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Xigmatek Thor’s Hammer S126384

Xigmatek Thor's Hammer S126384 im Detail

Lieferumfang

  • Montagematerial Sockel 775 und 1366
  • Montagematerial Sockel 754/939/940/AM2(+)/AM3
  • universelle Backplate Sockel 775 und 1366
  • acht Silikon-Entkoppler
  • kleine Tüte Silikon-Wärmeleitpaste
  • bebilderte Montageanleitung


Technische Daten

  • Hybrid-Tower-Kühler
  • vier 8mm und drei 6mm U-Heatpipes (effektiv 14)
  • Abmessungen: 160mm x 120mm x 90mm (H x B x T / ohne Lüfter)
  • Gewicht: 800g (ohne Lüfter)
  • Kompatibilität: Intel (Sockel 775 / 1366) und AMD (Sockel 754/939/940/AM2(+)/AM3)
  • Lüfter: bis zu zwei 120mm Lüfter (optional)

Der Kühler im Detail

Das Preis-/Leistungsverhältnis war bisher über die gesamte Produktpalette ein wichtiger Kernpunkt in der Firmenphilosophie, wodurch Xigmatek auch große Beliebt- und Bekanntheit erringen konnte. Mit dem Thor’s Hammer S126384 will man allerdings auch den prestigeträchtigen High-End-Markt bedienen, in dem Optik und Qualität wichtiger sind als das Preis-/Leistungsverhältnis.

Neben der gelungenen und extravaganten Optik durch eine schwarze Komplettvernickelung setzt Xigmatek nicht nur hier Akzente, denn Materialien und Verarbeitung machen einen äußerst wertigen Eindruck und erfüllen höchste Ansprüche mit Bravour. Zum insgesamt sehr guten Qualitätseindruck tragen aber auch die stabilen Aluminiumlamellen sowie der plan gefräste Kühlerboden bei.

Der kryptische Beiname des Thor’s Hammer S126384 gibt, von hinten gelesen, bereits Auskunft über Anzahl und Stärke der Heatpipes, die Xigmatek ihrem neuen Flaggschiff spendiert haben. Wie beim bereits getesteten Achilles S1284 bilden dabei vier 8mm Heatpipes die Basis des HDT-Kühlers. (HDT = Heatpipe Direct Touch) Direkt darüber sind die übrigen drei kleineren 6mm Heatpipes im Aluminiumkorpus eingelassen. Eine weitaus effizientere Variante wäre hier wohl die Verwendung von Kupfer gewesen, um den Wärmeübergang zwischen Prozessor und den drei obenliegenden Heatpipes möglichst optimal zu gestalten.

Weiterhin unterscheidet den Thor’s Hammer das grundlegend andere Design der Lamellen von den üblichen Tower-Kühlern seiner Klasse. Dabei verfügt der schwarze Bolide über zwei unterschiedliche Lamellenformen, die abwechselnd im Verhältnis zwei zu eins auf die Heatpipes gesteckt wurden. Der Lamellenabstand fällt allerdings geringer aus, als es die besondere Anordnung auf den ersten Blick erahnen lässt, bewegt sich allerdings noch im Rahmen und verspricht gute Kühlleistungen auch bei geringer Belüftung.

Die Wahl eines geeigneten Lüfters überlässt Xigmatek diesmal dem Anwender selbst und legt lediglich acht Silikon-Entkoppler bei, welche die maximal zwei montierbaren Lüfter einwandfrei vom Kühlkörper entkoppeln. Ähnliches sucht man bei der gesamten Konkurrenz leider immer noch vergebens.

Gute Verarbeitungsqualität, hoher Materialaufwand und insgesamt sieben Heatpipes schlagen sich leider auch im Verkaufspreis nieder. Mit der Markteinführung wird der beim Distributor Caseking aktuell verlangte Preis von fast 60 Euro aber sicherlich noch fallen. Ein gehöriger Abstand zum bisherigen Spitzenmodell Achilles S1284 wird jedoch mit Sicherheit bleiben.

Montage

Während die Montage auf AMD-Plattformen ohne Komplikationen auskommt und lediglich eine Ein-Nasen-Klammer im vorhandenen Retention-Modul eingehakt werden muss, ist im Intel-Lager etwas mehr Aufwand nötig. Dafür entschädigt die überzeugende Montagelösung für Intel-Systeme aber mit hoher Stabilität und der Möglichkeit den Kühler in alle Himmelsrichtungen montieren zu können.

Wie bei allen verschraubbaren Kühlern, muss auch für den Thor’s Hammer das Mainboard (Intel) ausgebaut werden. Anschließend soll die mitgelieferte Backplate mit einem Isolierpad versehen und direkt mit dem Mainboard verklebt werden. Wir empfehlen hierbei jedoch auf das Verkleben zu verzichten, um einen eventuell späteren Kühlerwechsel nicht unnötig zu erschweren. Im weiteren Verlauf muss nur noch der Kühler auf den Prozessor gesetzt werden und mit den vier mitgelieferten Federschrauben mit dem Mainboard befestigt werden. Die Schrauben greifen erfreulicherweise direkt ins Gewinde, so dass die ersten Umdrehungen bereits mit der Hand durchgeführt werden können. Für den nötigen Anpressdruck müssen die Schrauben abschließend nur noch mit einem Schraubendreher festgedreht werden. Da zwei der Schrauben bei der Befestigung auf dem Sockel 775 vom Kühler verdeckt werden, bleibt der Griff zum mitgelieferten kleinen Maulschlüssel jedoch unvermeidlich. Aber auch hier wurde vollends zu Ende gedacht und das Festdrehen ist ein reines Kinderspiel.

Wie bei allen Kühlern dieser Größe sollte auch beim Xigmatek Thor’s Hammer S126384 vor dem Kauf auf eine ausreichende Gehäusegröße und die unmittelbare Sockelnähe geachtet werden. Zwar sollte der Kühler durch die recht weit oben beginnenden Lamellen weniger anfällig für leicht erhöhte Kühler und Bauteile in Prozessornähe sein, übergroße Konstruktionen können aber auch dem Thor’s Hammer im Wege stehen.

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