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Duell der Giganten – Corsair HX750W vs. Cougar S700 – Teil I

Innenraum (Cougar)


Auf den ersten Blick wirkt das Netzteil sehr übersichtlich und gut durchdacht. Wie zu erwarten nimmt die Technik ihren Platz auf einer hochwertigen Epoxidharzplatine ein.

Cougar S700

Die Reise durch das Cougar S-Power 700W beginnt wie üblich am Netzeingang. Dort ist eine Zusatzplatine montiert, die unter anderem einen X-Kondensator und zwei Y-Kondensatoren beherbergt. Leider macht die Lötqualität nur einen mittelmäßigen Eindruck. Positiverweise ist jedoch ein Ferritkern zur Entstörung vorhanden, welcher beim HX750W leider fehlt.

Cougar S700

Der Netzfilterbereich setzt sich mit zwei Spulen fort, die wie von Corsair bekannt vorteilhafterweise mit Plastikplatten innerlich fixiert sind. Statt einer Gummiummantellung kommt zudem reichlich Siliconkleber zum Einsatz.
Sehr einfallsreich: Zwei X-Kondensatoren lassen sich jeweils unter einer Spule finden, was dem Platzangebot positiv zu gute kommt. Außerdem zeigen sich vier weitere Y-Kondensatoren.

Cougar S700

Direkt dahinter befindet sich eine Gleichrichterbrücke der Firma Micro Commercial Components mit der Bezeichnung GBJ1506. Diese unterstützt bis zu 15 Ampere und dürfte qualitativ gleich auf mit dem verbauten Modell im Corsair sein. Ferner lässt sich der insgesamt vierte X-Kondensator erkennen und unterstreicht somit die Tatsache, dass Filterbausteine im Cougar etwas reichtlicher eingesetzt wurden. Demensptrechend wurde auch nicht an einem MOV (Metal-Oxide-Varistor) gespart.

Cougar S700

Der PFC Bereich setzt sich mit der obligatorischen Spule fort, bei welcher eher weniger Wert auf die Prävention vor Störgeräuschen gelegt wurde. Anscheinend hat Cougar mit solchen Problemen weniger zu kämpfen.
Der große Primärkondensator stammt vom japanischen Produzenten Nippon-Chemicon. Dieser ist bis 105°C spezifiziert und kommt aus der KMR Baureihe.

Cougar S700

Im mittleren Teil des Netzteils wartet ein großer Transformator auf uns. Daneben sind übrigens zwei kleine Kondensatoren von Su’ccon zu erkennen. Gegenüberliegend schmiegen sich sechs Gleichrichterdioden (für +12V zuständig) an eine Aluminiumplatte, die per Wärmeleitpad mit dem Hauptkühlkörper verbunden ist. Die sehr große Anzahl an diesen Gleichrichterdioden ermöglicht ein hohes Leistungsspektrum und setzt die Vermutung fort, dass Cougar etwas großzügiger als Corsair mit den Bauteilen umgeht.

Cougar S700

Der PWM/PFC Controller sitzt auf einer Zusatzplatine; genauer gesagt handelt es sich um einen FAN4800IN von Fairchild, der laut Datenblatt bereits einen Überspannungsschutz (somit primär) beinhaltet.

Cougar S700

Der sekundäre Bereich beherbergt mehrere Kondensatoren von Teapo aus Taiwan. Warum man dort auf japanische Modelle verzichtet hat, ist uns (vor allem dank des Kaufpreises) schleierhaft. Dennoch sind recht viele Nippon-Chemicon Feststoffkondensatoren sichtbar. Der bereits erwähnte Kühlkörper bietet eine ausladende Fläche und ist somit eher weniger Airflow optimiert. Zwar wurden Lüftungslöcher in das Aluminium gebohrt, aber eine Lösung in geriffelter Finnenform (ähnlich zum mittleren Kühlkörper) wäre unserer Meinung nach vorteilhafter.

Cougar S700

Am Rande der Hauptplatine befinden sich zwei mit Feststoffkondensatoren bestückte Zusatzplatinen, die jeweils für die 3,3V und 5V Spannung als Gleichstromwandler dienen. Zum Einsatz kommt hierbei ein APW7073 Controllchip von ANPEC, der interessanterweise sowohl im HX750W als auch im Enermax Revolution85+ seinen Platz findet.
Zur Erinnerung: Bei der DC-DC Technik wird die 230V-Wechselspannung lediglich in eine 12V-Gleichspannung transformiert. Somit muss er nur einmal von Wechelspannung zu Gleichspannung konvertieren (für die kleineren Spannungen sind am Ende die Gleichstromwandler zuständig). Das bringt zusammen mit der Tatsache, dass der Druck der nun starken 12V Spannung das Überwinden von Widerständen erleichtert, erhebliche Vorteile in der Effizienz und eine unabhängigere Stabilität der Spannungen.

Cougar S700

Erneut sehr ähnlich zum Corsair ist der Monitoring Chip von Silicon Touch. Dieser trägt die bekannte Bezeichnung PS223 und weist auf eine nahe Verwandschaft zum PS229 hin. Die Eckdaten des Chips sind OVP, UVP, OCP und OTP Schutzschatungen; letztere wurde seltsamerweise auf der Verpackung nicht erwähnt.

Cougar S700

An Schrumpfschläuche über den Kabelenden und an seitliche Plastikwände zum Schutz vor Kontaktkurzschlüssen wurde vorteilhafterweise gedacht.

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