Cooler Master Silencio 550
Autor: Christian Lauer
Einleitung
Das GehĂ€use-Sortiment des Herstellers Cooler Master ist ebenso zahlreich wie vielfĂ€ltig. Vom ausladenden Big-Tower fĂŒr heiĂe High-End Hardware ĂŒber Low-Budget-Midi-Tower bis hin zum kompakten Mini-ITX-GehĂ€use ist fast fĂŒr jeden Anwendungsfall das passende GehĂ€use dabei. Mit dem Silencio 550 ist jetzt ein Midi-Tower ins Portfolio aufgenommen worden, der sich aufgrund seiner Ausstattungsmerkmale besonders fĂŒr den Aufbau leiser Rechner eigenen soll. Ungeachtet dessen ist trotzdem der Einsatz leistungsfĂ€higer Hardware durch ein entsprechendes Platzangebot und KĂŒhlkonzept vorgesehen.
Da das Cooler Master Silencio 550 auĂerdem noch ein wohnzimmertaugliches GehĂ€use darstellen soll, hat sich Cooler Master auch um eine ansprechende Optik des GehĂ€uses bemĂŒht. Durch ein ganzes Paket an Features soll sich das GehĂ€use weitere Pluspunkte verdienen. Hierzu zĂ€hlen unter anderem ein SD-Kartenleser und ein USB 3.0-Anschluss im Frontpanel, flĂŒsterleise LĂŒfter und ein Hot-Swap Schacht fĂŒr den schnellen Anschluss einer weiteren Festplatte im laufenden Betrieb.
Auf den folgenden Seiten wird sich klÀren, ob es Cooler Master tatsÀchlich gelungen ist, ein so vielseitiges GehÀuse ohne Abstriche zu entwickeln.
Das Silencio 550 wird in einem aufwĂ€ndig gestaltetem Karton geliefert, auf dem nochmals alle wichtigen Fakten zum Produkt nachzulesen sind. Viel spannender ist jedoch der Inhalt, denn dort wartet das GehĂ€use zwischen schĂŒtzenden Folien und Polstern darauf, von seinem neuen Besitzer ausgepackt zu werden.
Technische Daten
- Typ: Miditower
- Mainboard: ATX, ”ATX
- Laufwerke: 3x 5.25″ (extern; 1x vorbelegt mit Hot-Swap Einschub), 7x 3.5″ (intern)
- Material: Stahlblech, Kunststoff
- LĂŒfteröffnungen: 3x 120mm, davon 1x auch fĂŒr 140mm
- Anzahl SteckplĂ€tze fĂŒr Erweiterungskarten: 7
- FrontanschlĂŒsse: 1x USB 3.0, 1x USB 2.0, 1x SD-KartenlesegerĂ€t, 2x Audio
- Abmessungen: 416 x 211 x 507 mm (H x B x T)
- Gewicht: 9,3 kg
Das mitgelieferte Zubehört fĂ€llt nicht gerade ĂŒppig aus, trotzdem ist alles dabei, was dabei sein muss. Neben den Schienen fĂŒr die Festplattenmontage, gibt es eine handvoll Kabelbinder und Befestigungsschrauben. Um das Einschrauben der Distanzbolzen fĂŒr die Mainboardmontage zu erleichtern, liegt eine kleine AdapterhĂŒlse bei. Wird diese auf die Bolzen aufgesteckt, können die Bolzen mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher eingeschraubt werden. Eine sehr pfiffige Lösung, die einen passenden SteckschlĂŒssel entbehrlich macht!
