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Prolimatech Megahalems

Prolimatech Megahalems im Detail

Lieferumfang

  • Montagematerial Sockel 775 und 1366
  • Backplate Sockel 775
  • Backplate Sockel 1366
  • zwei 120mm-Lüfterklammern
  • große Tube Wärmeleitpaste
  • bebilderte Montageanleitung


Technische Daten

  • Hybrid-Tower-Kühler
  • sechs 6mm U-Heatpipes (effektiv 12)
  • Abmessungen: 158,7mm x 130mm x 74mm (H x B x T / ohne Lüfter)
  • Gewicht: 790g (ohne Lüfter)
  • Kompatibilität: Intel (Sockel 775 / 1366)
  • Lüfter: bis zu zwei 120mm Lüfter (optional)

Der Kühler im Detail

Der erst im Jahr 2008 gegründete Hersteller Prolimatech möchte schon zum Markteintritt eindeutig zeigen, dass mit Hilfe von ausgezeichneter Ingenieurskunst die Messlatte für die Konkurrenz höher gesetzt werden kann. Gerüchten zu Folge soll die Gründung auf einige Ex-Mitarbeiter des taiwanesischen Kühlungsspezialist Thermalright zurückzuführen sein, wodurch auch die optische und wertige Ähnlichkeit zu deren Produkten zu erklären ist.

Es bleibt jedoch nicht bei der optischen Ähnlichkeit: Auch Material- und Verarbeitungsqualität liegen auf demselben allerhöchstem Niveau, wie wir es sonst von Thermalright gewohnt sind. Sogar das bisherige Alleinstellungmerkmal, der konvexe Boden, greifen die Konstrukteure des Megahalems auf, übertreiben es jedoch erfreulicherweise nicht: Der Boden weist zwar eine starke Wölbung im äußeren Bereich des Kühlerbodens auf, allerdings fällt diese zum Inneren hin stark ab. Dadurch liegt der Kühlerboden auch deutlich besser als die Kühler des engen Konkurrenten auf einem planen Heatspreader auf.

Der Prolimatech Megahalems besteht aus zwei nicht miteinander verbundenen Kühltürmen, zwischen denen ein kleiner Luftspalt für eine optimale Luftzirkulation sorgen soll. Einen ähnlichen Ansatz haben wir bereits vor über einem Jahr beim Cooler Master Hyper 212 bestaunen, jedoch ohne erkennbaren Vorteil. Der Weg zum Erfolg dürfte bei solchen Konstruktionen bei kleinen Abständen zwischen den einzelnen Kühltürmen zu finden sein, was der erst kürzlich getestete Scythe Mugen 2 mit seinem äußerst effektiven Lamellendesign mit fünf kleinen Luftspalten eindrucksvoll bewiesen hat.

Bei der Aufteilung der Heatpipes über die Lamellenfläche geht man bei Prolimatech jedoch einen gänzlich anderen Weg. So bewirbt man die in jeweils einer Reihe stehenden Heatpipes mit einem sehr geringen Luftwiderstand, wodurch die Luft besonders leicht durch die Lamellen strömen können soll. Die dadurch schlechtere Verteilung der Wärme über die Lamellen soll dieser Effekt also überlagern und für eine bessere Kühlung sorgen. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass der wichtigste Faktor der Lamellenabstand ist, der mit etwa 2mm noch akzeptabel ausfällt und laut Prolimatech zusammen mit der Dicke der Kühlfinnen exakt berechnet wurde. Bestwerte im Passivbetrieb können wir damit zwar nicht erwarten, allerdings klingt die vom Hersteller berechnete optimale Leistung bei Drehzahlen von 800 bis 1200 U/min sehr realistisch.

Bis zu zwei 120mm Lüfter können am Prolimatech Megahalems montiert werden, mitgeliefert werden jedoch nur zwei Klammern für einen Lüfter. Leider verzichtet der Hersteller dabei gänzlich auf eine Entkopplung des Lüfters, immerhin sind die Halteklammern aber einfach zu handhaben.

Hervorragende Qualität hat Ihren Preis, das ist nicht erst seit heute so. Zwar ist der Kühler noch nicht wirklich erhältlich, jedoch zeigt der aktuell verlangte Preis von rund 60 Euro, dass man auch in Zukunft mehr als für die meisten anderen Kühler kalkulieren muss.

Montage

Den ersten gröberen Fehler leistet sich der Megahalems bei der Montage. Besitzer von AMD-Systemen werden gänzlich außen vor gelassen und noch gibt es das Montagematerial nicht einmal optional zu erwerben. Zwar möchte man ein entsprechendes Montagekit anbieten, es bleibt jedoch fraglich, ob dieses bis zur flächendeckenden Einführung erhältlich sein wird.

Dafür entsteht allerdings der Eindruck, dass man sich für die Montage auf Intel-Systemen wirklich Gedanken gemacht hat. Zwar muss das Mainboard für den Einbau des Megahalems ausgebaut werden, jedoch wird der Anwender mit einem äußerst stabilen, optisch ansprechenden und einfach zu bedienenden Montagesystem belohnt. Ruck-Zuck ist das Grundgerüst per Hand und anschließend der Kühler mit zwei Schrauben bombenfest daran installiert. Einziger Schönheitsfehler dabei – die Schrauben greifen nicht automatisch ins Gewinde, so dass erst etwas Druck ausgeübt werden muss, um die Schrauben ins Gewinde zu drehen.

Die stabilen Montagemodule haben aber nicht nur Vorteile. So kann es durchaus vorkommen, dass diese mit sockelnahen Bauteilen kollidieren. Der Kühler selbst weist dagegen nur die üblichen Inkompatibilitätsrisiken auf, die es bei jedem 120mm Tower-Kühler zu überprüfen gilt. Hohe Kühlkonstruktionen auf Chipsätzen und Spannungswandlern, sowie enge Gehäuse können auch den Einbau des Megahalems verhindern.

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