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5 leise Netzteile im Härtetest

SilverStone ST50EF-Plus 500 Watt -ichbinleise edition-

BereichHerstellerangabe
Leistung500W
Effizienz>80%
Abmessungen (Bx Hx T)150 x 86 x 140 mm
MTBF100.000 h
Garantie

Das Silverstone ST50EF-Plus -ichbinleise edition- kommt in einer recht kleinen Verpackung daher, welche Aufschluss über die wichtigsten Merkmale des Netzteils gibt. Zum Lierferumfang gehört ein kleines Handbuch, vier Befestigungsschrauben und ein Netzkabel. Extras sucht man leider vergebens.

Das Netzteil selbst ist durchgehend schwarz gehalten und erregt nur durch seine Rückseite Aufmerksamkeit. Diese ist nämlich zu einem Drittel mit Lüftungsschlitzen überzogen. Das nicht abstehende Lüftergitter komplettiert die schnörkellose Optik und gibt den Blick auf die wahre Besonderheit des Gerätes preis. Die in Baden-Württemberg angesiedelte Firma “Ichbinleise” hat sich den Lüfter zur Brust genommen und diesen gegen ein Modell aus dem Hause Papst ersetzt. Papst ist leider schon lange nicht mehr als Produzent von leisen Lüftern bekannt und wurde bereits vor einigen Jahren von Scythe und Co. aus dem Endverbrauchermarkt verdrängt. Umso gespannter dürfen wir sein, ob Papst mit diesem Lüftermodell vielleicht an alter Stärke zurückgewonnen hat.

Leider wurden lediglich die ATX-, EPS- und PCIe Kabel gesleeved. Letztere bestehen aus zwei 6-Pin Stecker und können somit zum Problem beim Anschluss einer Grafikkarte mit 8-Pin Buchse werden. Bei den Molex und SATA Kabeln lässt sich Silverstone nicht lumpen und bietet jeweils sechs Stecker. Nicht zu vergessen sind zwei FDD Anschlussmöglichkeiten.
Die relativ lange Marktpräsenz dürfte die leichten Schwächen in Sachen Sleeve und verfügbaren Anschlusskabeln (PCIe) wohl erklären. Dafür spielt das Gerät in Sachen Kabellängen allerdings ganz oben mit.

Stecker je Kabel (fest)Stecker je Kabel (modular)Länge in cm
1x ATX (20+4 Pin)55
1x EPS (8 Pin) + 1x EPS (4 Pin)55 - 70
1x PCIe (6 Pin)55
1x PCIe (6 Pin)55
3x SATA50 - 75 - 100
3x SATA50 - 75 - 100
3x Molex + 1x FDD50 - 75 - 90 - 105
3x Molex + 1x FDD50 - 75 - 90 - 105

Mit zwei 18 Ampere 12V Schienen ist das Ichbinleise für ein 500W Netzteil etwas schwächer ausgestattet. Insgesamt können 36 Ampere auf diese beiden Schienen verteilt werden. Das ist wahrlich kein herausragender Wert, wenn man bedenkt, dass beispielsweise manche 400W Modelle nur 4 Ampere schwächer in ihrer 12V Combined Power sind. Insgesamt sind beachtliche sechs Schutzschaltungen integriert, wenngleich man statt dem Schutz vor lastfreiem Betrieb lieber auf einen Überhitzungsschutz hätte zurückgreifen sollen.

Technische Daten:

+5V: 25A
+3,3V: 25A
+12V1: 18A
+12V2: 18A
-12V: 0,3A
+5Vsb: 3,0A

Bezeichnung
Überstromschutz (OCP)vorhanden
Kurzschlussschutz (SCPvorhanden
Überlastschutz (OLP o. OPP)vorhanden
Überspannungsschutz (OVP)vorhanden
Unterspannungsschutz (UVP)vorhanden
Überhitzungsschutz (OTP)k.A.
Schutz vor lasfreiem Betrieb (NLP)vorhanden

Technische Daten des 120mm Lüfters:

Hersteller: Papst
Typ: 4412 F/2GLL
Stromstärke: k.A.
Verbrauch (Volllast): 0,72W ?

Der Innenraum macht nicht unbedingt einen sehr aufgeräumten Eindruck, was vor allem im Segment zwischen dem primären und dem sekundären Bereich sichtbar wird. Die Kühlkörper sind sehr großzügig dimensioniert, dürften allerdings durch ihre Finnenform genügend Luft für die versteckteren Bauteile durchlassen. Dennoch kann man das Silverstone nicht als Airflow-Liebling bezeichnen. Zusätzlich ist ein dritter, kleinerer Kühlkörper an der Gleichrichterbrücke positioniert. Insgesamt sollten die großzügig dimensionierten Kühlkörper jedoch auch einen Betrieb mit moderaten Lüfterdrehzahlen ermöglichen.

Die Filtereinheit beginnt mit einer kleinen Zusatzplatine hinter dem Netztstecker. Auf dieser befinden sich zwei Y-Kondensatoren und ein kopfüber liegender X-Kondensator. Von oben ist übrigens sehr gut die längliche Schmelzsicherung zu erkennen.
Weiter geht es auf der Pertinax Hauptplatine mit mehreren Y-Kondensatoren, zwei Spulen, zwei weiteren X-Kondensatoren und einem MOV. Leider wirkt der komplette Bereich sehr gedrängt und nicht unbedingt gut verarbeitet. Ein typisches Platzproblem. Dennoch muss man die Ausstattung der Filtereinheit als sehr gut deklarieren.

Sowohl der Primärkondesator (Aufgabe: Energiespeicher) als auch die sekundären Kondensatoren (Aufgabe: Glättung von Spannungsspitzen) stammen vom bekannten taiwanesischen Produzenten Teapo. In beiden Segmenten sind sie zudem bis 105°C ausgelegt. Schade, dass Silverstone im primären Bereich nicht auf japanische Produkte gesetzt hat, doch auch Teapo ist nicht die schlechteste Wahl.

Seltsamerweise waren bei unserem Testsample die Kabel im sekundären Bereich nicht mit Shrink isoliert, was im schlimmsten Fall zu Kontaktkurzschlüssen führen kann und daher bei Netzteilen als Standardschutz gesehen werden sollte. Für den Schutz vor Spulenfiepen setzt Silverstone hauptsächlich auf Silikonkleber, wobei zwei kleinere Spulen in der Mitte der Pertinax-Platine mit Gummi überzogen wurden.

Summa summarum hinterlässt der Innenraum einen ordentlichen Eindruck, was allerdings nicht verbergen soll, dass einige Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden sind.

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