5 leise Netzteile im Härtetest
Autor: Florian Haaf
Nesteq ASM XZero 400W
| Bereich | Herstellerangabe |
|---|---|
| Leistung | 400W |
| Effizienz | >85% |
| Abmessungen (Bx Hx T) | 150 x 86 x 160 mm |
| MTBF | |
| Garantie |
Mit vielen Informationen wartet die Verpackung des Nesteq ASM XZero auf den Käufer. Neben Texten zum Power Monitoring Panel findet sich eine per Klettverschluss befestigte Klappe auf dem Karton, hinter der ein Sichtfenster und eine Erklärung des ASM-Mode zu sehen ist. Das Zubehör fällt sehr reichhaltig aus. Eine Tasche zum Aufbewahren der modularen Kabel, ein Netzkabel, eine Bedienungsanleitung, mehrere Kabelbinder und vier Befestigungsschrauben liegen mit dabei. Doch das ist noch lange nicht alles. Das erweiterte Zubehör setzt sich aus kleinen Abdeckungen für nicht verwendete Anschlussbuchsen und einem modifizierten ATX Stecker zusammen. Bei diesem sind zwei Pins per Käbelchen kurzgeschlossen, weshalb sich das Netzteil ohne Computer bei Anschluss an den ATX Stecker starten lässt.
Eine gewohnt schwarze Optik beherrscht das Netzteil. Abwechslung bietet nur ein goldfarbenes, nicht abstehendes Lüftergitter mit mittigem Firmenlogo. Zudem besitzt das Gerät auf seiner Seitenwand eine recht ansprechende Grafik, welche auf die so genannte ASM-Technologie hinweist. Was es damit auf sich hat, verrät der Bereich neben dem Bienenwabengitter. Dort ist ein hochwertig wirkender metallischer Drehregler angesiedelt. Durch drücken auf selbigen wird zwischen dem ASM-Modus und einer manuellen Lüfterregelung gewechselt. Letztere ermöglicht dem Benutzer die Lüftergeschwindigkeit stufenlos zu regulieren. Der ASM-Modus aktiviert hingegen eine vollkommen automatische, temperaturgesteuerte Regelung des Lüfters. Diese bewirkt, dass der Lüfter erst ab 65°C Netzteiltemperatur seine Arbeit verrichtet. Somit handelt es sich beim NesteQ ASM XZero um ein semi-passives Netzteil.
Ein weiteres Extra, das Power Monitoring Panel, befindet sich direkt über dem Drehregler. Es zeigt mögliche Probleme bei den wichtigsten Stromleitungen (+12V, +5V, +3,3V, +5Vsb) per LED an.
Bei den Kabeln geht es direkt weiter mit den Innovationen. Alle Peripherie-Kabel haben an ihrem Ende eine Buchse, wie sie auch am Netzteil vorhanden ist. Somit lassen sich die Festplatten-, Floppy- und SATA-Kabel frei miteinander kombinieren. Laut Hersteller lassen sich bis zu vier Kabelstränge miteinander verbinden; Probleme durch zu kurze Kabel sind somit passé. Leider geht dadurch an jedem Strang ein potenzieller Stecker für den Anschluss einer PC-Komponente verloren. Dies schlägt sich leider in der geringen Anzahl von SATA und Molex Steckern (jeweils vier) nieder.
Für den Fall, dass ein einzelnes Kabel zu kurz und zwei zusammengeschlossene zu oversized sind, hilft die Kabeltasche mit einem 40cm Verlängerungskabel aus.
Für den direkten Anschluss der Gehäuselüfter an das Netzteil sind zwei passende Kabel mit jeweils 3 Verbindungsmöglichkeiten vorhanden. Das eine Kabel regelt die Lüfter auf 5V herunter, das Andere lässt sie auf vollen 12V laufen. Zusätzlich lässt sich die Geschwindigkeit des internen Netzteillüfters über einen normalen 3-Pin Anschluss am Mainboard auslesen.
Die Blickdichtigkeit des Sleeves ist sehr gut, wenngleich er (wie üblich) einige Zentimeter vor dem Kabel endet.
Ein weiterer Eckpunkt sind zwei 8-Pin PCIe Kabel – absolut Top für ein 400 Watt Netzteil.
| Stecker je Kabel (fest) | Stecker je Kabel (modular) | Länge in cm |
|---|---|---|
| 1x ATX (20+4 Pin) | 57 | |
| 1x EPS (8 Pin) + 1x EPS (4 Pin) | 57 - 70 | |
| 1x Lüfter | 48 | |
| 1x PCIe (6+2 Pin) | 1x PCIe (6+2 Pin) | 50 |
| 1x PCIe (6+2 Pin) | 1x PCIe (6+2 Pin) | 50 |
| 2x Molex + 1x Verbindung | 24 - 39 - 45 | |
| 2x Molex + 1x Verbindung | 24 - 39 - 45 | |
| 2x SATA + 1x Verbindung | 24 - 39 - 44 | |
| 2x SATA + 1x Verbindung | 24 - 39 - 44 | |
| 1x Verlängerung | 39 |
Ganze vier 12V Schienen mit jeweils 18 Ampere sind vorhanden. Wir finden zwar eine Lösung mit weniger Schienen, welche dafür allerdings mit einer höheren Stromstärke ausgelastet werden können besser, doch 18 Ampere sollten in dieser Leistungsklasse genügen. Die Combined Power beträgt etwas magere 27 Ampere. Somit kann das Gerät real nur 324W auf der wichtigen 12V Versorgung liefern. Xigmatek und Cougar bieten beispielsweise bei ihren 400W Modellen 32 Ampere. Positiverweise hat Nesteq, mit Außnahme des Überstromschutzes, an alle wichtigen Schutzschaltungen gedacht.