Lieferumfang
- 2x 120mm-LĂŒfter (Cooler Master A12025-08CB-33N-F1 â 800 U/min)
- Befestgungsmaterial
- TrĂ€gerplatte fĂŒr die Montage von zwei 2.5″-/SSD-Laufwerken
- Buzzer
- Bebilderte Bedienungsanleitung
Das Cooler Master Silencio 550 tritt in seiner gesamten Erscheinung eher zurĂŒckhaltend und konservativ auf. Ein groĂen Anteil dazu trĂ€gt die matt-schwarze Lackierung des gesamten GehĂ€uses bei. Die lackierten MetalloberflĂ€chen besitzen eine leichte Struktur. Der Lackauftrag ist sehr gleichmĂ€Ăig und vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Der vordere Teil des GehĂ€uses ist aus Kunststoff gefertigt und hebt sich damit etwas vom Rest des GehĂ€uses etwas ab. Einziges optisches Highlight ist die hochglĂ€nzende Acryl-Front der TĂŒr mit dem eingelassenen Logo des Herstellers. Vom subjektiven Eindruck wirkt das GehĂ€use in seinen Abmessungen fĂŒr einen Midi-Tower recht kompakt.
Die TĂŒr ist quasi im vorderen Teil des GehĂ€uses versenkt und schlieĂt sauber mit der GehĂ€usefront ab. FĂŒr die Ăffnung ist eine Griffmulde vorgesehen. Die Ăffnungsrichtung ist vorgegeben und kann nicht variiert werden, was beim GehĂ€usekauf beachtet werden sollte. Der Magnetverschluss der TĂŒr ist so dimensioniert, dass die TĂŒr auch beim vorsichtigen Transport des Towers nicht unkontrolliert aufschwingt, sich aber trotzdem bequem öffnen lĂ€sst. Im Kontrast zu der hochglanzverspiegelten AuĂenseite der TĂŒr, hat Cooler Master die Innenseite der TĂŒre mit Schaumstoff ausgekleidet. Ein erstes Anzeichen fĂŒr die konsequente Ausrichtung des GehĂ€uses auf eine Reduzierung der Schallemissionen. Die TĂŒr selbst fĂŒhlt sich – obwohl sie nur aus Kunststoff besteht – massiv an und die AufhĂ€ngung bzw. Schaniere wirken ebenfalls robust. Hinter der TĂŒr verbergen sich die 5.25″-SchĂ€chte, wobei einer bereits mit einem Hot-Swap-Einschub fĂŒr 3.5″-Festplatten vorbelegt ist. Darunter befindet sich ein groĂes Gitter, welches sich mit einem Clip-Mechanismus nach vorne Herausnehmen lĂ€sst. Hinter dem Gitter befinden sich die MontageplĂ€tze fĂŒr zwei LĂŒfter. Der davor montierte Staubfilter gehört mittlerweile zum guten Ton bei fast jedem namhaften Hersteller. Ăber LĂŒftungsschlitze in den Seiten des Frontteils kann Frischluft angesaugt werden.
Auf der Oberseite der GehĂ€usefront ist das Frontpanel mit sĂ€mtlichen Benutzerschnittstellen untergebracht. FĂŒr die meisten AnwendungsfĂ€lle stellt dies eine sehr ergonomische und gut erreichbare Anordnung dar. Neben dem Ein-Aus-Schalter und einem Reset-Knopf findet man auch die obligatorischen 3,5 mm Klinkenbuchsen fĂŒr Kopfhörer und Mikrofon. Links und rechts daneben spendiert Cooler Master dem Silencio 550 jeweils einen USB 2.0 und USB 3.0 Anschluss. Durch den groĂen Abstand zueinander können auch gröĂer bauende USB-GerĂ€te angeschlossen werden, ohne die angerenzenden Ports zu blockieren. In Anbetracht der geringen Anzahl an AnschlĂŒssen ein wichtiges Detail. Statt eines weiteren USB 2.0 Anschlusses steht jedoch ein LesegerĂ€t fĂŒr die weit verbreiteten SD-Speicherkarten zu VerfĂŒgung. Leider wurde auf einen eSATA-Anschluss verzichtet, was wohl aber durch den Hot-Swap-Einschub wett gemacht werden soll.
Schon fast auffĂ€llig ist die Abwesenheit von LĂŒftungsöffnungen, Fenstern und anderen Design- und Funktionselementen an den Seitenteilen und dem Deckel des GehĂ€uses. Dies stellt in der Theorie jedoch eine wichtige Grundvoraussetzung fĂŒr ein siltent-taugliches GehĂ€use dar: zum einen könnnen so nur an weniger Stellen StörgerĂ€usche aus dem Inneren des GehĂ€uses nach auĂen gelangen und zum anderen kann nur so ein definierter Luftstrom erreicht werden. Ganz abgesehen davon passt dies optimal zum schlichten Designkonzept des GehĂ€uses.
