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AMD Fusion – Brazos Plattform untersucht

Fazit

Wofür eignet sich AMDs erste Fusion-Plattform eigentlich? Anhand der subjektiven Arbeitseindrücke und die reichlichen Benchmark-Ergebnisse lässt sich rein von der Leistung eine Empfehlung für einen HTPC sowie einen herkömmlichen Office- und Internet-PC bedenkenlos aussprechen. Den Einsatz in einem kleinen (Home-)Server sollte in vielen Fällen auch realistisch sein, wobei die fehlende RAID-Unterstützung für den ein oder anderen Anwender ein Dorn im Auge sein könnte. Für weiterführende Aufgaben fehlt einem Brazos-System aber einfach die Leistung. Insbesondere die Prozessorleistung ist sehr schwach. Dennoch kann der Intel Atom 330 in vielen Benchmarks recht deutlich in Schach gehalten werden – verglichen mit dem neuen Atom D525 dürfte der Vorsprung allerdings um einiges schrumpfen. Auch der Vergleich zu Intels neuem Pentium G620T fällt oftmals zu deutlich aus – allerdings im negativen Sinne.

amd_brazos_fazit

Die Grafikleistung erfüllt hingegen alle Erwartungen und bietet mit dem UVD3 sowie der Möglichkeit VA-Deinterlacing zu aktivieren die perfekte Grundlage für einen HTPC. Egal ob Blu ray oder HD-Videos in verschiedenen Codecs, die Leistung reicht in allen Fällen für ruckelfreies Filmvergnügen. Das ein oder andere ältere Spiel lässt sich auch mit der Radeon HD 6310 spielen – leider bremst der Prozessorteil die integrierte Grafikeinheit etwas ein, weshalb die Leistung hier etwas gedrückt wird.

Ein weiterer ganz großer Pluspunkt ist die geringe Leistungsaufnahme. Insbesondere die hohe Energieeffizienz im Leerlauf und sehr geringen Lasten sprechen für die Brazos-Plattform, die sich hier sehr stark von der Konkurrenz absetzen kann. Durch die Sparsamkeit gibt es auch einige passiv gekühlte Mainboards auf dem Markt, die ohne störende Lüftergeräusche daherkommen. Ebenso kann die bereits sehr große Vielfalt von unterschiedlich ausgestatteten Mainboards überzeugen. Je nach Modell finden sich SATA 6GBit/S, USB3.0, Firewire, Bluetooth, HDMI, Displayport, WLAN oder optische/digitale Soundausgänge auf den Mainboards und halten den Platz des oftmals einzigen Slot für eine PCI(e)-Karte frei.

Bleibt am Ende noch die Frage nach dem Preis. Die günstigsten Modelle beginnen bereits bei etwa 80 Euro, besitzen allerdings kein USB3.0. SATA 6GBit/s ist dank Chipsatzunterstützung jedoch bereits hier enthalten. Noch unter 100 Euro starten nun die Platinen mit USB3.0 sowie die ersten mit Passivkühlung. Das volle Ausstattungspaket ist abschließend für etwa 125 Euro zu haben. Damit liegen die Preise für ein Brazos-System mitunter sehr deutlich unterhalb eines vergleichbar ausgestattetem System mit Intel Atom und ION(2)-Chipsatz. Mainboards ohne ION-Chipsatz sind zwar günstiger, sind durch die sehr schwache integrierte Intel-Grafikeinheit in ihrem Einsatzgebiet noch stärker eingeschränkt und bieten oftmals nicht einmal einen digitalen Bildausgang.

Wer den Aufbau eines HTPCs oder eines einfachen Office- oder Internet-PCs plant, sollte also ein Auge auf AMDs Brazos-Plattform werfen. Hohen (Leistungs-)Ansprüchen wird der AMD E-350 allerdings nur selten gerecht. Wenn es aber um den Bau eines HTPCs oder eines sehr sparsamen Systems geht, weiß die Plattform zu glänzen. Sparsamer, kleiner und günstiger zugleich bekommt man nämlich kein vergleichbares System mit derart guten Qualitäten im Multimediabereich. Durch die guten Leistungen und vor Allem der geringen Leistungsaufnahme vergeben wir unseren Silenthardware.de ECO-Award.

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