5 leise Netzteile im Härtetest
Autor: Florian Haaf
Scythe Kamariki 4 Plug-In 450W
| Bereich | Herstellerangabe |
|---|---|
| Leistung | 450W |
| Effizienz | 84% |
| Abmessungen (Bx Hx T) | 150 × 160 × 86 mm |
| MTBF | |
| Garantie | 2 Jahre |
Die Verpackung macht in ihrer blutroten Optik einen ansprechenden Eindruck und informiert den Käufer über die Lautstärkekurve und bestimmte Finessen des Scythe Kamarik 4 Plug-In. Der Lieferumfang kann als guter Standard bezeichnet werden: Ein sehr ausführliches Handbuch, ein Netzkabel und vier Befestigungsschrauben packt Scythe mit in den Karton. Desweiteren sind kleine 3-Pin Lüfterkäbelchen vorhanden, auf die wir aber später noch genauer eingehen werden. Den Schutz des Netzteils übernimmt eine Luftpolsterfolie gepaart mit einem Schaumstoffboden.
Wer das Gerät in die Hand nimmt wird sich wohl als erstes denken, dass der alte Spiegel im Zimmer doch gleich entsorgt werden sollte. Dieser kann nämlich ohne Probleme vom Scythe Kamariki ersetzt werden. Die Bezeichnnung hochglänzend ist hier schon fast untertrieben. Allerdings hat diese extravagante und reizende Optik auch ihre Schattenseiten: Auf der Oberfläche ist sofort jeder Fingerabdruck zu sehen und als kratzunempfindlich kann man das Netzteil wahrlich nicht bezeichnen. Das eingelassene Lüftergitter rundet die edle Erscheinung ab und ermöglicht einen Blick auf den 100mm großen Lüfter. “Ziemlich klein” mögen sich nun sicherlich viele Leser denken, doch ob dies tatsächlich ein Nachteil ist, wird unser Testparcour zeigen. Der Bereich mit den Anschlüssen für die modularen Kabel ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet drei Buchsen für den Anschluss von jeweils einem Lüfter. Wie die Beschriftung “Intelligent Fan” schon vermuten lässt, werden die angeschlossenen Lüfter in ihrer Drezahl automatisch temperaturgesteuert. Die Verarbeitung befindet sich auf sehr hohem Niveau.
Das Netzteil kann mit jeweils sechs SATA und Molex Stecker aufwarten. Zudem können zwei Geräte mit FDD Anschluss betrieben werden. Dies sollte für das 450 Watt starke Kamariki 4 in fast jedem Falle ausreichen. Ferner liegt ein 8-Pin PCIe Kabel mit dabei, welchem man jedoch besser einen Bruder spendieren hätte sollen. Die bereits erwähnten Lüfterkäbelchen bieten zusätzlich ein nettes Extra: Von jedem Lüfter lässt sich die Drezahl per Anschluss einer Verzweigung des Käbelchens an das Mainboard auslesen.
Der verwendete Sleeve hinterlässt gemischte Gefühle. Einerseits wurde er positiverweise fast komplett bis zum Stecker geführt (bis dato die beste Arbeit eines Herstellers, die wir zu Gesicht bekommen), andereseits kann von blickdickt kaum die Rede sein.
| Stecker je Kabel (fest) | Stecker je Kabel (modular) | Länge in cm |
|---|---|---|
| 1x ATX (20+4 Pin) | 50 | |
| 1x EPS (4+4 Pin) | 56 | |
| 1x PCIe 8 Pin | 51 | |
| 3x SATA | 46 - 62 - 78 | |
| 3x SATA | 46 - 62 - 78 | |
| 3x Molex + 1x FDD | 46 - 62 - 77 - 92 | |
| 3x Molex + 1x FDD | 46 - 62 - 77 - 92 |
Die Hauptstromversorgung übernehmen zwei 12V Schienen, die mit jeweils recht mageren 18 Ampere belastet werden können. Dabei können 33 Ampere (Combined Power) verfügbar gemacht werden. Leider wurden außerdem nur wenige Schutzschaltungen integriert.