Auch bei der Gestaltung der GehĂ€userĂŒckseite ist Cooler Master seiner konsequenten Designsprache treu geblieben. So findet man dort weder besonders viele LĂŒftungsöffnungen noch designtechnische Highlights. Die RĂŒckseite inkl. Slotblenden prĂ€sentiert sich ebenfalls komplett in Schwarz. Im Gegensatz zu vielen anderen GehĂ€use sind die Slotblenden geschlossen und nicht mit LĂŒftungsschlitzen durchdrungen. Die einzige BelĂŒftungsmöglichkeit stellt ein LĂŒftergitter im oberen Bereich dar. Das LĂŒftungsgitter ist leider fest in die RĂŒckseite des GehĂ€uses gestanzt und lĂ€sst sich somit nicht entfernen.
Bei der Unterbodeninspektion stechen zuerst die massiven StandfĂŒĂe hervor. Die aufgeklebten Gummiringe fallen positiv auf, weil hierdurch eine gewisse Enkopplung des GehĂ€uses zum FuĂboden erreicht werden könnte. Nachteilig stellt sich allerdings dar, dass das GehĂ€use auf glatten FuĂböden wie Laminat oder Parkett nicht ohne weiteres Verrutscht werden kann, sondern dazu immer leicht angehoben werden muss. Andererseits wird so natĂŒrlich ein sicher Stand gewĂ€hrleistet.
Im hinteren Bereich der GehĂ€useunterseite weist das Cooler Master Silencio einen Ausschnitt fĂŒr die BelĂŒftung des Netzteiles auf. Auch hier kommt ein leicht abnehmbarer Staubfilter zum Einsatz. Bemerkenswert ist auch hier wiederum, dass auf einen weiteren Ausschnitt fĂŒr LĂŒfter im GehĂ€useboden, z.B. vor dem Netzteil, verzichtet wurde. Der Praxistest wird Aufschluss darĂŒber geben, Wie sich diese Reduzierung der GehĂ€useöffungen auf ein Minimum im Betrieb auf die Temperaturen auswirkt.
FĂŒr die Demontage der Seitenteile mĂŒssen an der RĂŒckseite des GehĂ€uses jeweils zwei RĂ€ndelschrauben gelöst werden. Die Seitenteile können anschlieĂend ein kleines StĂŒck nach hinten gezogen und seitlich abgehoben werden. Die Seitenteile sind wie der Rest des GehĂ€userahmens aus Stahlblech gefertigt und auf der Innenseite mit einem schwarzen Noppenschaum beklebt. Durch diese Kombination ergibt sich eine relativ schwere Konstruktion, was der Vermeidung von Schwingungen dienlich ist. Durch den aufgeklebten Schaum soll der Körperschall reduziert werden und so die gesamte GerĂ€uschemission nach auĂen hin reduziert werden. Die AufhĂ€ngung der Seitenteile, welche beim Silencio 550 symmetrisch ausfallen, stellt hĂ€ufig eine Schwachstelle von GehĂ€usen dar. Sie mĂŒssen zum einen einen sicheren und besonders “klapperfreien” Halt gewĂ€hrleisten und trotzdem eine leichte und komfortable (De-)Montage ermöglichen. Dies ist Cooler Master beim Silencio 550 gut geglĂŒckt, was auch aufgrund ihrer langjĂ€hrigen Erfahrung auf diesem Gebiet nicht anders zu erwarten war.
