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5 leise Netzteile im Härtetest

Cougar Power 400W/550W

BereichHerstellerangabe
Leistung400W
Effizienz84%
Abmessungen (Bx Hx T)150 x 86 mmx 140 mm
MTBF
Garantie3 Jahre

Um einen kleinen Vergleich zwischen zwei Netzteilen einer Produktlinie bei den Messwerten zu machen, wurden uns von Cougar freundlicherweise zwei Versionen des Power Modelles bereitgestellt. In diesem Abschnitt gehen wir (abgesehen von der Kabelausstattung) nur auf das Cougar Power mit 400 Watt ein.

Dass es sich beim Cougar Power um ein Netzteil handelt, bei dem viel Wert auf die Optik gelegt wurde, wird schon an der Verpackung deutlich. Diese signalisiert das Farbschema schwarz-orange und informiert über allerlei Stärken und Funktionen des Gerätes. Neben einer Schutztasche aus Stoff und diversen Stickern, befinden sich im Lieferumfang ein obligatorisches Netzkabel und Befestigungsschrauben. Ein kleines Faltblatt mit Informationen liegt ebenso im Karton.

Wie bereits angesprochen macht das Cougar einen sehr stylischen Eindruck. Die orangene Metallic-Lackierung ist ein echter Eyecatcher und lässt das Netzteil positiverweise vom schwarzen Einheitsbrei abheben. Abgerundet wird die Optik von einem nicht abstehenden Lüftergitter und dem darunter befindlichen, schwarzen Lüfter. Zusammen mit dem Firmenlogo in Form einer Raubkatze, welches mittig als Emblem auf dem Lüftergitter platziert ist, und einer Prägung in der Seitenwand, wirkt das Cougar schon fast wie ein Sportwagen. Nicht zu vergessen sind Lüftungsschlitze an der Rückwand und die geringe Einbautiefe von 140mm.
Die Firma geht mit diesem Aussehen einen kritischen Weg, denn nicht jeder möchte ein orangenes Netzteil in seinem Rechner stecken haben. Dennoch sehen wir die Optik als klaren Pluspunkt an und wollen den Mut in dieser Hinsicht auf jedenfall belohnen.

400W Version:

Cougar wäre nicht Cougar, wenn selbst die Kabel nicht eine optische Besonderheit darstellen würden. Sie ähneln mit ihrem merhfarbigem Sleeve einer Schlange und sind erfreulicherweise ziemlich blickdicht.
Ein einzelnes 6-Pin PCIe Kabel kann mittlerweile (leider) als Standard in der Riege der 400 Watt Modelle gesehen werden. Ein zweites PCIe Kabel hätte nämlich nicht geschadet. Doch laut Hersteller soll bereits in den aktuellen Modellen ein zweites PCIe Kabel vorhanden sein.
Vier SATA und fünf Molex Kabel gehen in Ordnung und sollten die meisten Käufer zufrieden stellen.

Stecker je Kabel (fest)Stecker je Kabel (modular)Länge in cm
1x ATX (20+4 Pin)48
1x EPS (4+4 Pin)48
1x PCIe 6 Pin50
2x Molex + 1x SATA49 - 64 - 79
3x Molex + 1x FDD49 - 64 - 79 - 94
3x SATA49 - 64 - 80

550W Version:

Erst das 550 Watt Modell beglückt den Käufer mit dem lang ersehnten, zweiten PCIe Kabel. Ansonsten hat sich im Vergleich zum Cougar Power 400W kabeltechnisch nichts geändert. Somit ist die Anzahl der SATA Stecker des 550 Watt starken Gerätes fast schon unakzeptabel. Durchschnittlich gesehen hätten es mindestens fünf, besser sechs Stecker bieten sollen.

Stecker je Kabel (fest)Stecker je Kabel (modular)Länge in cm
1x ATX (20+4 Pin)47
1x EPS (4+4 Pin)50
1x PCIe (6+2 Pin)50
1x PCIe (6 Pin)50
2x Molex + 1x SATA48 - 63 - 78
3x Molex + 1x FDD49 - 64 - 79 - 94
3x SATA48 - 63 - 78

Zwei 12V Schienen mit jeweils 20 Ampere stellt das Netzteil den PC-Komponenten zur Verfügung. Das sollte für dieses Gerät gut ausreichen. Ebenso kann die Combined Power mit 32 Ampere also sehr solide Basis gesehen werden. Nicht zu vergessen ist das 80Plus Bronze Zertifikat. Erfreulicherweise wurde an fast alle wichtigen Schutzschaltungen gedacht. Lediglich ein Überhitzungsschutz fehlt dem Netzteil.

