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Netzteil Roundup 2009

Fazit

Enermax Modu82+ 425W

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Das kompletteste Paket bietet das Enermax Modu82+. Sowohl außen als auch innen weiß es durch eine hochwertige Verarbeitung und Optik zu überzeugen. Ebenso kann es mit einer großen Anzahl an Schutzeinrichtungen und Kabeln (im Vergleich zu anderen Geräten im 400W Bereich) glänzen. Als Beispiel lassen sich die zwei 6+2 Pin PCIe Stecker nennen. Technisch ist das Modu82+ solide bestückt (wenn auch nicht ganz so hochwertig wie manch andere Kontrahenten) und belegt in Sachen Effizienz sogar hinter dem Amacrox den zweiten Platz. Temperaturtechnisch dümpelt es jedoch im hinteren Mittelfeld der Charts herum. Die Lautstärke- und Spannungswerte sind wieder gewohnt gut und gehören zur Spitze unseres Testfeldes. Alles in Allem bekommt man mit dem Enermax Modu82+ ein tolles Netzteil mit nur geringen Schwächen, was durch das ordentliche Zubehör und der kleinen Einbautiefe nur bestätigt werden kann.

Amacrox Calmer 560W

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Den ECO Award bekommt das Amacrox schlichtweg deshalb verliehen, weil es mit Abstand das effizienteste Netzteil in unserem Testfeld ist. Zudem überzeugen die Spannungs- und natürlich die Lautstärkewerte. Beispielsweise veränderte sich die Spannung bei allen drei Testauslastungen um kein Zehntel. Auch die Verarbeitung und Optik weiß zu gefallen. Allerdings können wir solch ein passives Netzteil nicht für Hochleistungsrechner empfehlen, da einerseits die beiden 12V Schienen jeweils nur sehr schwach auf der Brust sind und andererseits das Gerät den PC und die darin enthaltenen Komponenten ziemlich aufheizt. Das Calmer konzentriert die Ableitung der entstandenen Wärme hauptsächlich auf die Lamellenkonstruktion im Deckel und bewirkt damit, dass sich die Wärme direkt über dem CPU Kühler staut. Andere Teile des Netzteilgehäuses (Seite + Bienenwabengitter) dienen weniger dem Ableiten der Wärme und bewegen sich dementsprechend temperaturtechnisch auf keinem auffallenden Niveau. Die zu geringe Anzahl und Länge von SATA Kabeln, sowie die nicht komplett vorhandenen Schutzeinrichtungen sind weitere Gründe, wieso dem Amacrox der Gold Award verwährt bleibt.

Nexus Value 430W

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Das Nexus Value ist das mit Abstand leiseste aktive Netzteil in unserem Test. Ganze vier 12V Schienen weckten hohe Erwartungen an die Leistung, doch der Verbrauch ist überdurchschnittlich hoch. Ebenso wenig kann das Value mit der Netzteilgehäusetemperatur und den Spannungsabweichungen überzeugen. Lediglich die Temperaturen am Bienenwabengitter bewegen sich in einem guten Rahmen. Punkten kann das Value mit zwei PCIe Steckern und einer sehr geringen Einbautiefe. 4 SATA Kabel, zu wenige Schutzschaltungen und eine miese Optik führen hingegen wieder zu weiteren Kritkpunkten. Dennoch bekommt das Nexus Value 430W den Silent-Award verliehen.

Enermax Pro82+ 385W

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Im Vergleich zum Modu82+ gibts es in den meisten Bereichen kaum große Unterschiede. Die Messung der inneren Temperaturen ergab gute Werte, welche sich im oberen Mittelfeld wiederfinden. Die Temperaturen am Bienenwabengitter sehen hingegen nicht sehr rosig aus, bewegen sich aber noch in einem akzeptablem Rahmen. Spannungstechnisch fährt das Pro82+ solide und gibt keinen Grund zur Kritik. Wie zu erwarten, belegt es in der Gesamtskala des Verbrauches einen tollen dritten Platz, hält aber dennoch Respektabstand zum großen Bruder. Hin und wieder gibt es kleine Unterschiede zwischen den beiden Enermax Produkten in der Lautstärke; summa summarum befinden sie sich jedoch auf dem selben hohen Niveau. Gepaart mit einer guten Verarbeitung und einer akzeptablen Komponentenauswahl kann dies für das Pro82+ nur eins bedeuten: den Budget Award.

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Das Silverstone Nightjar ist ein hochwertiges Netzteil mit durchwegs guten Werten, reicht aber dennoch nicht an die Effizienz eines Amacrox heran. Dies ist der Grund, weshalb dem Nightjar ein Award verwährt bleibt. Besonders hervorzuheben ist die nicht vorhandene Geräuschentwicklung und die hohe Spannungsstabilität (an den Tabellen zu sehen). Zwischen den drei Testszenarien änderte sie die Spannung nur um minimale 0,01 Volt. Ein Grund dafür ist sicherlich die beeindruckende Armada an hochwertigen Bauteilen; Solid State Kondensatoren und vier große Nippon-Chemicon Elkos sind als Beispiel zu nennen.