Im Innenraum wird das fortgesetzt, was die Entwickler auĂen bereits begonnen haben: eine schlichte, sauber verarbeite Gestaltung mit funktioneller Ausrichtung ohne groĂe Experimente und Ăberraschungen. Bis auf die bunten LĂŒfterkabel sind alle Bauteile im gewohnten Schwarzton gehalten. Die Anordnung der Hardwarekomponenten ist mit einem am GehĂ€useboden installierten Netzeil zeitgemĂ€Ă, bietet sonst jedoch keine Innovationen. Im Vorderen Bereich des GehĂ€uses befinden sich die Befestigungssysteme fĂŒr sĂ€mtliche Laufwerke. Bemerkenswert hierbei ist sicherlich die Anzahl der Festplattenslots, denn die Möglichkeit sieben 3.5″-Festplatten in einem doch recht kompakten GehĂ€use unterzubringen ist nicht selbstverstĂ€ndlich. Gleichzeitig wurde jedoch der Tatsache Rechnung getragen, dass die wenigsten Benutzer tatsĂ€chlich so viele Laufwerke verbauen werden – erst recht nicht bei einem PC, der gerĂ€uscharm ausfallen soll. So ist der FestplattenkĂ€fig zweigeteilt und der obere Teil lĂ€sst sich nach dem Lösen von vier Schrauben mit einem Handgriff entnehmen. So eröffnet sich ein gröĂerer Stauraum fĂŒr eine ĂŒberlange Grafikkarte oder – besonders fĂŒr Silent-Extremisten interessant – die Montage von DĂ€mmboxen und Konsorten.
Im MainboardtrĂ€ger befinden sich mehrere Ausschnitte fĂŒr die DurchfĂŒhrung von Kabeln sowie eine groĂe Aussparung fĂŒr die nachtrĂ€gliche Montage eines CPU-KĂŒhlers ohne Mainboardausbau. An der GehĂ€userĂŒckseite sowie in der GehĂ€usefront auf mittlerer Höhe sind jeweils ein 120mm-LĂŒfter vorinstalliert. Cooler Master hat an dieser Stelle auf eine spezielle Entkopplung der LĂŒfter verzichtet und sie stattdessen fest mit dem GehĂ€use verschraubt.
SpĂ€testens beim Einbau der Hardware geht das klassische Konzept auf: der geĂŒbte PC-Bastler kennt sich im Cooler Master Silencio 550 sofort aus und der Aufbau ist in wenigen Minuten erledigt. Die einwandfreie Verarbeitung und das durchdachte Montagekonzept tragen hierzu einen groĂen Anteil bei. Der Schraubenzieher ist bei Arbeiten mit dem Silencio stĂ€ndiger Begleiter, was jedoch aufgrund des einigermaĂen groĂzĂŒgigen Aufbaus keine Probleme bereitet.
Lediglich bei der Montage der 3.5″- und 5.25″-Laufwerke unterstĂŒtzt Cooler Master den werkzeug-scheuen PC-Bastler mit Hilfssystemen. Das DVD-Laufwerk wird hierbei mittels eines Verriegelungsmechanismus in seiner Position gehalten. Beim Umlegen des entsprechenden Hebels greifen Stifte in die genormten Montagebohrungen des Laufwerks. Ein genaues Positioniern des Laufwerks oder die Montage eines von der Norm abweichenden Bauteils (wie es z.B. auf viele LĂŒftersteuerungen zutrifft) ist damit jedoch nicht möglich.
FĂŒr die Festplatten steht ein Schienensystem zur VerfĂŒgung, das auch in vielen anderen GehĂ€usen Verwendung findet. Das Montagekonzept ist ausgereift und bietet eine leichte und sichere Montage. Eine Entkopplung der Festplatte ist dabei nicht gegeben, was besonders in einem LeisetretergehĂ€use wie dem Silencio doch verwunderlich ist. FĂŒr die Montage der kleineren SSD-Festplatten spendiert Cooler Master einen Adapter, an dem sich zwei 2.5″-Platten montieren lassen.
