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Netzteil Roundup 2009

Silverstone Nightjar 450W

BereichHerstellerangabe
Leistung450W
Effizienz> 82%
Abmessungen (BxHxT)150 x 86 x 160 mm
MTBF100.000 h
Garantie3 Jahre

Das Silverstone erreichte uns schwergewichtig in einem schlichten, silbernen Karton. Mehrere Klettverschlusskabelbinder, diverse Schrauben (darunter Thumbscrews), eine Befestigungsschiene, ein Handbuch, eine Installationsanleitung und ein Netzkabel legt der Hersteller mit in den Karton.

2,8 Kilogramm wiegt das Nightjar und ist damit wahrlich kein Leichtgewicht. Nach dem Auspacken zeigte sich auch der Grund: Das gesamte Netzteil ist aus massivem Stahlblech beziehungsweise Aluminium gefertigt um die Wärme besser abtransportieren zu können. Der Deckel ist dabei mit großflächigen Kühlrippen ausgestattet und die restlichen Seiten sind alle mit einem Lochgitter überzogen. Dadurch macht sich Silverstone den Effekt der Thermodynamik zu nutzen, in dem warme Luft durch die Kühlrippen nach oben steigt und kalte Luft mit sich reißt. Neben dem Netzanschluss erregen zwei LEDs die Aufmerksamkeit. Diese warnen vor Temperatur- und Stabilitätsproblemen durch verschiedene Farben. Die Verarbeitung ist piekfein, was durch den hochwertigen Eindruck der Metallbauteile nur bestätigt werden kann. Die große Kühlfläche geht allerdings auf Kosten der Einbautiefe, welche mit 160mm schon klar über der ATX Norm liegt.

In Sachen Kabeloptik hätte sich der Hersteller deutlich mehr Mühe geben können. Die Kabel sind nur teilweise ummantelt und gleichen mit ihren weißen Steckern der Optik der Netzteile von vor fünf Jahren. Abnehmbar sind sie leider auch nicht. Dafür kann das Nightjar mit dem ATX und EPS Kabel glänzen. Diese sind in 20+4 Pin (ATX) und 4+4 Pin (EPS) teilbar. Zwar besitzt das Netzteil keine zwei 8-Pin PCIe Kabel, doch es zielt auch nicht auf das Marktsegment der High-End Gamer ab. Professioneller hätte man zudem die Stabilisierung des Kabelstranges lösen können, anstatt einer Kabelmuffe kommt ein provisorisch wirkender Kabelbinder zum Einsatz. Dagegen kann sich das Nightjar mit seinen Kabellängen rühmen. Bis 89cm reichen beispielsweise die Molex Stecker, das ist Testfeldspitze!

Stecker je Kabel (fest)Stecker je Kabel (modular)Länge in cm
1x ATX (20+4 Pin)52
1x EPS (4+4 Pin)57
1x PCIe (6+2 Pin) + 1x 6 Pin55 - 69
3x Molex + 1x FDD49 - 74 - 89 - 103
3x Molex + 1x FDD49 - 74 - 89 - 103
3x SATA49 - 65 - 81
3x SATA49 - 65 - 81

Das Nightjar besitzt eine 35A starke 12V Schiene und alle wichtigen Schutzeinrichtungen. Es schließt sich somit dem CoolerMaster im Trend der einfach ausgeführten 12V Schiene an. Darüber hinaus ist sogar eine “No Load Protection” und ein 80Plus Bronze Zertifikat vorhanden, was natürlich wie Musik in den Ohren der technisch fokusierten Leser klingen dürfte.

Leistungsdaten:

+3.3V: 22A
+5V: 15A
+12V: 35A
-12V: 0,5A
+5Vsb: 2,5A

Bezeichnung
Überstromschutz (OCP)vorhanden
Überspannungsschutz (OVP)vorhanden
Überlastschutz (OLP o. OPP)vorhanden
Überhitzungsschutz (OTP)vorhanden
Unterspannungsschutz (UVP)vorhanden
Kurzschlussschutz (SCP)vorhanden
Schutz vor lastfreiem Betriebt (NLP)vorhanden

Kommen wir nun zum Blick unter die „Motorhaube“. Der Deckel ist an zwei großflächigen Stellen per Wärmeleitpaste mit zwei riesigen Hauptkühlkörpern des Innenraums verbunden. Diese Kühlkörper in T-Form sind so ausladend, dass ein tieferes Schauen in das Netzteil kaum möglich ist. Dennoch lassen sich die vier großen, sehr guten Nippon Chemi-Con Elkos im primären Bereich erkennen. Sie konnten wir bereits im CoolerMaster sehen, doch die Anzahl im Nightjar zeigt, welchen Aufwand der Hersteller betreibt. Die bis 105°C ausgelegten Elkos sind auch eine sehr kluge Entscheidung in Anbetracht dessen, dass es sich hier um ein passives Netzteil handelt. Im sekundären Bereich treffen wir vorteilhafte Solid State Caps an, die viele Leser von Grafikkarten oder Mainboards her kennen dürften. Als drittes nehmen die ebenfalls bis 105°C ausgelegten Teapo Modelle in der Reihe der Kondensatoren ihren Platz ein. Ferner ist die Verarbeitung im Innenraum makellos.

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