Das Lian Li Silent Force enttäuschte lautstärketechnisch, kann aber durch seine niedrigen Temperaturwerte (hauptsächlich innen) punkten. Sowohl bei der Spannungsstabilität, als auch bei den Abweichungen vom Optimalwert sieht das Lian Li nicht gut aus, bewegt sich aber noch in einem völlig legitimen Rahmen. Ebenso enttäuschte das Netzteil aufgrund seiner eher mäßigen Effizienz, was auch auf die hohe Gesamtleistung von 650W zurückzuführen ist. Das Silent Force ist bei weitem kein schlechtes Netzteil, zielt aber auch in der kleinsten Variante eindeutig auf Rechner mit starkem Prozessor und starker Grafikkarte ab.

Dass das Enermax Liberty ECO eine abgespeckte Version des Modu82+ ist, zeigt sich noch nicht an den Lautstärkewerten. Diese sind erwartungsgemäßg gut und auf gleicher Höhe mit dem Konkurrenten aus selbem Hause. Auch unterscheidet sich die gemessene Temperatur nur minmimal. Spannungstechnisch übertrifft das Liberty ECO sogar all seine direkten Konkurrenten und glänzt mit geringen Abweichungen und einer sehr hohen Stabilität der Stromversorgung. Die Effizienzwerte nehmen jedoch ihren Platz im Mittelfeld ein.

Wenig überzeugend präsentierte sich das Corsair CX 400W. Der Verbrauch ist der dritthöchste im Testfeld und die Lautstärke sogar mit Abstand am höchsten. Das Resultat des schnell drehenden Lüfters sind sehr niedrige Temperaturwerte – man hätte die Lüftergeschwindigkeit also ruhig etwas nach unten regeln können. Zudem zeigen die hohen Abweichungen und die nicht optimale Stabilität in Sachen Spannung, das es sich hier um ein Einsteigernetzteil handelt. Preislich gehört das Netzteil allerdings zu den günstigsten im Feld und überzeugt mit satten fünf Jahren Garantie!

Unser Gesamtfazit fällt nur beim Fractal Newton 500W schlechter aus. Die Verbrauchswerte sind extrem hoch und nicht besser als die im Vergleich zu anderen Kandidaten wenig überzeugende Spannungsversorgung. Dies lies sich fast schon beim Blick in den Innenraum vorhersagen. Die Lautstärke- und Temperaturmessungen ergaben gute bis durchschnittliche Werte, ändern hingegen nichts daran, dass wir das Fractal als großen Verlierer dieses Roundups sehen müssen.

Zum OCZ Fatal1ty 400W gibt es kaum etwas zu sagen. Bei fast allen Messungen versteckt sich das Netzteil im Mittelfeld und sticht im positiven wie im negativen Sinne kaum aus der breiten Masse des Testfeldes heraus. Eine Ausnahme ist die Lautstärke: Unter hohen Auslastungen agiert das OCZ erstaunlich leise. Für potenzielle Käufer, die wenig Geld ausgeben und trotzdem ein solides Gerät besitzen möchten, ist das Fatal1ty zu empfehlen. Wer jedoch etwas höhere Anforderungen an die Effizienz oder ähnlichem stellt, der sollte sich in einer höheren Preisklasse umschauen.

Ähnlich zu bewerten wie das OCZ Fatal1ty ist das Aerocool Horsepower 500W. Ordentliche Spannungs- und Verbrauchswerte sind die Eckpunkte des Netzteils. Bei wenigen Messungen kann sich das Aerocool sogar unter den besten Drei wiederfinden. Die Lautstärke wird (wie bereits von anderen Kontrahenten bekannt) umso besser, je höher die Auslastung ist. Weniger gut sehen die Temperaturwerte aus, welche sehr schwankend sind und oftmals nur den vorletzten Platz belegen.

Fast schon 80Plus Bronze würdig ist die Effizienz des CoolerMaster Silent Pro 500W. Nur knapp befindet sich diese in der Gesamttabelle hinter den Enermax Sprösslingen. Die Lautstärke nimmt ebenso in der selben Klasse ihren Platz ein. Wobei sich das CoolerMaster, umso höher die Belastung wird, sogar deutlich von den Enermax Geräten absetzen kann. Die Spannungswerte bieten keinen Grund zur Kritik und schnüren mit der hochwertigen Auswahl an Bauteilen und vielen Schutzeinrichtungen ein gutes Paket, das auf jedenfall zu empfehlen ist.

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