Auch wenn Cooler Master im Silencio 550 kein aufwĂ€ndiges Kabelmanagement vorgesehen hat, so lassen sich die Kabel doch ordentlich durch die vorhandenen DurchfĂŒhrungen verstauen und dorthin verlegen, wo man sie benötigt. An der RĂŒckseite des MainboardtrĂ€gers sind Ăsen vorhanden, wo die KabelstrĂ€nge mit Kabelbindern fixiert werden können. Auf Gummimanschetten wurde in den KabeldurchfĂŒhrungen verzichtet, was aber aufgrund der schön verrundeten Kanten keineswegs als negativ zu bewerten ist, eher im Gegenteil das Verlegen der Kabel erleichtert. Bedingt durch das DĂ€mmaterial auf der Innenseite der SeitentĂŒren kann es Probleme beim SchlieĂen des GehĂ€uses geben, wenn hinter dem MainboardtrĂ€ger KabelanhĂ€ufungen vorhanden sind. Der vorhandene Platz ist aber ausreichend und fĂ€llt bei vergleichbaren Towern zum Teil noch knapper aus.
Um eine Aussage ĂŒber die LeistungsfĂ€higkeit des KĂŒhlkonzeptes des Cooler Master Silencio 550 treffen zu können, werden die Temperaturwerte der Testhardware unter verschiedenen Bedingungen ausgelesen. Hierbei wird neben der SerienbelĂŒftung, mit der das GehĂ€use vom Hersteller geliefert wird, auch untersucht, wie sich die Temperaturen verhalten, wenn lediglich ein langsam drehender, ausblasender LĂŒfter zum Einsatz kommt.
Eine Beschreibung des Testsystems sowie des Testverfahrens kann hier nachgelesen werden: LINK.
Temperaturwerte: SerienbelĂŒftung – Last (Scythe Ninja 2 Rev. B)
| GehÀuse | CPU | GPU | INT | HDD |
|---|---|---|---|---|
| Lian Li PC-8N | 41,4 K | 48,4 K | 14,4 K | 4,4 K |
| Fractal Design Define R3 | 50,7 K | 49,7 K | 21,7 K | 10,7 K |
| Coolermaster Silencio 550 | 52,8 K | 61,8 K | 17,8 K | 5,9 K |
| Fractal Design Arc Midi | 33,5 K | 56,5 K | 12,5 K | 9,5 |
Temperaturwerte: SerienbelĂŒftung – Leerlauf (Scythe Ninja 2 Rev. B)
| GehÀuse | CPU | GPU | INT | HDD |
|---|---|---|---|---|
| Lian Li PC-8N | 12,3 K | 14,3 K | 8,3 K | 4,3 K |
| Fractal Design Define R3 | 15,1 K | 16,1 K | 7,1 K | 10,1 K |
| Coolermaster Silencio 550 | 19,7 K | 20,7 K | 11,7 K | 5,7 K |
| Fractal Design Arc Midi | 8,5 K | 17,5 K | 6,5 K | 9,0 K |
Temperaturwerte: Silent – Last (Scythe Ninja 2 Rev. B)
| GehÀuse | CPU | GPU | INT | HDD |
|---|---|---|---|---|
| Lian Li PC-8N | 44,7 K | 48,7 K | 16,7 K | 5,7 K |
| Fractal Design Define R3 | 50,8 K | 52,8 K | 32,8 K | 18,8 K |
| Coolermaster Silencio 550 | 57,8 K | 68,8 K | 17,8 K | 5,8 K |
| Fractal Design Arc Midi | 45,5 K | 60,4 K | 16,4 K | 11,4 K |
Temperaturwerte: Silent – Leerlauf (Scythe Ninja 2 Rev. B)
| GehÀuse | CPU | GPU | INT | HDD |
|---|---|---|---|---|
| Lian Li PC-8N | 14,0 K | 16,0 K | 11,0 K | 6,0 K |
| Fractal Design Define R3 | 24,7 K | 18,7 K | 15,7 K | 18,7 K |
| Coolermaster Silencio 550 | 29,8 K | 25,3 K | 11,7 K | 7,7 K |
| Fractal Design Arc Midi | 17,5 K | 18,9 K | 13,4 K | 10,4 K |
Beurteilung der Testergebnisse
Wie auch weiter unten nochmals genauer erlĂ€utert wird, war es nicht möglich die LĂŒfter des Silencio 550 bei 5 V zu betreiben. Jedoch ist aufgrund ihrer geringen Drehzahl bei 12 V durchaus ein Vergleich zu den bisher getesteten GehĂ€usen möglich und sinnvoll. Auch wenn sich das Cooler Master Silencio 550 auf dem (vorlĂ€ufig) letzten Platz unserer GehĂ€usecharts einreiht, sind die erfassten Temperaturwerte im Allgemeinen noch akzeptabel. Allerdings sind die gemessenen Werte der Grafikkarte (in allen Szenarien) signifikant höher als bei den Konkurrenten. Dies ist wohl hauptsĂ€chlich darin begrĂŒndet, dass es gerade im hinteren Bereich des GehĂ€uses keine BelĂŒftungsmöglichkeiten vorhanden sind. Eine mögliche Abhilfe könnte hier die Drehung des Netzteils gegenĂŒber der in der Anleitung beschrieben Orientierung bewirken. Wird es mit dem LĂŒfter nach oben montiert, fördert es frische Luft in das GehĂ€use und unterstĂŒtzt die KĂŒhlung der Grafikkarte.