Leistungsdaten:
+5V: 20A
+3,3V: 24A
+12V1: 18A
+12V2: 18A
+12V3: 18A
+12V4: 18A
-12V: 0,3A
+5Vsb: 3,0A
| Bereich | |
|---|---|
| Überstromschutz (OCP) | k.A. |
| Kurzschlussschutz (SCP) | vorhanden |
| Überlastschutz (OLP o. OPP) | vorhanden |
| Überspannungsschutz (OVP) | vorhanden |
| Unterspannungsschutz (UVP) | vorhanden |
| Überhitzungsschutz (OTP) | vorhanden |
Technische Daten des 120mm Lüfters:
Hersteller: ADDA Corp.
Typ: AD1212MS-A73GL
Stromstärke: 0,34A
Verbrauch (Volllast): 4,08W
Während den Tests befand sich der Lüfter im automatischen ASM-Mode. Er beginnt zwischen 150W und 200W Auslastung zu drehen.
Im Innenraum nehmen zwei große Kühlblöcke auf der Pertinax-Platine ihren Platz ein. Von dort aus führt jeweils eine Heatpipe zu einem dritten Kühlkörper, der direkt vor dem Bienenwabengitter sitzt und komplett in Lamellenform aufgebaut ist. Aufgrund dessen, dass es sich hier um ein semi-passives Netzteil handelt, ist dies kein schlechter Schachzug.
Leider geht es, bedingt durch das aufwändige Kühlkonzept, vor allem im primären Bereich recht gedrängt zu. Dort wurde übrigens sehr viel mit Siliconkleber gearbeitet.
Hinter dem Netzsteckeranschluss befindet sich eine kleine Zusatzplatine für die Lüftersteuerung. Auf dieser liegt ein erster X-Kondensator; schräg oberhalb davon dient ein Ferritkern als Basisfilterung. Zwei Y-Kondensatoren komplettieren diesen Bereich.
Weiter geht es in Richtung Heatpipe, wo zwei X-Kondensatoren dicht gedrängt per Silikon auf jeweils eine Spule geklebt sind und sich vor zwei Y-Caps befinden.
Zusätzlich konnten wir einen X-Kondensator im PFC Bereich erblicken, welcher allerdings nicht mehr zur Netzfilterung gehören dürfte und um den es platztechnisch nicht besser bestellt ist: Er muss sich seinen Platz zwischen einem Zusatzkühlkörper der Gleichrichterbrücke und einer großen Spule hart erkämpfen.
Natürlich verdient auch der MOV (Metal Oxide Varistor) eine Erwähnung. Letzterer wird bei billigen Geräten oftmals “vergessen”.
Bis auf wenige Ausnahmen sind die Spulen mit Silikonkleber befestigt und somit (hoffentlich) ausreichend vor Schwingungen geschützt.
Im primären Bereich wird ein hochwertiger japanischer Kondensator von Nippon-Chemicon mit einer Auslegung von bis zu 105°C verwendet. Wie bereits vom Cougar Power bekannt, stammen die Kondensatoren im sekundären Bereich zum größten Teil von Teapo aus Taiwan (ebenfalls bis 105°C).
Somit bietet das NesteQ eine überdurchschnittliche/sehr gute Ausstattung an Filtereinheiten und kann auch mit der Qualität der Hauptkondensatoren glänzen. Lediglich die Unordnung und die nicht gerade sparsame Verwendung von Silikonkleber trüben das Bild.
Kommentare?
Im Forum kannst Du über diesen Beitrag diskutieren.
Link zum Thema: „5 leise Netzteile im Härtetest”
Info zum Beitrag
geschrieben am Sonntag, den 25. Oktober 2009 um 19:51 Uhr
Kategorie(n): Netzteile, featured
Tags: 120mm Lüfter, 135mm Lüfter, 80Plus, 80Plus Bronze, Cougar Power 400W, Cougar Power 550W, Nesteq ASM XZero 400W, Netteilroundup, Netzteil bis 400W, Netzteil bis 500W, Netzteil über 500W, Netzteilroundup, Scythe Kamariki 4 Plug-In 450W, semipassives Netzteil, SilverStone ST50EF-Plus 500 Watt -ichbinleise edition-, Xigmatek GO GREEN NRP-PC402 400W




Loading... 










