen 2 nicht mehr Probleme machen als andere gängige Tower-Kühler im 120mm-Format. Große Bauteile in unmittelbarer Sockelnähe müssen demnach im Auge behalten werden. Ebenso ist ein ausreichend großes Gehäuse von Nöten um den immer noch fast 16cm hohen Mugen 2 montieren zu können.

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