Technische Daten:
+5V: 20A
+3,3V: 24A
+12V1: 18A
+12V2: 18A
-12V: 0,3A
+5Vsb: 3,0A
| Bezeichnung | |
|---|---|
| Überstromschutz (OCP) | vorhanden |
| Kurzschlussschutz (SCP) | vorhanden |
| Überlastschutz (OLP o. OPP) | k.A. |
| Überspannungsschutz (OVP) | vorhanden |
| Unterspannungsschutz (UVP) | k.A. |
| Überhitzungsschutz (OTP) | k.A. |
Technische Daten des 100mm Lüfters:
Hersteller: Scythe
Typ: SY1025SL12LM
Stromstärke: 0,10A
Verbrauch (Volllast): 1,2W
Als Basis des Netzteils dient eine schwarz gefärbte Pertinax-Platine, auf welcher drei Kühlkörper montiert sind. Zwei von diesen bieten eine recht ausladende Kühloberfläche. Dies ist zwar sehr vorteilhaft für die daran anliegenden Bauteile, behindert allerdings den Airflow und damit die Kühlung versteckt sitzender Komponenten. Dennoch sollte dies, solange nicht der Großteil des Innenraums mit Kühlerlamellen überzogen ist, zu keinerlei Problememen führen.
Werfen wir einen Blick auf den Bereich mit den meisten EMI Filtereinheiten direkt vor dem Bienenwabengitter. Dort lässt sich zwischen zwei Spulen ein gelber X-Kondensator finden. Direkt daneben sitzt ein weiß eingepackter MOV hinter zwei Y-Kondensatoren.
Im unmittelbaren Eingangsbereich hat Scythe auf einen Ferritkern verzichtet, stattdessen wurde dort ein X-Kondensator mit zwei Y-Kondensatoren montiert.
Die bereits erwähnten Spulen sind mit einer Gummiummantelung umhüllt, was nicht unbedingt die beste Lösung ist, da die Ummantellung kaum Wärme hinaus lässt. Aus diesem Grunde haben viele Hersteller wie Enermax oder Cougar den Weg eingeschlagen, die Spulen mit Kabelbindern und Silikonklebern zu befestigen. Sehr positiv zu Werten ist hingegen der Einsatz des Gummis an den Kabelenden, wo er als Schutz vor Kontaktkurzschlüssen angebracht ist.
Im sekundären Bereich wurden bis 105°C ausgelegte Kondensatoren vom taiwanesischen Hersteller TREC verbaut. Unserer Meinung nach hätte man dort ruhig auf etwas hochwertigere Modelle setzen können. Der Primärkondensator stammt hingegen aus dem bekannten Hause Nippon-Chemicon und hält 105°C stand.
Insgesamt macht der Innenraum einen soliden und recht gut verarbeiteten Eindruck, wenngleich dank der großen Kühlkörper ein leichtes Gedränge herrscht und die Filtereinheiten in ihrer Anzahl nicht mit hochwertigeren Modellen mithalten können.
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Info zum Beitrag
geschrieben am Sonntag, den 25. Oktober 2009 um 19:51 Uhr
Kategorie(n): Netzteile, featured
Tags: 120mm Lüfter, 135mm Lüfter, 80Plus, 80Plus Bronze, Cougar Power 400W, Cougar Power 550W, Nesteq ASM XZero 400W, Netteilroundup, Netzteil bis 400W, Netzteil bis 500W, Netzteil über 500W, Netzteilroundup, Scythe Kamariki 4 Plug-In 450W, semipassives Netzteil, SilverStone ST50EF-Plus 500 Watt -ichbinleise edition-, Xigmatek GO GREEN NRP-PC402 400W




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