Positiv hingegen fĂ€llt auf, dass die Temperaturen beim Wegfall des vorderen LĂŒfters nicht wesentlich ansteigen. Dies deutet auf einen wirkungsvollen Luftstrom im inneren des GehĂ€uses hin. Auch im echten Silent-Szenario können alle Komponenten auf einem akzeptablen Level gehalten werden.
Performanceranking GehÀuse (Scythe Ninja 2) |
|
|---|---|
| Lian Li PC-8N |
311
|
| Fractal Design Arc Midi |
339
|
| Fractal Design Define R3 |
414
|
| Cooler Master Silencio 550 |
423
|
| Summe der Î-T-Werte (Vollast/Leerlauf) aller Komponenten - weniger ist besser | |
LĂŒfter
Die im GehĂ€use vorinstallierten LĂŒfter mit der wenig einprĂ€gsamen Bezeichnung A12025-08CB-33N-F1 sind ausgewiesene SilentlĂŒfter mit einer Nenndrezahl von nur 800 U/min. Dem ist auch der Umstand zu Schulden, dass die LĂŒfter bei 5 V nicht angesprungen sind und auch noch bei 7 V eine miserable Performance ablieferten. Erst bei der Betriebsspannung von 12 V leisten die LĂŒfter einen anstĂ€ndigen Luftdurchsatz, der fĂŒr einen Luftstrom im GehĂ€use sorgt. GegenĂŒber der Herstellerangabe konnte jedoch nur eine Drehzahl von ca. 650 U/min ausgelsen werden. Die GerĂ€uschemissionen sind dementsprechend trotz der hohen Versorgungsspannung von 12 V Ă€uĂerst gering. Ein Luftrauschen ist nicht wahrzunehmen, wohl aber ein Klackern der Lager. Dies trat bei beiden LĂŒftern auf und verhielt sich auch unabhĂ€ngig von der Orientierung des LĂŒfters. Aus dem geschlossenen GehĂ€use waren bereits ab einem geringen Hörabstand kleine StörgerĂ€usche durch die LĂŒfter wahrzunehmen.
Vibrationen und GerÀuschemissionen
Da das GehĂ€use ohne ernstzunehmende Entkopplungsvorkehrungen daher kommt, werden die Vibrationen der Festplatte des Testsystems und der LĂŒfter direkt auf den Korpus des GehĂ€uses ĂŒbertragen. Allerdings werden diese Schwingungen durch den massien Stahlrahmen und nicht zuletzt auch durch die DĂ€mmung gut “geschluckt”. So entsteht zumindest keine VerstĂ€rkung der Vibrationen und der Gesamteindruck fĂ€llt subjektiv deutlich ruhiger aus als z.B. bei vergleichbaren AlugehĂ€usen. Hierbei spielt auch die hochwertige und passgenaue Verarbeitung eine entscheidende Rolle, durch die im Falle des Silencio 550 keine klappernden GehĂ€useteile zu bemĂ€ngeln sind.
