Zalman CNPS10X Extreme
Autor: Jörg Sukale
Zalman CNPS10X Extreme
Lieferumfang
Technische Daten
Leistungsmäßig konnte sich Zalman bereits mit dem CNPS9900 LED wieder im Kampf um die Spitze zurückmelden. Der neue CNPS10X soll an der hervorragenden Leistung anknüpfen und noch weiter noch vorn stoßen. Das radikal veränderte Design und die Verwendung eines konventionellen 120mm Lüfters lassen ihn allerdings auf den ersten Blick nicht wie ein Zalman-Kühler wirken.
Auf den zweiten Blick verfliegt dieser Eindruck jedoch schneller, als er aufgekommen ist. Eine umwerfende Qualitätsanmutung von den vernickelten und auf Hochglanz polierten Kupferbodenplatte bis hin zu den Heatpipeenden lässt auch nicht den geringsten Platz für Kritik. So sind wir es von Zalman gewohnt und so liebt es auch die Käuferschaft. Mit der schwarzen Nickelschicht springt Zalman zudem auf den Trend hin zu schwarzen Gehäuseinneren, schwarzem Sleeve und eben schwarzen Kühlern auf.
Der mehr oder weniger konventionelle Aufbau des CNPS10X Extreme besitzt nun kaum mehr Besonderheiten, die es bei den Vorgängern noch zu Hauf zu finden gab. Dafür wurde jedoch die Wärmetransferleistung von der Kupferbodenplatte zu den Lamellen durch eine Aufstockung von drei auf fünf 6mm Heatpipes deutlich erhöht. Nachteilig wirkt sich dagegen die weniger gut verteilte Lage dieser aus. Während im CNPS9900 LED praktisch an den gesamtem Kühlkörper gleichmäßig Wärme abgegeben wurde, ist dies beim neuen CNPS10X durch die Verwendung von Aluminiumlamellen und der kompakten Heatpipefächerung auf eine kleinere Fläche begrenzt. Insgesamt bietet der schwarze Koloss jedoch mehr als 50% mehr Kühloberfläche als der CNPS9900 LED, weshalb er trotz der Verwendung von Aluminiumlamellen fast die Marke von einem Kilogramm durchbricht. Die schlechte Seite der Medaille zeigt sich allerdings im sehr geringen Lamellenabstand. Leistungseinbußen bei niedrigen Drehzahlen sind somit fast schon vorprogrammiert.
Endlich hat sich Zalman erbarmt den CNPS10X mit einem (fast-)normalen 120mm Lüfter auszustatten. Bei Nichtgefallen kann dieser nun problemlos gewechselt und auf komplizierte Basteleien verzichten werden. Werkseitig ist leider keine Entkopplung für den Lüfter vorgesehen, könnte sich aber durch Austauschen der vorhandenen Lüfterschrauben gegen besonders weiche Entkoppler ändern lassen. Das wahre Goldstück am CNPS10X ist jedoch die mitgelieferte und direkt in der Kühlerabdeckung untergebrachte PWM Mate-Lüftersteuerung. Diese erlaubt nicht nur die manuelle Regelung des angeschlossenen Lüfters sondern auch eine automatische Steuerung in drei verschiedenen Modi. In den drei Modi interpretiert die Steuerung das PWM-Signal des Mainboards jeweils unterschiedlich und begrenzt die Maximaldrehzahl. Dies funktioniert nicht nur mit dem Serienlüfter sondern mit jedem anderen PWM-Lüfter auch.
| Modus | LED Farbe | Drehzahlen / Lautstärke | Manuelle Drehzahlregelung |
|---|---|---|---|
(manuell einstellbar) |
In einem weiteren Test des PWM Mate konnten wir einen Ichbinleise® Fan 12/1200 PWM ebenfalls einwandfrei regeln lassen. Die Mindestdrehzahl lag dabei bei minimal 740 U/min. Hier scheint die Steuerung die Mindestdrehzahl vorzugeben. Ohne PWM Mate lief der Lüfter auch mit niedrigen 520 U/min.
Die günstigsten Händler haben den Zalman CNPS10X Extreme für fast 60 Euro auf Lager. Damit ist der Kühler, wie zu erwarten war, alles andere als ein Schnäppchen. Sollte die Leistung aber stimmen, kann das Angebot aufgrund der guten Ausstattung, jedoch als fair betrachtet werden.
Unserem Testsample lagen neben dem in der Serie enthaltenem Montagematerial auch noch eine alte Variante bei, die auf dem Foto zum Lieferumfang zu sehen ist. Montiert wurde der Kühler jedoch mit dem neuen Material.
Bereits jetzt ist der CNPS10X mit allen drei aktuellen und zukünftigen Prozessorsockeln von Intel kompatibel. Bis auf die unterschiedlichen Lochabstände unterscheidet sich der Einbau jedoch untereinander nicht. In allen drei Fällen muss das Mainboard für die Montage ausgebaut werden und das mitgelieferte Retentionmodul mit diesem verschraubt werden. Einzig beim Sockel 775 kommt eine stabile Backplate zum Einsatz.
Während Besitzer von AMD-Prozessoren zwar den Mainboardausbau sparen und lediglich die mitgelieferte Klammer einhaken müssen, müssen sie sich allerdings mit der in den meisten Fällen nur suboptimalen Ausrichtung des Kühlers zufrieden geben. Bei vertikal ausgerichtetem Retentionmodul bläst der Kühler beim herkömmlichen ATX-Layout leider nach oben bzw. direkt ins Netzteil.
Animierte Montageanleitung für den Zalman CNPS10X Extreme
Mit einer stattlichen Größe von 16cm gehört der Zalman CNPS10X nun zu den größten Tower-Kühlern und hat mit den gleichen Inkompatibilitätsgründen zu kämpfen. Schmale Gehäuse sind genauso tabu wie große Kühler in unmittelbarer Nähe des Prozessorsockels. Große Heatspreader an RAM-Modulen können insbesondere bei AMD-Mainboards zum Problem werden.
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Info zum Beitrag
geschrieben am Donnerstag, den 9. Juli 2009 um 17:07 Uhr
Kategorie(n): CPU-Kühler, featured
Tags: CNPS10X Extreme, PWM Mate, Test, Testbericht, Testberichte, Zalman





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