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Duell der Giganten – Corsair HX750W vs. Cougar S700 – Teil I

Innenraum (Corsair)

Nach dem Öffnen des Netzteils erwartet uns eine schwarze Platine aus dem Hause CWT in der Güteklasse FR4. Diese Güteklasse bedeutet, dass die Platine aus in Epoxidharz getränkten Glasfasermatten aufgebaut ist und somit zu den hochwertigeren Produkten gehört.

Corsair HX750W

Unter dem Kaltgerätestecker befindet sich ein erster X-Kondensator. Direkt darüber nehmen wie üblich zwei blaue Y-Kondensatoren ihren Platz ein. Schräg darunter können wir eine freie Lötstelle sehen, welche sehr wahrscheinlich in einer höheren Ausbaustufe Platz für einen weiteren X-Kondensator frei hält.

Corsair HX750W

Gehen wir weiter in Richtung primären Bereich, springt uns ein MOV (Metal-Oxide-Varistor) ins Auge. Dieser ist eine wichtige Schutzeinrichtung und wird bei billigen Netzteilen oftmals “vergessen”.
Unmittelbar daneben stehen zwei Spulen des Netzfilterbereiches, in welchen jeweils eine Plastikplatte hochkant integriert ist. Dies soll Schwingungen der Kupferdrähte bei einer Ausdehnung durch Wärme verhindern. Zusätzlich wurden die Spulen mit Gummi umwickelt, was einerseits nicht gerade fördernd für die Temperatur ist, aber andererseits dank der seitlichen Öffnung ein guter Kompromiss sein sollte. Zwischen den Spulen ist ein zweiter X-Kondensator montiert.
Zudem stehen etwas versteckt in der Ecke der Platine zwei Y-Kondensatoren, welche die Gesamtzahl dieser Bausteine im Netzfilterbereich auf vier erhöhen. Nichts dest trotz ist hier wieder Platz für zwei weitere Modelle dieser Gattung vorhanden.

Corsair HX750W

Schauen wir nun zur Gleichrichterbrücke, welche direkt an einem großen Kühlkörper des PFC-Bereiches anliegt. Die Brücke stammt von SEP Electronic, trägt die Bezeichnung GBU15005 und kann bis zu 15 Ampere unterstützen. Gegenüber befindet sich eine Zusatzplatine mit einem PWM/PFC Chip der Firma Championmicro. Die genaue Modellbezeichnung lautet CM6802. Desweiteren ist mittig ein lackgetränkter X-Kondensator angesiedelt.

Corsair HX750W

Die PFC Spule macht auf den ersten Blick den Eindruck von einem Transformator, da sie in ein Plastikgehäuse gesteckt und mit gelber Folie umwickelt wurde. Diese Präventionsmaßnahme wurde früher recht häufig eingesetzt. In den Schatten gestellt wird die PFC-Spule nur von zwei großen, bis 105°C ausgelegten Primärkondensatoren der japanischen Firma Nippo-Chemicon.

Corsair HX750W

Machen wir einen Sprung über den mittleren Kühlkörper und landen direkt im Königreich der Transformatoren. Der große Transformator ist für die 12V Spannung zuständig, der kleinere muss sich um die 5V Standby-Versorgung kümmern. Links und rechts von diesem wurden einige Mosfets und Chips an die Kühlkörper verschraubt. Die Kühlkörper kommen uns im Allgemeinen recht simpel und klein vor. Tatsächlich lässt sich kaum ein Bauteil finden, das nicht einen Platz an der Sonne alias Lüfter genießt. Dennoch hätte man die Kühlkörper unserer Meinung nach wenigstens nach oben hin etwas auffächern können. Ferner ist die Anzahl von 5 Gleichrichterdioden zu erwähnen, die alle samt am mittleren Kühlkörper anliegen.

Corsair HX750W

Der sekundäre Bereich ist gespickt mit 105°C Kondensatoren zur Spannungsglättung aus dem Hause Nippon-Chemicon. Es lässt sich sogar ein einzelner Feststoffkondensator der Firma CapXcon finden.

Corsair HX750W

Nicht zu vergessen sind zwei Zusatzplatinen der DC-DC Technik, auf denen insgesamt 10 Feststoffkondensatoren befestigt wurden und welche getrennt für 3,3V und 5V zuständig sind. Auf beiden Platinen kommt jeweils ein ein APW7073 Controller von ANPEC zum Einsatz. Die Feststoffkondensatoren besitzen übrigens den Vorteil, dass sie nicht Platzen können und werden daher vorwiegend auf Mainboards und Grafikkarten verbaut.

Corsair HX750W

Federführend für die Schutschaltungen ist ein ein PS229 Monitoring Chip von Silicon Touch, welcher immer öfter in Netzteilen zu finden ist.

Corsair HX750W

Positiv zu erwähnen sind noch verschiedene Plastikplatten und Schrumpfschläuche an den Kabelenden zur Verhinderung von Kontaktkurschlüssen.

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