Mit dem Silencio 550 hat Cooler Master einen Tower auf den Markt gebracht, der schon allein durch seine kompakte, zurĂŒckhaltende und elegante Erscheinung sicherlich eine Vielzahl von KĂ€ufern ansprechen wird. Die Acryl-Front sorgt dabei fĂŒr ein dezentes Highlight und konnte im Praxistest besonders dadurch glĂ€nzen, dass FingerabdrĂŒcke nur sehr schwer zu erkennen sind und der schicke Eindruck dadurch nicht getrĂŒbt wird. Auch der Innenraum ist in ein Zeitloses Schwarz getĂŒncht, was den hochwertigen Eindruck auch in den Bauch des GehĂ€uses bringt.
WĂ€hrend das GehĂ€use im Test nicht unbedingt mit den besten Temperaturwerten brillierte, halten diese sich dennoch in einem akzeptablen Rahmen. In allen anderen technischen Belangen gab das Cooler Master Silencio aber eine Ă€uĂerst gute Figur ab. In erster Linie ist sicherlich die grundsolide Stahlbauweise zu nennen, die eine Vielzahl von störenden Vibrationen und GerĂ€uschen schluckt. Die Anordnung der Hardwarekomponenten ist nicht als innovativ zu bezeichnen, hier greift Cooler Master auf den bewĂ€hrten Standard zurĂŒck. Die Umsetzung zeigt jedoch einige Details, wie z.B. den modulare FestplattenkĂ€fig und das gut funktioniernde Schnellverschlusssystem fĂŒr die 5.25″-Laufwerke, die sehr gefallen. Dass auf eine Entkopplung von Festplatten und LĂŒftern verzichtet wurde, stöĂt im ersten Moment etwas sauer auf, stellt sich in der Praxis aber als weniger eklatant dar als befĂŒrchtet. Hier fallen die Vibrationen in schlecht entkoppelten Aluminium-GehĂ€usen anderer Hersteller deutlicher auf. Die mitgelieferten LĂŒfter sind tatsĂ€chlich leise und ermöglichen einen flĂŒsterleisen Betrieb auch ohne Bastel- und Umbauarbeiten. Der Hot-Swap-Festplatteneinschub ist eine nette Dreingabe und rundet das Gesamtpaket ab.
Laut aktuellem Preisvergleich ist das GehĂ€use ab ca. 75 Euro erhĂ€ltlich und ordnet sich somit unteren bis mittleren Preissegment an. Stellt man dem Kaufpreis die gebotene Leistung und QualitĂ€t gegenĂŒber, ergibt sich ein fast unschlagbares Angebot. Besonders interessant ist das Silencio hierbei fĂŒr KĂ€ufer, die nicht viel an ihrem GehĂ€use basteln wollen, sondern ein leises GehĂ€use out-of-the-box wĂŒnschen. FĂŒr das runde Gesamtpaket wird das Cooler Master Silencio 550 mit Gold-Award ausgezeichnet.
Positiv
- MaterialqualitÀt und Verarbeitung hochwertig und stimmig
- Elegante Optik
- Leise LĂŒfter
- LĂŒfteröffnungen auf ein Minimum reduziert
- Funktioneller Innenraum
- FestplattenkÀfig modular aufgebaut
- Gute Erreichbarkeit und Anordnung der FrontanschlĂŒsse
- Externer Hot-Swap-Einschub
- GedÀmmte SeitenwÀnde
- Sehr gutes Preis-Leistungs-VerhÀltnis
Negativ
- LĂŒftergitter fest integriert
- Vergleichsweise hohe Temperaturwerte
- Kein eSATA am Frontpanel
- Mitgelieferte LĂŒfter nur bei 12 V verwendbar
- Keine Entkopplung von LĂŒftern und Festplatten
Links:
Herstellerwebseite
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Info zum Beitrag
geschrieben am Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 19:11 Uhr
Kategorie(n): GehÀuse, featured
Tags: 120mm LĂŒfter, 140mm LĂŒfter, Award, Cooler Master, DĂ€mmung, GehĂ€use, silent, SSD, Test, Testbericht, Testberichte




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