Leistungsdaten:

+5V: 15A
+3,3V: 24A
+12V1: 20A
+12V2: 20A
-12V: 0,3A
+5Vsb: 2,5A

Bezeichnung
Überstromschutz (OCP)vorhanden
Kurzschlussschutz (SCP)vorhanden
Überlastschutz (OLP o. OPP)vorhanden
Überspannungsschutz (OVP)vorhanden
Unterspannungsschutz (UVP)vorhanden
Überhitzungsschutz (OTP)k.A.

Technische Daten des 120mm Lüfters:

Hersteller: Cougar
Typ: DFS122512L
Stromstärke: 0,18A
Verbrauch (Volllast): 2,16W

Der Innenraum macht einen aufgeräumten Eindruck und beherbergt gleich drei Kühlkörper. Diese sind sehr schmal gehalten und begünstigen dadurch den Airflow und die Kühlung versteckter Komponenten.
Zusätzlich wurde ein kleiner Kühlkörper an der Gleichrichterbrücke angebracht.
Die Spulen wurden teilweise mit Kabelbindern und/oder mit Silikonkleber fixiert. Eine mittlerweile gängige Praxis, die Störgeräusche der Spulen verhindern soll. Da sich die Spulen unter Wärme ausdehnen, kann es leicht vorkommen, dass eine Schwingung entsteht welche zum bekannten “Netzteilpfeifen” führt. Die Spule im primären Bereich wurde übrigens mit einer Art Folie überzogen, die vor dem gleichen Problem schützen soll. Auf Grund dessen, dass die Folie Wärmedurchlässig ist, sollte es zu keinen Temperaturproblemen kommen.

Ein Ferritkern direkt im Eingangsbereich dient als Grundlage der Netzfilterung. Rechts davon befindet sich ein erster X-Kondensator. Zudem zeigen sich zwei weitere X-Kondensatoren, welche interessanterweise unter jeweils einer Spule positioniert sind. Das soll zweifelsfrei die Ordnung und das Platzangebot positiv beeinflussen.
Nicht zu vergessen sind mehrere kleine Y-Kondensatoren. Diese zeichnen sich durch ihre meist blaue und rundliche Optik aus und dienen für die Unterdrückung von Gleichtaktstörungen.
Bei billigen Netzteilen wird oft am MOV (Metal Oxide Varistor) gespart, welcher als Spannungsbegrenzung dient. Beim Cougar ist der MOV jedoch erfreulicherweise vorhanden.

Der Rest des Cougars macht einen durchdachten und hochwertigen Eindruck, was durch den Primärkondesator nur bestätigt werden kann. Dieser stammt aus dem japanischen Hause Nippon-Chemicon (GU Baureihe) und ist bis 105°C ausgelegt.
Die Kondensatoren im sekundären Bereich mit Aufgabe der Spannungsglättung kommen zum größten Teil vom bekannten Produzenten Teapo aus Taiwan und halten ebenso 105°C stand. Sicherlich fragen sich nun einige Leser, warum Cougar dort keine japanischen Kondensatoren verbaut hat. Die Erklärung lautet, dass noch hochwertigere Modelle in diesem Bereich so gut wie keine Vorteile mit sich bringen und somit fast schon verschwendetes Budget sind. Dennoch: Besser schadet nie.

Da Ordnung in einem Gerät, das eine Fülle an Elektronik enthält, eine große Rolle spielt, wurde recht sparsam mit Silikonkleber umgegangen. Auch sonst wirkt das Cougar sehr aufgeräumt, was durch die bereits erwähnte Tatsache, dass zwei Spulen auf jeweils einem X-Kondensator aus Platzgründen positioniert wurden, nur bestätigt werden kann.
Die ganze Konstruktion befindet sich auf einer gängigen Pertinax-Platine aus Hartpapier, was natürlich nicht das Ende der Fahnenstange darstellt. Bei Modellen mit einer größeren Leistung finden beispielsweise oft hochwertigere Epoxidharz Platinen ihren Einsatz.

Alles in allem zeigt sich an den verwendeten Bauteilen und an der Verarbeitung, dass der Hersteller bei diesem Netzteil stark auf Qualität geachtet hat. Schrumpfschläuche an den Kabelenden zum Schutz vor Kontaktkurzschlüssen und akkurate Lötstellen sind zwei weitere Beispiele.

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